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Nachrichten - Berichte vom SKBUe und SVNRW
"Club des Jahres 2001" Segelklub Bayer Uerdingen (SKBUe) auf Platz zwei im Wettbewerb auf der Hanseboot !
Feierlicher Rahmen bei der hanseboot-Eröffnung
"Vereine des Jahres" kommen
aus Zittau, Uerdingen und Flensburg
300 Gäste applaudierten für engagiertes Ehrenamt
Historische Fassade, flackernde Kerzen, klingende Harfen - feierlicher kann eine Messe nicht eröffnet werden. Erstmals fand die Eröffnungsfeier der hanseboot, der Internationalen Bootsausstellung Hamburg, im festlich geschmückten Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte statt und beeindruckte durch das einmaligen Ambiente. In diesem feierlichen Rahmen ehrten die hanseboot und die Segler-Zeitung vor 300 Gästen aus dem In- und Ausland die Vereine des Jahres 2001.
Unter 26 Bewerbern setzte sich drei völlig verschiedene Vereine durch. Den 1. Platz belegte der 64 Mitglieder starke Yachting Club Zittau, vor dem Segelclub Bayer Uerdingen und dem Flensburger Segelclub.
Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg-Messe, Hermann Hell, Verleger und Chefredakteur der Segler-Zeitung, und Burhard Kähler, Präsident des Boots-und Schiffbauer-Verbandes, überreichten die Preise unter dem Applaus der Gäste. Insgesamt hatten 26 Vereine an dem erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb "Verein des Jahres", den die hanseboot und die Segler-Zeitung gemeinsam ausgeschrieben haben, teilgenommen. "Wir sind mit dieser Resonanz beim ersten Mal hoch zufrieden und freuen uns über die hohe Qualität der Bewerbungen", so hanseboot-Objektleiter Martin Greve, der diese Gemeinschaftsaktion mitinitiiert hat. DSV-Präsident Hans-Joachim Fritze lobte die Initiative als eine Aktion, die den Vereinen zugute kommt und sagte voraus: "dass im kommenden Jahr sicherlich an die einhundert Vereine teilnehmen werden."
DSV-Ehrenpräsident Hans-Otto Schümann, der Präsident des Boots- und Schiffbauer-Verbandes, Burkhard Kähler, der zehnfache Tornado-Welt- und Europameister Roland Gäbler, Hamburg Messe Geschäftsführer Dietmar Aulich und SVG-Verlags-Geschäftsführer und Chefredakteur Hermann Hell bildeten die fünfköpfige Jury, die entscheiden musste, welche Vereine die Siegesprämien von 3000,- , 2000,- und 1000,- DM sowie die Pokale erhalten sollten.
"Wir hatten keine leichte Wahl. So viel Engagement und Enthusiasmus sprach aus den Zeilen,", beschrieb DBSV-Präsident Burchard Kähler die Entscheidungsfindung. Die eingereichten 26 Bewerbungen machten eines deutlich: Die Vereine, ihre Mitglieder, deren Einsatz für den Sport und das Engagement für Jugend, die soziale Komponente, das Zusammenspiel von Umweltschutz und Gesundheit sind eine der entscheidenden Säulen einer gesunden Gesellschaft.
Den ersten Platz und damit den Titel "Verein des Jahres" verdiente sich ein kleiner Verein aus Sachsen, der Yachting Club Zittau. Er weist ganz andere Qualitäten als die übrigen Bewerber auf: Es ist ein kleiner Verein fernab vom Wasser. Das nächste besegelbare Gewässer ist 50 Kilometer entfernt, die Ostsee, das erklärte Lieblinggebiet, 480 km und die Adria, als Ausweichrevier ca. 1.200 km.
Der Verein führte zwei Jahre ein schulbezogenes Projekt durch, und da man auf die Fahrdienste der Eltern zum Trainingsrevier angewiesen war, ergaben sich Kontakte, die letztendlich dazu führten, dass ein Großteil der Eltern Mitglieder im Verein wurden. So gestärkt ging man das nächste Ziel an: Wenn man kein eigenes Revier hat, muss man sich eines schaffen. Bereits seit 1995 berät der Verein eine mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft bei den Plänen zur Rekultivierung eines ehemaligen Braunkohletagebaus. Ein Hafen, Servicehäuser und eine Promenade sind Bestandteil eines Wassersportgebietes, das sich ab 2005 vor den Türen des Vereins in einer Größe von 960 ha erstrecken wird.
Bis dahin gibt es weiterhin Trainingslager für die Jugendlichen, Geschwaderfahrten für die Erwachsenen, Ausbildung und Geselligkeit im Winter.
Die Energie, mit der in diesem Verein trotz widriger Umstände für den Segelsport gearbeitet wird und die Schaffung eines eigenen Hausreviers hoben den YC Zittau deutlich aus der Menge der Bewerber hervor.
Den zweiten Platz belegte der Segelclub Bayer Uerdingen, dessen soziales Engagement über jeden Zweifel erhaben ist. Das Schlagwort vom Breitensport wird hier in vorbildhafter Weise mit Leben erfüllt. Alle Altersklassen haben die Möglichkeit, auf clubeigenen Booten und Yachten Segelerfahrung zu sammeln. So kann jedermann segeln lernen und segeln gehen, ohne die Kosten für ein eigenes Boot aufbringen zu müssen. Eine Jugendabteilung, die das ganze Spektrum vom Optianfängerkurs bis zum Leistungssegeln auf hohem internationalen Niveau abdeckt, ist für diesen Verein Tradition und Verpflichtung. Daneben gibt es Kurse für externe Jugendliche in Kooperation mit verschiedenen Schulen, seglerische Freizeitangebote für sozial schwache Familien und Segelfreizeiten mit Kindern aus Tschernobyl. Frauentörns auf clubeigenen Yachten fördern das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen.
Außerdem ist wie selten das Behindertensegeln in den Cluballtag integriert. Mehrfach wurden nationale und internationale Meisterschaften für Behinderte ausgerichtet, und der Verein stellt mehrere Meister in dieser Disziplin. Kein Wunder also, dass dieser Verein seit 1988 elfmal ausgezeichnet wurde, so für die beste Talentförderung, für Umweltschutz im Wassersport, für besondere Verdienste im Leistungssport und für besondere Verdienste im Fahrtensegeln.
Der dritte Preis ging an den Flensburger Segel-Club, der über Deutschlands Grenzen hinaus für seine beliebten Wettfahrten bekannt ist und in bemerkenswerter Weise auf die Bedürfnisse der Segler aus dem benachbarten Königreich eingeht und dabei noch eine aktive Jugendgruppe unterhält. Herausragend ist allerdings besonders die Tatsache, dass der Umweltschutzgedanke in geradezu perfekter Weise im Alltag praktiziert wird. Abfalltrennung, Altölentsorgung und andere Selbstverständlichkeiten bietet dieser Club wie andere auch. Aber die Information darüber ist so gut, dass auch ausländische Gastlieger diesen Service ohne langes Suchen annehmen können. Das wird durch ein zweisprachiges Merkblatt erreicht, das jedem Gast beim Einlaufen durch den Hafenmeister überreicht wird. Den Benutzern werden die Regularien auf unaufdringliche Weise nahegebracht, so dass er durch die freundliche Aufforderung geradezu verpflichtet wird, sich dem hohen Standard anzupassen.
Auch wenn die Leistung der Gewinner herausragten, waren alle Bewerbungen tief beeindruckend.
Es nahmen teil:
Bautzener Segelclub, Deutsch-Französischer Segelclub "Passat", Duisburger YC, Flensburger SC, Greifswalder YC, Gruppe Nedderelv (Niederelbe-Wassersportvereine), Kieler YC, Möltenorter Segelkameradschaft, Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910, Norddeutscher Regatta Verein, Ratzeburger Segler Verein, Schüler-Ruder-Segelverein Plön, Schweriner Segel-Verein von 1894, Seesportclub Berlin-Grünau, Segelclub Bayer Uerdingen, Segel-Club Friedrichsstadt, Segelclub Lembruch Schoddenhof, Segel-Club "Waällerwind" Pottum, Segelprojekt ev Gesamtschule Süderelbe, Segelverein Vienenburg, Segel-Verein Wedel-Schulau, Surf-Club Kiel, Wander-Segler-Verein 1922, Wassersportverein Buckau-Fermesleben, Yachtclub-Berlin Grünau, YCZ Yachting Club Zittau.
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