35.Boot - Düsseldorf 2004
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13.01.2004
Was ist neu auf der boot 2004? - Ausrüstungen und Zubehör

... im Bereich Sicherheit an Bord
Ständig steigende Sicherheitsbedürfnisse erfordern innovative Rettungswesten. Bernhardt Apparatebau präsentiert als Weltneuheit die Rettungswesten-Generation Secumar Contra, die ein Ertrinken selbst dann verhindert, wenn der Träger gar kopfunten im Wasser treibt. Eine besondere Auftriebsverteilung hebt seinen Kopf bis zu 15 cm Höhe über die Wellen. Dabei halten Fixierpolster Hals und Nacken in aufrechter Position, eine Sprayschutzhaube verhindert, dass der Über-Bord-Gegangenen Gischt einatmet (Halle 5, Stand C40).

Wer kennt das nicht: Da kommt man im Dunkeln an Bord und ertastet vorsichtig Stufen im Deck oder bei den Treppen, um nicht zu stolpern oder ins Leere zu treten. Abhilfe schafft eine dezente Stufenbeleuchtung, zu sehen bei Bukh-Bremen. Die neuen energiesparenden Stufen-Leuchten Hella 8560 bringen Licht auf Treppen und Stufen. Für die Installation genügt eine leicht zu realisierende runde Bohröffnung. Außerdem sind die oval geformten Lampen klein und kompakt, so dass sie eigentlich überall an Bord ihr Plätzchen finden, wo Stufen zu beleuchten sind oder unter Deck für die Nacht Orientierungsbeleuchtung gewünscht wird. Unter der gewölbten Blendschutzkappe verrichtet eine weiße oder blaue Diode ihren dezenten Beleuchtungsdienst. Und mit 0,3 Watt äußerst stromsparend, um die Bordbatterien zu schonen. Angenehmer Nebeneffekt: eine auf diese Art dezent beleuchtete Yacht zeigt im Hafen einfach mehr her als eine im Verdunkelungszustand (Halle 9, Stand C 49, Bukh-Bremen).

... im Bereich Rigg-Technik und Tauwerk
Rondal, holländischer Spezialist für Masten, Winschen und Luken auf großen Segelyachten, hat eine Serie von neuen selbstholenden und ölgelagerten Winschen entwickelt, die beachtliche Kräfte aufnehmen: 4, 6, 8 und 12 t. Sie arbeiten besonders geräuscharm. Für Rollvorsegel neu ist ein Furler, bei dem wesentliche Bauteile geschützt unter Deck zu installieren sind (Halle 7, Stand F 07).

Tauwerk-Spezi Geo. Gleistein aus Bremen ist eine Synthese zwischen Polyamid- und Polyesterfasern bei den Tauwerk-Eigenschaften gelungen, präsentiert sie als Geo X-tend-Festmacher als Weltpremiere. Geo X-tend verbindet die gute Dehnungsfähigkeit von Polyamid mit der Abriebsbeständigkeit von Polyesterseilen (Halle 9, Stand G49).
Das Tauwerk Runner Gold von Rosenberger (Lichtenberg/Bayern) mit einem extrem abriebfesten Vectran-Mantel wurde für das Daimler-Chrysler-North Atlantik-Race konfektioniert – für extrem hohe Belastungen bei hohen Geschwindigkeiten und Starkwind. Im Dauereinsatz über mehr als 3.600 Seemeilen hat es die Dauerbelastung als Gennaker- und Großschot ohne Verschleiß überstanden. Diese innovative Tauwerktechnologie fließt künftig in alle Liros-Tauwerke ein, die in den Durchmessern 10 bis 18 mm lieferbar sind (Halle5, Stand J 19).

... im Bereich Bordelektronik
Ocean Link von VDO informiert am Fahrstand über die wesentlichen Motor-Daten, stellt sie analog und digital auf dem LC-Display dar, verteilt die Daten auf Wunsch an bis zu 20 weitere Analog-Instrumente. Zentrales Element des Systems ist ein Multifunktionsdrehzahlmesser mit integriertem Digital-Display. Dieses Instrument erhält die Daten direkt per CAN-Bus von der Motorelektronik, liest von dort alle spezifischen Daten über Drücke, Temperaturen, Verbräuche, Drehzahlen oder Betriebszeiten aus (Halle 9, Stand H 05).

Als Deutschland-Premieren zeigt Simrad sechs Neuheiten. In der 34-Serie mit 7-Zoll-Bildschirm verfügen die Echolot-Kartenplotter jetzt auch über eine Radarfunktion, die per Tastendruck aktiviert wird. Der kompakte Autopilot AP16 verfügt über die gleichen Eigenschaften wie die größeren Modelle dieses weltweit produzierenden Herstellers. Der AP16 kann zudem als Tochtergerät für die ebenfalls neuen Autopiloten AP 25/26/27 fungieren, die es in drei Versionen gibt – mit großer oder kleiner Display-Anzeige oder als mobiles Handy.

RA80 ist ein Radargerät in einer Blackbox, die überall an Bord installiert werden kann, derweil das Radarbild auf dem Monitor des GPS-Kartenplotters angezeigt oder direkt in die Bildschirmseekarte eingeblendet wird. Der Steuerrad-Autopilot WP32 ist ein aufgewerteter WP30 mit Anschlussmöglichkeit für das neue SimNet-Verbindungskabel. Mit dem SimNet-Kabel werden alle elektronischen Geräte von Simrad – wie beispielsweise Plotter, Radar, Autopilot, UKW-Funkanlage und Anzeigeninstrumente ohne aufwändige Installationen miteinander verbunden (Halle 9, Stand 06).

In der C-Serie von Raymarine stehen diverse Funktionen und Informationen zentral auf einem einzigen Multifunktionsdisplay zur Verfügung: Seekartenplotter mit GPS-Positionssystem, Radarbild oder Echolot. Über eine einfache und intuitive Menüführung kann das Format der Anzeigen geändert werden. Die Farb-Displays sind auch im hellen Sonnenlicht abzulesen. Erhältlich ist die C-Serie in 3 Größen – mit 6,5-, 8,4 und 12-Zoll-Bildschirmen für die Installation im Fahrpult oder den Pultaufbau. Die Instrumentenserie ST60 wird mit dem ST60 Graphic erweitert. Das ist ein vielseitiges Display zur gleichzeitigen Anzeige von Text- und Grafikdaten der übrigen Instrumente (Halle 9, Stand H25, Eissing).

Das Inmarsat-Fleet 33-Satcom-System im Mini M-Format mit besonders kleiner, stabilisierter Antenne verkörpert eine neue Satellitenkommunikations-Generation für den Yachtgebrauch. Das System basiert auf MPDS (Mobile Packed Data Service), einer digitalen Kommunikationstechnologie, mit deren Hilfe Daten übermittelt werden. Abgerechnet wird bei MPDS nicht wie bisher die Online-Zeit, sondern die übermittelte Datenmenge. So kann man 24 Stunden Online am Tag kostengünstig von Land aus mit seiner Yacht oder umgekehrt von Bord aus mit zuhause oder anderen Stellen in direkter Verbindung stehen (zu sehen unter anderem bei HDW-Hagenuk, Halle 9, Stand H 56).

TinyByte ist eine neue PC-Plattform für den Bordgebrauch. Die 20 GByte-Festplatte ist schockresistent und stoßgesichert. TinyByte bezieht seine 25-Watt-Energie aus dem 12-Volt-Bordnetz. Über NMEA-Schnittstellen lassen sich Bordnavigationsgeräte und Wetternachrichten-Decoder/-Empfänger anschließen, so dass alle Daten auf einem TFT-Flachbildschirm zur Verfügung stehen oder ausgedruckt werden können (Halle 9, Stand H 73, SPI Marine).

Für die Beleuchtung des Fahrpultes hat Frensch die Lampengeneration F-4 Task Light Touch LED entwickelt. Der Name sagt eigentlich schon alles aus: F4 steht für die werksinterne Entwicklungsgeneration, Task Light für ein an einem Schwanenhals hängendes Licht am Arbeitsplatz, Touch für einen Fingertipp direkt an der Lichtquelle für Ein/Aus und Farbänderungen, LED für Light Emitting Diode, auf deutsch Leuchtdioden (Halle 5, Stand G 27).

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