11.10.2006
Wo Traumyachten Seglerherzen höher schlagen lassen
hanseboot 2006 mit zahlreichen Premieren
47. Internationale Bootsausstellung Hamburg
Vom 28. Oktober bis 05. November 2006
auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen
Die größte Segelyacht auf der hanseboot 2006 ist 25 Meter lang und liegt im
hanseboot-Hafen am Baumwall. Die Swan 82 der finnischen Nautor Werft führt
die Riege der rund 50 großen Segel- und Motoryachten an, die sich dem
hanseboot-Besucher in ihrem eigentlichen Element, dem Wasser, vor Hamburgs
Speicherstadt-Kulisse vom 28. Oktober bis zum 5. November präsentieren.
Große Traumyachten finden die Besucher der 47. Internationalen
Bootsausstellung Hamburg aber nicht nur im hanseboot-Hafen, sondern auch in
den 12 Messehallen. Die 19 Meter lange Hanse 630 ist nicht nur die größte in
Deutschland jemals gebaute Seriensegelyacht, sie wird auch das längste
Schiff sein, das jemals in der Messehalle 10 der hanseboot ausgestellt
worden ist. Es ist eine logistische Meisterleistung, die fast 23 Tonnen
wiegende und 5,20 Meter breite Yacht in die Halle zu bugsieren und
beschäftigt Architekten und Statiker. Wenn die hanseboot am 28. Oktober ihre
Pforten öffnet, wartet die riesige Yacht, die auf hoher See von einer
Segelfläche von gut 200 Quadratmetern angetrieben wird, geputzt und
gewienert auf die Ausstellungsbesucher. Wer sie direkt auf der Messe kaufen
will, muss mit der Auslieferung allerdings mindestens ein Jahr warten, denn
die ersten zwölf Exemplare der rund 870.000 Euro teuren Hochseeyacht der
Hanse AG in Greifswald sind bereits vergeben und werden im Laufe der
nächsten zwölf Monate gebaut. Mit ähnlichen Lieferzeiten ist bei fast allen
Yachten in diesem großen Segment zu rechnen. Auf der hanseboot können die
Edelyachten jedoch schon einmal in Augenschein genommen und die Einrichtung
kann für die eigenen Ansprüche individuell geplant werden.
Für viele Besucher wird die Hanse 630 genauso ein Traum bleiben, wie die 15
Meter lange Baltic 50 aus Finnland oder die neue, exakt 13,70 Meter lange
niederländische Contest 45.CS. Auch dies sind Hochseeyachten, die durch
Design und hoher Qualität auffallen. Dem hanseboot-Besucher wird auffallen,
dass die Werften in diesem Jahr besonders viele Yachten des gehobenen
Segments präsentieren. So stellt die Hanse AG neben ihrer 630er zwei weitere
Yachten über 14 Meter Länge aus. Es sind die 14,20 Meter lange 440e und die
16,45 Meter lange 540e. Wie die 630er wurden auch diese beiden Yachten vom
weltbekannten Designerbüro Judel/Vrolijk & Co gezeichnet. Das „e“ steht für
Epoxy. Aus diesem hochfesten und leichten Kunststoff werden die Rümpfe
gefertigt.
Stattliche 13,70 Meter ist die neue Dehler 44 lang, die besonders aufwendig
gebaut wird, um auch besonders anspruchsvolle Segler zufrieden zu stellen.
Eine Yacht zum Träumen ist auch die neue Dufour 445 mit ihren 13,76 Metern
Länge. Die französische Yacht fällt durch ihre schnellen Linien auf und kann
bereits erste Erfolge auf Regattabahnen nachweisen. Neues aus Frankreich
präsentiert ebenfalls die Jeanneau Werft mit den sportlichen Fahrtenyachten,
der 10,69 Meter langen Jeanneau 36i und der Jeanneau 39DS (11,99 Meter).
Beide Yachten stehen in einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und
bieten eine umfangreiche Ausrüstung in der Standardversion.
Auch die nagelneue Najad 44 aus Schweden, immerhin 13,50 Meter lang, wurde
für das sportliche Segeln konstruiert. Es ist die erste Najad in dieser
Größe mit Achtercockpit und zwei Ruderständen. Mit einem größeren
Geschwindigkeitspotential als ihre Vorgängerin präsentiert sich auf der
hanseboot auch die neue Hallberg Rassy 48. Die schwedische Edelyacht ist
fast 15 Meter lang und wird von einer Segelfläche von fast 140 Quadratmetern
am Wind angetrieben. Mit der X-46 stellt die dänische X-Werft ihren 12.30
Meter langen Performance Cruiser aus, der gleichermaßen durch seine modernen
Linien wie durch die für X-Yachts bekannt guten Segeleigenschaften
auffällt. Diese Traumyacht wird in der Regel mit einem dunkelblauen Rumpf
geordert und präsentiert ein luxuriöses Interieur.
Damit viele Träume von einer Segelyacht auch realisiert werden können, haben
Werften wie die Bavaria Yachtbau GmbH in Giebelstadt bei Würzburg den
Bootsbau industrialisiert. Yachten, die vom Fließband laufen, sind
preisgünstiger als individuelle Einzelbauten. Ihr Nachteil: sie gleichen
sich wie ein Ei dem anderen. Mit fast 4000 verkauften Segel- und Motorbooten
im Jahr macht Bavaria allerdings deutlich, dass Eigner auch preisbewusst
kaufen. Mit ihren neuen Yachten vom Typ Vision mit harmonisch in die Linien
passenden coupéförmigen Decksaufbauten will Bavaria jetzt in das Segment der
edleren Serienyachten vorstoßen, ohne dass ein hoher Preis diese besondere
Stellung unterstreicht. Auf der hanseboot werden die Vision 40 (12 Meter)
und 44 (13 Meter) vorgestellt. Die Typenreihe Vision hat mehr Segelfläche
und ein größeres Kielgewicht als die Cruiser von Bavaria. Mit ihren
modernen, fast keilförmigen Rümpfen versprechen sie darüber hinaus ein hohes
Geschwindigkeitspotential. Die größte Yacht auf dem Bavaria-Stand ist
weiterhin die knapp 15 Meter lange Bavaria Cruiser 50 mit einer Segelfläche
am Wind von über 130 Quadratmetern.
Auch diese große Yacht bleibt trotz des günstigen Preises für viele
Besucher eine Traumyacht. Die hanseboot macht es ihren Besuchern jedoch
leicht, sich auch Seglerträume erfüllen zu können. Das Segelvergnügen mit
einer neuen Jolle beginnt bereits bei ein paar hundert Euro, und wer mit
einer kleinen Fahrtenyacht wie mit denen in Polen gebauten Sportinas oder
Fans zum Sommertörn an der Küste oder auf Binnenseen starten will, muss
nicht einmal 20.000 Euro ausgeben, um Eigner einer kleinen Segelyacht zu
sein. Da diese Boote trailerbar sind, halten sich auch die
Unterhaltungskosten in Grenzen.
Zur hanseboot werden insgesamt 900 Aussteller aus 21 Nationen rund 1.200
Boote und Yachten, darunter zahlreiche Premieren, in Hamburg präsentieren.
Zum ersten Mal wird es sechs Themeninseln geben, die bestimmten
Themenbereichen und Interessengruppen gewidmet sind. Zahlreiche Innovationen
gibt es im Bereich Ausrüstung und Zubehör, insbesondere auch beim
elektronischen Yachtzubehör.
Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-3569 2440, e-mail:
angelika.schennen@hamburg-messe.de
|