47. Internationale Bootsausstellung Hamburg - 28.10.-05.11.2006
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20.10.2006
Modernste Motorentechnik und innovative Antriebssysteme auf höchstem Niveau
Natürlich sind auf der hanseboot 2006 auch die weltweit führenden Bootsmotorenhersteller vertreten, um dem Fachbesucher ihr breit gefächertes Angebot zu präsentieren. Hightech-Dieselpower in Reinkultur wird unter anderem von Volvo Penta offeriert. Die schwedischen Motorenbauer zeigen erstmals auf einer deutschen Messe den neuartigen IPS600, der aus einem Hubraum von 5,5 Liter gewaltige 435 PS aktiviert. Unter der Bezeichnung D6-435 ist diese Maschine auch mit konventionellen Wellenanlagen kombinierbar. Als echtes Messehighlight darf die ebenfalls von Volvo Penta entwickelte Joystick-Lenkung gelten, die einer Motoryacht mit Inboard Performance System (IPS) zu einer bisher kaum für möglich gehaltenen Wendigkeit verhilft. Die Funktionsweise des Joysticks ist ohne Übertreibung als sensationell zu bezeichnen. Anlegemanöver auf engstem Raum geraten ab sofort zum Kinderspiel, da sich das Schiff per Fingertipp in jede beliebige Richtung bewegen lässt. Seitwärts, schräg, vorwärts, rückwärts oder auf dem Teller, sprich, wie man es vom berühmten Hamburger Schlepperballett kennt, das während des Hafengeburtstages mit unglaublicher Präzision über die Elbe tanzt.

Stichwort „Präzision“: Die ausgezeichnete Laufkultur des neuen VWmarine TDI 225-6 legt den Vergleich mit einem Uhrwerk nahe. Nach zweijähriger hanseboot-Abwesenheit werden die Dieselspezialisten aus Salzgitter jetzt mit ihrem Spitzenaggregat vorstellig, das seine 165 kW (225 PS) aus einem Hubraum von 2967 cm3 schöpft. Mit Common-Rail-Direkteinspritzung, einem Turbolader mit variabler Turbinengeometrie und elektronischem Motormanagement zeigt sich der äußerst kompakt konstruierte V6-Selbstzünder technisch gesehen auf dem allerneuesten Stand.

Für Furore werden auch die hochmodernen Außenbordmotoren der jüngsten Viertakter-Generation sorgen, zumal das Leistungsspektrum dieser beliebten Antriebsspezies nochmals erweitert wurde und nunmehr von 1,6 bis 221 kW (2,2 bis 300 PS) reicht. Kennzeichnend für die auf größtmögliche Ökonomie abgestimmten Kraftpakete sind die hervorragende Laufruhe und das allgemein optimierte Leistungsgewicht.

Der japanische Viertakt-Pionier Honda wird dem hamburgischen Messepublikum die brandneuen Mittelklasse-Motoren BF 75 und BF 90 vorstellen. Die ultrakompakten, von den Abmessungen her absolut identischen Reihenvierzylinder besitzen ein computerberechnetes hydrodynamisches Unterwasserteil und warten mit diversen technischen Raffinessen wie einem Mehrzonen-Kühlsystem, sequentieller Multipoint-Kraftstoffeinspritzung und variablem Luftansaugsystem für ein höheres Drehmoment auf. Der Benzinverbrauch konnte durch das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Technikkomponenten merklich reduziert werden.

Suzuki zeigt neben weiteren innovativen Motoren den mächtigen DF300, der beeindruckende 221 kW ins Wasser bringt und somit als maßgeschneiderter Antrieb für Hochleistungssportboote und große RIB-Modelle in Frage kommt. Das enorm durchzugsstarke V6-Triebwerk wird selbstverständlich mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung sowie einem speziellen Abgassensor angeboten. Daraus resultiert eine effiziente Verbrennung mit optimaler Leistungsausnutzung bei nochmaliger Verringerung der Abgasemissionen. Der vollelektronisch gesteuerte Suzuki DF 300 verbindet ein atemberaubendes Beschleunigungsvermögen mit ungeahnter Kultiviertheit übers gesamte Drehzahlband.

Auch Marine Power hat für die hanseboot einige neue Outboarder am Start. Neben den faszinierenden Verado-Kompressormotoren dürfte sich das Kundeninteresse insbesondere auf die unlängst lancierten Mercury- und Mariner-Modelle F80 EFI und F100 EFI konzentrieren. Für die Konstruktion dieses extrem geschmeidig laufenden Viertakter-Duos wurden zahlreiche Bauteile der revolutionären Verado-Baureihe verwendet. Beide Motoren sind mit dem intelligenten SmartCraft-System ausgerüstet, das alle relevanten Motor- und Leistungsdaten permanent auswertet und dem Bootsführer anzeigt.

Japanische Außenbordertechnologie auf Topp-Niveau bietet auch die populäre Viertakter-Range von Yamaha. Neben diversen kleineren Markengefährten wie dem mit einer Kaltstartautomatik aufwartenden Yamaha F20 B sind die 147 beziehungsweise 184 kW generierenden V6-Modelle F200 und F250 zu besichtigen, die jeweils mit vier oben liegenden Nockenwellen, 24 Ventilen, integrierter Abgasführung und einem computergesteuerten Fehlerdiagnosesystem auf sich aufmerksam machen. Darüber hinaus zeigt Yamaha den gigantischen Sechszylinder-Zweitakter 300 HPDI, der imposante 300 Pferdestärken mobilisiert. Potenzielle Kunden erhalten an den Messeständen der jeweiligen Aussteller detaillierte Informationen und umfangreiches Prospektmaterial.

Zur hanseboot werden insgesamt 900 Aussteller aus 30 Nationen rund 1.200 Boote und Yachten, darunter zahlreiche Premieren, präsentieren. Zum ersten Mal wird es sechs Themeninseln geben, die bestimmten Themenbereichen und Interessengruppen gewidmet sind. Zahlreiche Innovationen gibt es im Bereich Ausrüstung und Zubehör, insbesondere auch beim elektronischen Yachtzubehör.
Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-3569 2440, e-mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de

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