25. Oktober 2006
hanseboot-Hafen: Wo Superyachten festmachen
Große Segel- und Motoryachten und Katamarane werden wie in den Vorjahren das
Bild im hanseboot-Hafen bestimmen. Wobei zur diesjährigen hanseboot - vom
28. Oktober bis zum 5. November - besonders auch die Freunde der
Mehrrumpfyachten auf ihre Kosten kommen. Insgesamt sind es rund 50 edle
Yachten und damit noch einmal mehr als im vergangenen Jahr, die die
Speicherstadtkulisse des hanseboot-Hafens am Baumwall zur Präsentation
nutzen. Rund 30.000 hanseboot-Besucher hatten im vergangenen Jahr die
Yachten im Ausstellungshafen besichtigt, darunter viele mit ernsthaftem
Kaufinteresse.
Festgemacht im Hafen haben zur 47. Internationalen Bootsaustellung Hamburg
unter anderem der Edelcat Broadblue 385 aus England, französische
Mehrrümpfer des Typs Lagoon und Nautitech sowie ein großer Katamaran der
Lübecker Baltic Werft.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen im hanseboot-Hafen allerdings wieder
die Superyachten, wie die größte Segelyacht der Ausstellung, die Swan 82 aus
Finnland. Die „Schwäne“ der finnischen Nautor Werft gelten schlechthin als
die Rolls Roys unter Segeln. Wer ernsthaftes Interesse an der dort
ausgestellten 25 Meter langen Swan 82 hat, sollte über ein Konto mit rund
fünf Millionen Euro verfügen. Für die genaue Besichtigung der fast sechs
Meter breiten Luxusyacht mit ihrem luxuriösen Ausbau sollte man sich Zeit
nehmen, denn sie spiegelt auch mit ihrer modernen Navigations- und
Kommunikationstechnik den letzten Stand hochwertiger Superyachtausrüstung
wider.
Während der Bootsaustellung wird der City-Sporthafen an Hamburgs
beliebtester Flaniermeile am Hafen und ganz in Nähe der traditionellen
Landungsbrücken zur Ausstellungsmarina umgewandelt. Die Hamburger
Bootsausstellung verfügt damit als einzige große Bootsmesse in Deutschland
über einen modernen Hafen mit direktem Zugang zu den Weltmeeren. Das macht
nicht nur den Transport auf eigenem Kiel einfach. Im Wasser sind die Yachten
nun einmal zu Hause und machen dort häufig eine erheblich bessere „Figur“
als auf dem Trockenen. Kein Wunder, dass immer mehr Werften und
Yachtimporteure ihre Schmuckstücke im hanseboot-Hafen ausstellen.
Dort finden Besucher auch die Solaris 72 der italienischen Cantiere Se. Ri.
GI-Werft. Diese 21,70 Meter lange und 5,82 Meter breite Edelyacht nimmt den
Platz zwei in der hanseboot-Statistik der größten Ausstellungsschiffe unter
Segeln ein. Die Yacht gibt es nach Angaben des Schweizer Ausstellers
Solarisyachts-Nord GmbH ab rund 2,7 Millionen Euro.
Auch große Motoryachten wie die mit knapp 24 Metern größte Motoryacht der
diesjährigen hanseboot, die Elegance 76 New Line, oder die Fleming 55 mit
ihren vom Bug bis zum Heck gemessenen 18,50 Metern werden im hanseboot-Hafen
festmachen und stehen nach vorheriger Absprache sogar für Probefahrten auf
der Elbe zur Verfügung. Eine außergewöhnliche Yacht ist auch die 15,5 Meter
lange No Limit aus Holland, deren Name Programm ist. Es ist eine besonders
hochseetüchtige Motoryacht, die für Törns auf stürmischer See konstruiert
wurde. Ganz auf Sicherheit gehen zukünftige Eigner mit der einzigen
unsinkbaren Motoryacht der Welt, der Etap 1100 AC aus Belgien. Sie kann auch
mit einem großen Leck dank Auftriebskörper nicht untergehen. Und wer auf
seinen Motorbootreisen für Landgänge immer ein Auto an Bord haben will, ist
gut mit der nagelneuen 15 Meter langen Nautibus bedient. Die Stahlyacht der
Nautibus GmbH aus Schleswig-Holstein ist nach Werftangaben eine leicht zu
bedienende Explorer-Yacht für lange Reisen. Die Garage befindet sich im
Heck.
Freunde der Traditionssegler und so genannter Windjammer-Reisen können sich
im hanseboot-Hafen auf zwei großen Dreimastschonern mit Informationen aus
erster Hand versorgen. Zum „open-ship“ laden die Kapitäne der 52 Meter
langen „Mare Frisum“ und der 48 Meter langen „Regina Maris“ ein.
In diesem Jahr kommen im hanseboot-Hafen ebenfalls wieder alle auf ihre
Kosten, die vom Leben auf dem Wasser träumen. Die Firma Floating Home wird
ein zweistöckiges schwimmendes Haus mit 312 Quadratmeter Nutzfläche, von der
190 Quadratmeter überdacht sind, an den Schwimmstegen des Hafens festmachen.
Mehr Boot als Haus ist das knapp 25 Meter lange und 6,50 Meter breite
„Fluwoboot“, das auf Wunsch mit einem Antrieb bestückt werden kann und so
schnelle Wohnortwechsel zulässt. Dieses schwimmende Haus kann als Sportboot
zugelassen werden. Wohnboote, die in den Niederlanden und in den USA eine
gleichermaßen beliebte wie gebräuchliche Wohnform sind, finden auch in
Deutschland ein immer größeres Interesse. Viele Kommunen fangen deshalb an,
Plätze für das Wohnen in der ersten Reihe auf dem Wasser einzurichten.
Für die meisten hanseboot-Besucher bleibt das Wohnen auf dem Wasser
allerdings schon aus finanziellen Gründen ein Traum. Den Wassersport mit
einem eigenen Boot zu betreiben, ist dagegen für fast alle erschwinglich,
wie die Bootsaustellung auf dem Hamburger Messegelände deutlich machen wird.
Neben den vielen Luxusyachten gibt es unter den 1.200 ausgestellten Booten
und Yachten Wasserfahrzeuge für jeden Geldbeutel, denn die Preisskala
erstreckt sich von ein paar hundert bis hin zu mehreren Millionen Euro.
Ein kostenloser Bus-Shuttle verbindet das Messegelände (Abfahrt vor Halle
11) mit dem hanseboot-Hafen am Baumwall, hält zusätzlich am Parkhaus
Rödingsmarkt, wo für Messebesucher während der hanseboot zusätzlicher
Parkraum zur Verfügung steht und – in diesem Jahr zum ersten Mal – auch am
Jungfernstieg für all diejenigen, die Hamburgs Einkaufsparadies nicht
widerstehen wollen.
Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-3569 2440,
e-mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de
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