27. Oktober 2006
Kunstforum hanseboot:
Faszination des Meeres im Spiegel der maritimen Kunst
47. Internationale Bootsausstellung Hamburg
Vom 28.Oktober bis 05. November 2006
auf dem Gelände der Hamburger Messe und im hanseboot Hafen
Das Meer fordert die Kunst geradezu heraus. Wohl kaum ein Element wird
künstlerisch so häufig thematisiert wie das Wasser. Mit der
Verkaufsausstellung maritime Kunst präsentiert die 47. Internationale
Bootsaustellung Hamburg eine große Auswahl an Grafiken, Gemälden,
Aquarellen, Modellen und Skulpturen von 30 Marinemalern, Modellbauern und
Galeristen. Diese Verkaufsausstellung findet der Besucher in Halle 10
Obergeschoss, gleich neben der 22. art maritim, die in diesem Jahr unter dem
Thema Schifffahrt und Kunst aus der Türkei steht. Das diesjährige art
maritim-Partnerland zeigt 130 wertvolle Exponate aus Museen und Sammlungen
der Türkei, die durch Exponate aus dem Wissenschaftlichen Institut für
Schiffahrts- und Marinegeschichte, Prof. Peter Tamm ergänzt werden.
Aus der Marinemalerei, als einer Darstellung von Seeschlachten ist mit der
Zeit eine Kunstform geworden, die jede Art von See- und Schiffsdarstellungen
umfasst. Die „Seestücke“ rund um Meer, Schifffahrt und Wassersport, die im
Kunstforum der hanseboot ausgestellt werden, sind nicht nur zu bestaunen,
sondern auch käuflich zu erwerben. Die Besucher können wählen zwischen
Bildern von historischen Segelschiffen, Marinefahrzeugen, Leuchttürmen oder
Wasserlandschaften mit Strand und Wellen.
Uwe Lütgen zählt zu den wohl bekanntesten deutschen Marinemalern. Der
Hamburger hat als gelernter Theatermaler am Deutschen Schauspielhaus
gearbeitet, bevor er sich der maritimen Malerei widmete. Vor allem
klassische Yachten und Regattaszenen sind auf seinen Bildern besonders
dynamisch umgesetzt. Dabei malt Lütgen oft in Öl, aber auch die alten und
schwierigen Techniken, wie beispielsweise Hinterglasmalerei interessieren
den freien Künstler. (Halle 10 OG, Stand 02).
Klaus Schneidewind aus Dönkendorf bei Lübeck bietet Ölbilder an, die
ausschließlich mit den Fingerkuppen gemalt sind. Seine eigenwillige Art zu
malen nennt sich „seismographischer Malstil“ und seine Strandbilder und
Leuchttürme sind mit viel Gefühl entstanden. So lässt der freischaffende
Maler und Bildhauer die Wolken über den Rand seines Bildes quellen oder das
Watt darf sich über die Begrenzung des Hauptbildes ausbreiten. Auf der
hanseboot können die Besucher bei einer Mal-Demonstration die Entstehung
seiner Bilder live miterleben. (Halle 10 OG, Stand 25).
Der Stil von Frauke Klatt ist unverwechselbar. Die bekannte Künstlerin aus
Lübeck-Travemünde hat mit ihren Bildern bereits vor zehn Jahren die
Verbindung von Material und Motiv geprägt. Bekannt wurde Frauke Klatt mit
ihren „Aquarellen auf Segeln“, als sie ihre Bilder direkt auf Reste alter
Segel malte. Aber auch ihre kraftvollen Acrylbilder, die häufig dramatische
Regattaszenen darstellen, sind beeindruckend. Mittlerweile stellt Frauke
Klatt ihre Werke auf der ganzen Welt aus, und der Erfolg bestätigt die
Einzigartigkeit ihrer Bilder. (Halle 10 OG, Stand 01).
Halbmodelle haben seit Jahrhunderten den Schiffbau begleitet. Realistisch
und genau nach Plan baut Jürgen Oltmann seine maritimen Kunstobjekte. Seit
über 20 Jahren baut der Bremer außerdem Vollmodelle von historischen
Schiffen, nagelneuen Yachten oder Designmodellen der Zukunft. Besonderes
Augenmerk legt er auf die Detailtreue und dreht winzige Winschen aus
Aluminium oder verarbeitet feinste Fäden zu zweifarbigem Tauwerk. (Halle 10
OG, Stand 06).
Ihr Debüt auf der hanseboot geben die Designerinnen Margrit Moehlen und
Mechthild von Salmuth aus Hamburg. Sie verarbeiten Segeltücher vom leichten
Spinnakertuch bis zum festen Dacron-Gewebe zu Kunstobjekten. Auf ihren
Bildern scheinen sich die Tücher vor einem in Öl gemalten Gewitterhimmel zu
blähen oder sie ziehen vor einer Stadtansicht in Digitaldruck vorbei. Die
beiden Hobby-Seglerinnen fertigen nur Einzelstücke und realisieren ein- und
zweiteilige Kunstwerke nach Kundenwünschen. (Halle 10 OG, Stand 11).
Nicht nur Künstler aus der deutschen Szene der Marinemaler sind auf der
diesjährigen hanseboot vertreten. Seit zwölf Jahren stellt Andrej Tron von
der freien Galerie St. Petersburg (Russland) bereits auf der Hamburger
Bootsausstellung seine Werke aus. Er zeigt Aquarelle, die sich durch einen
feinen und präzisen Stil auszeichnen. Der russische Künstler wurde bereits
mit dem Ehrentitel „Verdienter Maler Russlands“ ausgezeichnet und neben dem
russischen Präsidenten Wladimir Putin schätzt auch der Herzog von Edinburgh
seine Arbeiten. (Halle 10 OG, Stand 13).
Aus dem polnischen Warschau kommt der Kunstmaler und Restaurator Tadeusz
Molga, der Landschaften und Stillleben zum Hauptthema seiner Malerei gemacht
hat. Der gelernte Kunsthistoriker schätzt die traditionelle Malerei und
spielt mit alten Maltechniken, wenn er Motive vergangener Epochen in eigene
Kompositionen transformiert. (Halle 10 OG, Stand 30).
Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-35692440,
e-mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de
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