30. Oktober 2006
47. Internationale Bootsausstellung Hamburg
bis 5. November auf dem Gelände der Hamburg Messe
und im hanseboot Hafen
H2Yacht – erstes Brennstoffzellenboot auf der hanseboot
Von außen wirkt das Boot eher unscheinbar. Ein typisches Hamburger
Traditionsboot, 6,75 Meter lang, Platz für acht Personen. Doch das Gefährt
hat es wahrhaft in sich: Es wird von einem Brennstoffzellen-System
angetrieben. Die so genannte H2Yacht steht das erste Mal auf der hanseboot
in der neuen Halle A 2 der Hamburg Messe. „Bei der H2Yacht verbinden sich
Tradition und Innovation“, sagt Reinhard Steltzer. Auf seiner Hamburger
Werft AMS Marine Yacht wird das Brennstoffzellen-Boot gebaut, das von Dr.
Ing. Walter Pelka entwickelt wurde. Das Gefährt entspricht dem Bild eines
konventionellen Tuckerboots. Doch bei der H2Yacht tuckert nichts. Höchstens
ein leises Summen lassen die Elektromotoren vernehmen, die von einer
Brennstoffzelle mit Energie versorgt werden. So eignet sich das Boot für den
Einsatz in Gewässern, die nur mit Segelbooten befahren werden dürfen.
Sechs Stahlflaschen in einem kleinen Container speichern an Bord des Bootes
den Wasserstoff-Vorrat, der für den Betrieb der Brennstoffzelle erforderlich
ist. Die 1200-Watt-Brennstoffzelle des deutsch-kanadischen Herstellers
Ballard liefert den Strom für die beiden Elektromotoren, die die H2Yacht
antreiben. Das Boot erreicht eine Geschwindigkeit von maximal fünf Knoten
oder neun Stundenkilometern. Der Wasserstoff-Vorrat erlaubt eine Reichweite
von rund 60 Kilometern.
AMS Marine Yachten, Halle A 2, Stand 002
Rivas goldene Zeiten
Mit gleich drei klassischen italienischen Edelsportbooten der Marke Riva,
kommt der Riva Club Deutschland zur hanseboot und präsentiert die Boote auf
der Themeninsel hanseboot-Classics in der Halle A 2. Die Traumboote aus den
50er und 60er Jahren haben bis heute nichts von ihrer Eleganz und
Vollkommenheit verloren. Gezeigt werden eine acht Meter lange „Riva Tritone“
mit zwei Motoren, eine „Superflorida“, von denen über 1000 Exemplare gebaut
wurden und eine „Aquarama“. Der heutige Wert der Sportboote beträgt zwischen
80.000 für die „Superflorida“ bis zu 200.000 Euro für die „Tritone“. Damals
galten Rivas als Repräsentationsboote für die Reichen und die Schönen. So
gingen beispielsweise Fotos von Brigitte Bardot auf einer Riva um die Welt.
Neben den Booten gibt es Informationen über den Riva Club Deutschland. In
dem Verein haben sich 65-Riva-Eigner zusammengeschlossen.
Riva Club Deutschland, Halle A2, Stand A2.109
Baltic 50 – Regattayacht mit Eignersuite
Die Baunummer eins der 15 Meter langen Yacht wurde für einen amerikanischen
Eigner konzipiert, der neben der Fahrtensegelei an den großen Regatten der
Ostküste teilnehmen wollte. So hatten die finnische Baltic Werft zusammen
mit dem Konstrukteur Bill Tripp von Anfang an ein Regattaschiff geplant, das
leicht und schnell sein sollte. Durch den Einsatz modernster Materialien
auch in der Einrichtung ist es der Werft gelungen, ein Gesamtgewicht zu
erreichen, das nicht über dem Niveau reiner IMS-Regattayachten liegt. Die
Inneneinrichtung der Baunummer eins bietet dennoch viel Komfort. So befindet
sich eine große Eignersuite im Vorschiff. Eine ganze Reihe von
Regattaerfolgen zeigt, dass das Konzept aufgegangen ist.
Die auf der hanseboot gezeigte 50er ist in Kohlefaser/Pre-preg/Epoxy –
Bauweise gefertigt. Die Yacht wurde dadurch noch leichter – nur noch 8,5
Tonnen. In der Inneneinrichtung ist Baltic beim Hightech-System geblieben,
bietet aber jetzt sechs verschiedene Versionen an. Auch beim Tiefgang kann
variiert werden.
Baltic Yachts, Halle 08.EG.11
Jeanneau Sun Odyssey 36i – attraktiver Cruiser aus Frankreich
Die lange Erfahrung der Jeanneau Werft - eine Tochter des französischen
Beneteau-Yachtkonzerns - mit dem Bau von Fahrtenyachten macht sich positiv
bei der 10,69 Meter langen, neuen 36er bemerkbar. Neben guten und
ausgeglichenen Segeleigenschaften präsentiert sich die
Marc-Lombard-Konstruktion durch ihre einfache Bedienung als Familienschiff
zum günstigen Einsteigerpreis. Darüber hinaus stimmen die Details und die
Ausrüstung, die jeden Törn zur entspannten Reise macht. Die knapp sechs
Tonnen verdrängende Yacht mit ihrer Segelfläche am Wind von fast 64
Quadratmetern verspricht dabei eine Rumpfgeschwindigkeit von immerhin 7,6
Knoten. Wer die Zweikabinenversion mit nur einer Doppelkoje im Heckbereich
wählt, verfügt über eine besonders große Nasszelle mit abgetrennter Dusche.
Der Salon ist in beiden Versionen besonders geräumig und bietet mit U-Sofa
und Sitzbank bis zu acht Seglern Platz. Als hanseboot-Premiere präsentiert
sich auch die schnelle, 12,85 Meter lange Jeanneau 42i .
Alpha Yachts, Halle A2.001
Die hanseboot 2006 mit 900 Ausstellern aus 30 Nationen ist noch bis zum 5.
November, täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 20 Uhr, geöffnet. Die
Tageskarte für Erwachsene kostet 12 Euro, 5 Euro für Kinder. Zusätzlich gibt
es eine Familienkarte für zwei Erwachsene mit eigenen Kindern bis 14 Jahre
für 24 Euro. Erwartet werden rund 120.000 Besucher.
Neben dem neuen Parkhaus Messe an der Lagerstraße können Autofahrer die
Parkhäuser CCH und Rödingsmarkt nutzen. Weitere Parkplätze stehen am Eingang
West und neben dem Fernsehturm zur Verfügung, an beiden Wochenenden zudem
die Glacischaussee.
Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-35692440,
e-mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de
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