47. Internationale Bootsausstellung Hamburg - 28.10.-05.11.2006
www.hanseboot.de - Messen 2006
30. Oktober 2006
47. Internationale Bootsausstellung Hamburg bis 5. November auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot Hafen
H2Yacht – erstes Brennstoffzellenboot auf der hanseboot
Von außen wirkt das Boot eher unscheinbar. Ein typisches Hamburger Traditionsboot, 6,75 Meter lang, Platz für acht Personen. Doch das Gefährt hat es wahrhaft in sich: Es wird von einem Brennstoffzellen-System angetrieben. Die so genannte H2Yacht steht das erste Mal auf der hanseboot in der neuen Halle A 2 der Hamburg Messe. „Bei der H2Yacht verbinden sich Tradition und Innovation“, sagt Reinhard Steltzer. Auf seiner Hamburger Werft AMS Marine Yacht wird das Brennstoffzellen-Boot gebaut, das von Dr. Ing. Walter Pelka entwickelt wurde. Das Gefährt entspricht dem Bild eines konventionellen Tuckerboots. Doch bei der H2Yacht tuckert nichts. Höchstens ein leises Summen lassen die Elektromotoren vernehmen, die von einer Brennstoffzelle mit Energie versorgt werden. So eignet sich das Boot für den Einsatz in Gewässern, die nur mit Segelbooten befahren werden dürfen.

Sechs Stahlflaschen in einem kleinen Container speichern an Bord des Bootes den Wasserstoff-Vorrat, der für den Betrieb der Brennstoffzelle erforderlich ist. Die 1200-Watt-Brennstoffzelle des deutsch-kanadischen Herstellers Ballard liefert den Strom für die beiden Elektromotoren, die die H2Yacht antreiben. Das Boot erreicht eine Geschwindigkeit von maximal fünf Knoten oder neun Stundenkilometern. Der Wasserstoff-Vorrat erlaubt eine Reichweite von rund 60 Kilometern.

AMS Marine Yachten, Halle A 2, Stand 002

Rivas goldene Zeiten
Mit gleich drei klassischen italienischen Edelsportbooten der Marke Riva, kommt der Riva Club Deutschland zur hanseboot und präsentiert die Boote auf der Themeninsel hanseboot-Classics in der Halle A 2. Die Traumboote aus den 50er und 60er Jahren haben bis heute nichts von ihrer Eleganz und Vollkommenheit verloren. Gezeigt werden eine acht Meter lange „Riva Tritone“ mit zwei Motoren, eine „Superflorida“, von denen über 1000 Exemplare gebaut wurden und eine „Aquarama“. Der heutige Wert der Sportboote beträgt zwischen 80.000 für die „Superflorida“ bis zu 200.000 Euro für die „Tritone“. Damals galten Rivas als Repräsentationsboote für die Reichen und die Schönen. So gingen beispielsweise Fotos von Brigitte Bardot auf einer Riva um die Welt. Neben den Booten gibt es Informationen über den Riva Club Deutschland. In dem Verein haben sich 65-Riva-Eigner zusammengeschlossen. Riva Club Deutschland, Halle A2, Stand A2.109

Baltic 50 – Regattayacht mit Eignersuite
Die Baunummer eins der 15 Meter langen Yacht wurde für einen amerikanischen Eigner konzipiert, der neben der Fahrtensegelei an den großen Regatten der Ostküste teilnehmen wollte. So hatten die finnische Baltic Werft zusammen mit dem Konstrukteur Bill Tripp von Anfang an ein Regattaschiff geplant, das leicht und schnell sein sollte. Durch den Einsatz modernster Materialien auch in der Einrichtung ist es der Werft gelungen, ein Gesamtgewicht zu erreichen, das nicht über dem Niveau reiner IMS-Regattayachten liegt. Die Inneneinrichtung der Baunummer eins bietet dennoch viel Komfort. So befindet sich eine große Eignersuite im Vorschiff. Eine ganze Reihe von Regattaerfolgen zeigt, dass das Konzept aufgegangen ist. Die auf der hanseboot gezeigte 50er ist in Kohlefaser/Pre-preg/Epoxy – Bauweise gefertigt. Die Yacht wurde dadurch noch leichter – nur noch 8,5 Tonnen. In der Inneneinrichtung ist Baltic beim Hightech-System geblieben, bietet aber jetzt sechs verschiedene Versionen an. Auch beim Tiefgang kann variiert werden. Baltic Yachts, Halle 08.EG.11

Jeanneau Sun Odyssey 36i – attraktiver Cruiser aus Frankreich
Die lange Erfahrung der Jeanneau Werft - eine Tochter des französischen Beneteau-Yachtkonzerns - mit dem Bau von Fahrtenyachten macht sich positiv bei der 10,69 Meter langen, neuen 36er bemerkbar. Neben guten und ausgeglichenen Segeleigenschaften präsentiert sich die Marc-Lombard-Konstruktion durch ihre einfache Bedienung als Familienschiff zum günstigen Einsteigerpreis. Darüber hinaus stimmen die Details und die Ausrüstung, die jeden Törn zur entspannten Reise macht. Die knapp sechs Tonnen verdrängende Yacht mit ihrer Segelfläche am Wind von fast 64 Quadratmetern verspricht dabei eine Rumpfgeschwindigkeit von immerhin 7,6 Knoten. Wer die Zweikabinenversion mit nur einer Doppelkoje im Heckbereich wählt, verfügt über eine besonders große Nasszelle mit abgetrennter Dusche. Der Salon ist in beiden Versionen besonders geräumig und bietet mit U-Sofa und Sitzbank bis zu acht Seglern Platz. Als hanseboot-Premiere präsentiert sich auch die schnelle, 12,85 Meter lange Jeanneau 42i . Alpha Yachts, Halle A2.001

Die hanseboot 2006 mit 900 Ausstellern aus 30 Nationen ist noch bis zum 5. November, täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 20 Uhr, geöffnet. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 12 Euro, 5 Euro für Kinder. Zusätzlich gibt es eine Familienkarte für zwei Erwachsene mit eigenen Kindern bis 14 Jahre für 24 Euro. Erwartet werden rund 120.000 Besucher.
Neben dem neuen Parkhaus Messe an der Lagerstraße können Autofahrer die Parkhäuser CCH und Rödingsmarkt nutzen. Weitere Parkplätze stehen am Eingang West und neben dem Fernsehturm zur Verfügung, an beiden Wochenenden zudem die Glacischaussee.

Red.: Angelika Schennen, Tel.: 040-35692440, e-mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de

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