(hb15) Hamburg, 24. Oktober 2008
Staatsrat Carsten Frigge eröffnete hanseboot 2008
Fünf Olympiasegler Preisträger des hanseboot-Preises 2008
Eröffnungsfeier in der Altonaer Fischauktionshalle
zur 49. Internationalen Bootsausstellung Hamburg
vom 25. Oktober bis 2. November 2008 auf dem Gelände
der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen
Die Altonaer Fischauktionshalle erstrahlte in festlichem Kerzenschein. In
der großen Festhalle im Herzen des Hamburger Fischmarktes traf sich am
Freitagabend die internationale Wassersportbranche zur Eröffnungsfeier der
49. Internationalen Bootsausstellung Hamburg.
Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und
Congress GmbH, begrüßte die rund 300 geladenen Gäste und die Preisträger. Er
versprach neben einem stimmungsvollen Abend auch eine frische hanseboot:
„Die Hamburg Messe hat zur 49. Auflage der Internationalen Bootsausstellung
Hamburg viel Neues zu bieten, ohne auf ihre bekannten Stärken zu
verzichten“, sagte Aufderheide zum Auftakt.
Offiziell eröffnet wurde die Bootsausstellung von Carsten Frigge, Staatsrat
der Behörde für Wirtschaft und Arbeit. „Der Standort Hamburg für die
‚hanseboot’ ist optimal. Zwischen den Meeren Nord- und Ostsee und der nahen
Elbe befindet sich die Hamburger Bootsausstellung dort, wo die Bootseigner
zu Hause sind. Auf kaum einer anderen Bootsausstellung in Deutschland ist
das Publikum so fachkundig wie in Hamburg. Den Ausstellern wünsche ich, dass
sich ihre geschäftlichen Erwartungen auch in einem international schwieriger
gewordenen konjunkturellen Fahrwasser erfüllen mögen“, sagte Frigge in
seiner Eröffnungsrede.
Noch vor der offiziellen Eröffnung wurde die diesjährige Auszeichnung für
den „Verein des Jahres 2008“ an den Motoryachtclub Germersheim e. V.
vergeben. Bereits zum achten Mal haben die hanseboot und der SVG Verlag mit
der Segler-Zeitung damit einen Verein für seine herausragenden Aktivitäten
ausgezeichnet. Der Motoryachtclub Germersheim e. V. hat vor allem durch sein
großes Engagement in den Bereichen Ausbildung und Jugendarbeit auf sich
aufmerksam gemacht und die Jury überzeugt. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis
wurde von Hermann Hell, Verleger und Chefredakteur des SVG-Verlags, und
Winfried Röcker, Präsident des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) an Udo
Rehm, den Vorsitzenden des Motoryachtclub Germersheim e. V. überreicht.
Zum dritten Mal bildete die Eröffnungsfeier der hanseboot auch den Rahmen
für die Verleihung der Plakette „Segeln, Lieben, Bewahren“. Damit zeichnet
der Freundeskreis Klassische Yachten Eigner für die vorbildliche Erhaltung
einer klassischen Yacht aus. Für seine Mühe und seinen Einsatz bei der über
zehn Jahre dauernden Restaurierung der Kreuzeryacht „AR“ aus dem Jahre 1936
dankte der Freundeskreis in diesem Jahr dem Hamburger Filmemacher Tom
Nitsch. Torsten Conradi überreicht als Präsident des Deutschen Boots- und
Schiffbauerverbandes die Plakette.
Mit besonderer Spannung wurde nach dem Hauptgang die Verleihung des
„hanseboot-Preises 2008“ erwartet. In einer stimmungsvollen Laudatio lüftete
Bernd Aufderheide schließlich das am besten bewahrte Geheimnis des Abends.
„Der ‚hanseboot-Preis’ für herausragende Leistungen im Wassersport wird in
diesem Jahr an fünf Segler verliehen, die ihre beruflichen Karrieren hinten
angestellt haben und dafür mit einer olympischen Medaille belohnt wurden“,
so Aufderheide. Ausgezeichnet wurden die Brüder Jan-Peter und Hannes
Peckolt, die in der 49er-Klasse in Qingdao auf den Bronzeplatz segelten, und
das Sonar-Team um Steuermann Jens Kroker. Gemeinsam mit Robert Prem und
Siegmund Mainka hatte er im September bei den Paralympics die Goldmedaille
gewonnen. Erstmals wurde der „hanseboot-Preis“ damit zweifach verliehen.
Die letzte Wettfahrt der Olympischen Spiele in China verlief für Jan und
Hannes Peckolt nicht nur stürmisch, sondern auch noch einmal ganz knapp.
Aber schließlich zahlten sich die gute Vorbereitung und der mühevolle,
entbehrungsreiche Trainingsweg für die 49er-Segler aus und brachte mit zwei
Bronzemedaillen den seit acht Jahren ersehnten Erfolg für den Deutschen
Segelsport. Es sollte die erste und auch die letzte Olympiade für die Brüder
sein, denn nach dem Hochleistungssport wollen sie sich nun ganz dem Studium
und ihren beruflichen Zielen widmen. Seglerisch im Yacht-Club Langenargen am
Bodensee groß geworden, leben, studieren und segeln Jan und Hannes Peckolt
mittlerweile in Hamburg und Kiel.
Auch bei den Paralympics kam es im Sonar zu einem Herzschlagfinale. Jens
Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka segelten im dramatischen letzten
Lauf in den siebten Himmel der Paralympics und gewannen Gold. Mit seinem
Team hat der Münsteraner Jens Kroker, der für den Yacht-Club Berlin-Grünau
startet, die erste deutsche Medaille in der Disziplin Sonar gewonnen. Der
Erfolg ist umso höher einzuschätzen, da kurz vor den Spielen noch eine
Crewposition umbesetzt werden musste.
Alle Preisträger des Abends wurden begeistert und mit musikalischer
Untermalung der Combo „Sweet Soft & Lazy“ gefeiert. Die stimmungsvoll
arrangierte Beleuchtung tauchte die 1894 gebaute Altonaer Fischauktionshalle
dabei in eine ganz besondere Atmosphäre.
Auf der hanseboot 2008 präsentieren rund 800 Aussteller aus 30 Nationen mehr
als 1.200 Boote und Yachten vom 25. Oktober bis zum 2. November. Zahlreiche
Premieren vom Einsteigerboot bis zur edlen Hochseeyacht sowie internationale
Neuentwicklungen bei Ausrüstung und Zubehör werden vorgestellt. Weitere
große Segel- und Motoryachten machen im hanseboot-Hafen am Baumwall fest,
der per Shuttle-Bus vom Messegelände aus erreichbar ist. Die hanseboot 2008
ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 19 Uhr, auf dem Gelände der
Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen geöffnet. Aus der Tageskarte wird 2008
die so genannte Comeback-Karte für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro). Die Karte
berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen anderen Tag. Im
Vergleich zum Vorjahr erwartet die Besucher damit mehr hanseboot-Erlebnis
bei stabilen Eintrittspreisen. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de
Red.: Saskia Ostermeier, Tel.: 040 3569 2445, Fax: 040 3569 2449; E-Mail:
saskia.ostermeier@hamburg-messe.de
Pressetexte und -fotos zum Download unter
www.hanseboot.de
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