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Pressemitteilung der Knierim Yachtbau GmbH
19. Januar 2011
Gleich zwei Neubauten bei Knierim
Elliott 57 Sport und 50’ Performance Cruiser / Infostand auf der boot 2011
KIEL/DÜSSELDORF. Die Kieler KNIERIM-Werft hat noch vor Jahresfrist gleich
zwei Neubauten in Arbeit genommen. Am Nord-Ostsee-Kanal entstehen eine 17,40
Meter lange Elliott 57 Sport sowie ein 50 Fuß Performance Cruiser (15,33
Meter lang). Beide Yachten sind individuell auf die Wünsche ihrer
norddeutschen Eigner hin konzipiert worden und sollen noch in diesem Sommer
auf der Ostsee und im Mittelmeer in Fahrt kommen. Damit trotzt das
Traditionsunternehmen von 1965 den nach der Wirtschafts- und Finanzkrise
anhaltend schwierigen Zeiten der Bootsbaubranche und präsentiert sich vom
22. bis zum 30. Januar gestärkt auf der 42. Internationalen
Wassersportausstellung boot 2011 in Düsseldorf. KNIERIM ist dort in Halle 7a
auf dem Stand Nummer F02 bei der Arbeitsgruppe Deutsche Yachten des
Deutschen Boots- und Schiffbauerverbands (DBSV) zu finden.
Qualitativ hochwertiger Bootsbau ist und bleibt die wichtigste Säule, die
der KNIERIM-Werft auch diese beiden soliden Großaufträge beschert hat. „Die
Kunden schätzen und teilen unseren Anspruch und honorieren individuelle
Neubauten, die ganz nach ihren Wünschen entstehen“, erklärt Geschäftsführer
Steffen Müller das Erfolgskonzept des Unternehmens, das sowohl durch den
Geschäftszweig Tooling (industrieller Formenbau) als auch durch
Reparaturarbeiten und Winterlagerservice auch in den vergangenen,
konjunkturell schwächeren Jahren nicht über Arbeitsmangel klagen musste.
Seit 2000 wurden mehr als ein Dutzend exzellenter Hochseeyachten von KNIERIM
gebaut, darunter der erste deutsche America’s Cupper „Germany I“ in 2006 und
voriges Jahr der größte Solarkatamaran der Welt, die 31 Meter lange und 15
Meter breite TÛRANOR PlanetSolar“, die nur mit Sonnenenergie die Welt
umrunden will und Mitte Januar durch den Panama-Kanal in den Pazifik
eingefahren ist.
In einer der beiden gigantischen, mehr als 30 Meter langen Fünf-Achs-Fräsen
der KNIERIM Tooling begann auch das Leben der beiden jüngsten Boote aus dem
renommierten Hause. Nach einer Zeichnung des Konstrukteurs Greg Elliott
wurde eine Positivform der schnellen Regattayacht Elliott 57 Sport
zehntelmillimetergenau gefräst. Bei einer Breite von 4,40 Meter wird das
Schiff aus Kohlefaser-Sandwich-Laminat segelfertig etwa zehn Tonnen
verdrängen. Das verspricht bei rund 190 Quadratmetern Segelfläche am Wind
ein hohes Leistungspotential.
Die Effizienz des Ballasts wird durch einen Schwenkkiel optimiert, dass
heißt die 3,50 Meter tief reichende Bleibombe kann über eine Aufhängung an
der Edelstahlfinne nach luv getrimmt werden, um das aufrichtende Moment zu
erhöhen. Zusätzlich erhält die Yacht noch ein zentrales Hydraulikschwert aus
Karbon unmittelbar vor dem Kiel. Das Spatenruder mit Kohlefaserstock wird
über ein Seilsystem mit zwei Steuerrädern bedient. Mast und Großbaum sind
ebenso aus Karbon wie der ausfahrbare Bugsprit.
Gleichwohl soll die Elliott 57 Sport auch von einer kleinen Crew gesegelt
werden können. Deshalb gibt es eine zentrale Hydraulik für Winschen,
Achterstag, Baumniederholer, Babystag, Schwert, Traveller und Großschot.
Bug- und Heckstrahlruder helfen beim sicheren Ab- und Anlegen. Selbst beim
mechanisch ausfahrbaren Ankerarm mit Ankerwinde wird jedoch an Gewicht
gespart: Er ist ebenfalls aus leichter Kohlefaser.
Nicht minder hochwertig ist das Konzept des neuen 50-Füßers als schnelle
Hochseefahrtenyacht. Die modernsten Linien aus dem Konstruktionsbüro
judel/vrolijk erinnern an die Rumpfform einer TP 52. Der Performance Cruiser
kommt auf eine Wasserlinienlänge von exakt 15 Meter, wird 4,28 Meter breit
und hat einen konventionellen Tiefgang von 3,50 Meter. 4,5 der zirka 10,5
Tonnen Gesamtgewicht hängen als Ballast im Kiel.
Das Karbonrigg wird drei Salingspaare tragen. Großschot, Baumniederholer,
Achterstagspanner und Kutterstag sind per Hydraulik zu bedienen, genau wie
das Bugstrahlruder und die Winschen hydraulisch angetrieben werden. Die
Radsteuerung erfolgt von zwei Steuerständen aus auf das Ruderblatt mit
Karbonschaft. Der individuelle Innenausbau ist komfortabel. Zwei
Doppelkabinen haben je eine eigene Nasszelle. Eine vollwertige Gästekabine
und ein bequemer Salon laden zum Touren ein. Dazu gehören auch eine Pantry,
die kaum Wünsche offen lässt, sowie eine großzügige Navigationsecke.
„Diese Neubauten lasten unser Bootsbauteam bis auf weiteres voll aus“, freut
sich Werftchef Gunnar Knierim, der die Firma in zweiter Generation führt und
vor allem für den technischen Teil verantwortlich ist. „Von allen Eignern
unsere Yachten bekommen wir jeden Jahr ein positives Feedback“, so Knierim,
„und viele kommen sowohl ins Winterlager als auch für etwaige Um- oder
Ausbauten gerne zu uns zurück.“ Dies sei der beste Dank und Beweis für den
richtigen Kurs von KNIERIM.
Das Unternehmen Knierim
Knierim ist ein norddeutsches Traditionsunternehmen mit Sitz am
Nord-Ostsee-Kanal in Kiel. Die Werft baut individuelle Hightech-Yachten
unter Motor und Segel in modernster Kompositbauweise, vom edlen
Fahrtenschiff bis zum 30-Meter-Racer immer State of the Art. Höchste
Belastbarkeit bei geringem Gewicht, millimetergenaue Designtreue und ein
außergewöhnliches Finish sind die Markenzeichen. Das gilt genauso für den
Formenbau mit bis zu 34 x 8,5 x 4 Meter großen Fünf-Achs-Fräsen zum Bespiel
von Windrotorblättern, für die Luft- und Schifffahrt sowie von großen
Industrieteilen. Weitere Standbeine sind Bootsreparaturen und -umbauten
sowie Komplettservice im Winterlager.
Detaillierte Informationen unter www.knierim-yachtbau.de und
www.knierim-tooling.de.
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