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24.01.2016
NEWS von dahm international und beiderbeck designs
24. Januar 2016
Eine Segelyacht zum Verlieben
Modell der DAHM 120 zum Start der boot in Düsseldorf enthüllt
Selten zuvor erregte ein Yachtmodell so viel Aufsehen, wie die Enthüllung der DAHM 120. ‚Expect the unexpected‘ – so hatten das exklusive Brokerhaus dahm international und die Konstrukteure von beiderbeck designs aus Bremen-Vegesack – beide aus der Arbeitsgruppe DEUTSCHE YACHTEN – das gemeinsame Projekt ihrer 36,60 Meter langen, schnellen Fahrtensegelyacht angekündigt. Als der Vorhang zum Start der 47. Internationalen Bootsausstellung in Düsseldorf fiel, staunte das fachkundige Auge nicht schlecht. Denn die originalgetreue Superyacht im Maßstab 1:25 ist mit smarten Detaillösungen und lässigem Luxus nur so gespickt. Bis kommenden Sonntag (31. Januar) sind die funktionellen Features täglich von 10 bis 18 Uhr am Stand G02 in Halle 7a zu bewundern.
Der „Besuch“ an Bord der DAHM 120 beginnt auf der ausgeklappten Heckplattform (von Opacmare), die in Ankerbuchten als Beachclub mit eigener Dusche und Tagestoilette genutzt wird. Der Eigner und seine Partnerin empfangen bis zu acht Törngäste auf dem vier Stufen höher gelegenen Hauptdeck. Rechter Hand werden aus der Minibar im Heckaufbau die Cocktails gereicht, links brutzeln die Scampi auf der Grillstation. Die Bezeichnung Essecke würde den voll überdachten äußeren Diningbereich im hinteren Schiffsviertel eher beleidigen, so großzügig ist das beidseitig durch einen verlängerten Aufbau geschützte Deck gehalten.
Während die bis zu sechsköpfige Crew von hier aus einen eigenen Eingang zu ihren Kabinen nutzt, führt eine große Glasschiebetür in den Salon. Spätestens dort werden die Dimensionen und Möglichkeiten der neun Meter breiten Yacht überdeutlich. Zwei gegenüberstehende Sofas mit einer Zweiercouch vorne vor Kopf bieten der Zehnergruppe einen begeisternden Klön- oder Konferenzcharakter. Die beispielhaft cremefarbenen Polster wirken ausgesprochen behaglich. Das hochwertige Interieur kann natürlich frei nach Gusto individualisiert werden. Komplett verglaste, kaum unterbrochene Fensterfronten gewähren rundum eine freie Sicht aufs Meer. Ein großer Decksausschnitt an der Treppe wirkt gleichermaßen wie ein Lichthof für den unteren Salon.
Immer noch stufenlos auf gleicher Ebene führt der Weg weiter nach vorn wiederum durch eine Schiebetür ins Segelcockpit. Alle Bedienelemente bis auf die Code-zero-Winschen laufen hier zusammen, sind aber ohne jegliche Stolperfallen komplett verdeckt. Aus beiden Steuerständen gut vier Meter hinterm Mast lässt sich die DAHM 120 quasi per Knopfdruck mehr oder weniger allein segeln. Immer noch 20,75 Meter bis zur Bugspitze geben dem Steuermann das sichere Gefühl, lediglich eine 70-Fuß-Yacht zu lenken.
Der Kontrollblick nach dem Großsegeltrimm kann durchs geöffnete Biminidach erfolgen. Am 45 Meter hohen Karbonmast trägt der Luxuscruiser 680 Quadratmeter Segelfläche am Wind, denen 4,20 Meter Tiefgang entgegenstehen. Das genügt für 130 Tonnen Leergewicht hohen sportlichen Ansprüchen, die ein 1.000-m²-Code0 am festen Stag unterstreicht. Das Rigg mit selbstwendender Rollgenua und im Kohlefaser-Furling-Baum einzurollendem Groß ist vielfach erprobt. Bei der gesamten Konzeption wurde großen Wert auf eine einfache Handhabung und Wartungsfreundlichkeit gelegt.
Das gilt genauso für den Technikraum unter Deck, der von der Heckplattform einen zusätzlichen, direkten Zugang für Monteure oder die Crew hat, sowie den Maschinenraum davor, deren wichtigste Funktionen in einem separaten Kontrollraum zusammenlaufen. Generatoren (2x 40 kW), Konverter, Klimaanlage, Wasseraufbereitung, Kompressoren und nicht zuletzt die ca. 300 kW starke Antriebsmaschine werden dort auch während des Betriebs schallgeschützt überwacht.
Doch zunächst weiter an Deck, wo es vor und neben den Steuerständen weitere, zweigeteilte Sitzgruppen gibt, unterwegs unter Segeln bei Lage nach Lee oder Luv wählbar ausgerichtet. Die Fensterscheiben nach vorne raus sind abnehmbar, je nachdem wie hautnah das Feeling von Wind und Wetter rüber- oder reinkommen soll. Nach achtern kann das Cockpit vom Salon abgetrennt werden, wenn die Crew das Boot führt und der Eigner mit oder ohne seine Gäste für sich bleiben will. Höchste Diskretion zielt auf eine rein private oder auch eine kommerzielle Nutzung ab.
Der strikten Trennung aller Bereiche wurde vielfach Rechnung getragen. Das beginnt mit zwei 3,40-Meter-Dingis statt einem großen, was zum Beispiel Besorgungsfahrten der Crew unabhängig von Landausflügen der VIPs möglich macht. Zudem ist die Handhabung viel leichter als bei größeren, schwereren Beibooten. Die Tender werden übrigens auf dem Vordeck in eingelassenen Mulden verstaut und mit Persenningen abgedeckt.
Zurück unter Deck wohnt die Crew im hinteren Bereich mit einer eigenen Messe gegenüber dem Maschinenkontrollraum, neben dem die bordeigene Wäscherei mit Trockner untergebracht ist. Die drei Doppelkabinen, zwei steuerbord mit Dusche und WC getrennt, und eine backbord für den Captain mit Doppelkoje und eigener Nasszelle, sind nicht eben knapp bemessen. Davor liegt die Galley, State of the Art mit Induktionskochfeld, Dampfgarer und Softeismaschine für gehobenen Gourmet-Küchenzauber. Ein Speiseaufzug bringt die Gerichte direkt in den Salon darüber.
Apropos Aufzug, optional kann mittschiffs ein Personenfahrstuhl eingebaut werden, der die DAHM 120 sogar rollstuhlgerecht macht. In dem Fall ist auch ein ebenerdiger Zugang zu einer der beiden VIP-Kabinen denkbar. Alle vier haben jeweils eigene Bäder, wobei die Duschkabinen mit 1,10 x 0,80 Meter für eine 120-Fuß-Yacht außergewöhnlich großzügig sind. Die weiteren Zweibett-Gästekabinen liegen zwei Stufen abwärts, getrennt durch einen Mittelgang ins Reich des Eigners.
Der verfügt über ein per WLAN, G4-Mobilfunk und Satellitenkommunikation vollvernetztes Büro, das von der Suite im Vorschiff abgetrennt ist. Das Kingsize-Doppelbett steht mittig direkt unter einer getönten Lichtluke. Sitzmöbel, ausfahrbarer Flachbildschirm und Schminktisch genügen einem Fünf-Sterne-Hotel. Das nochmals vorgelagerte Eignerbad mit 1,35 Meter breiter Dusche ist das individuelle Tüpfelchen auf dem i.
Der vielleicht spektakulärste Raum der DAHM 120, eher bekannt von Motoryachten ab 50 Meter Länge und daher völlig unerwartet, liegt jedoch steuerbord gegenüber dem lichtdurchfluteten, inneren Speisesalon. Es ist ein Kino mit einem konkaven 65-Zoll-Bildschirm, auf dem nicht nur alle denkbaren Videoformate abgespielt werden können, sondern an den auch die gängigsten Spielekonsolen angeschlossen sind. Die entsprechende Audio-HiFi-Anlage versteht sich dazu fast schon von selbst. Ebenfalls im Halbrund davor können es sich die Kinobesucher auf einer tiefen Liegewiese bequem machen.
Realisiert werden soll die Semi-Custom-Megayacht als Kohlefaser-Sandwich-Konstruktion von der Ned Ship Group, dank eines neuen Setups mit Vertragspartner, Endfertigung und Ausrüstung in Europa. Design und Styling sowie Naval Architecture und Interior Design kommen von beiderbeck designs. Projektmanagement und die Bauaufsicht übernimmt dahm international. Für das stark wachsende Brokerhaus wird es der erste Neubau unter eigener Führung.
Weitere Informationen:
beiderbeck designs GmbHTim Ulrich/Immo LüdelingZum Alten Speicher 928759 Bremen
T: +49 (0)421 / 662-353F: +49 (0)421 / 662-425mail@beiderbeckdesigns.de
beiderbeckdesigns.dedahm international Spain S. L.
Christian Hausser
Muelle Pelaires s/n, Club de Mar
07015 Palma de Mallorca
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