Der deutsche Heiko Kröger belegt nach drei Rennen

Kieler Woche 22.06.2017

22.06.2017

Heiko Kröger auf dem Bronzeplatz
Der zweite Tag der Para World Sailing Championships begann für die Segler mit Warten. Eine Gewitterfront und teilweise starker Wind verhinderten am Vormittag die Starts. Die Athleten der Bootsklasse Hansa 303 warteten bis zum Nachmittag auf ihren Start und kehrten nach Abbruch der Rennen unverrichteter Dinge wieder in den Hafen zurück. In der Klasse 2.4 mR wurde ein Rennen ausgetragen.

2.4 mR

Der deutsche Heiko Kröger belegt nach drei Rennen bei den 2.4mR den dritten Platz. Foto: Kieler Woche / okPress
„Wir wollen segeln und wenn es nur ein wenig zum Üben im Hafenbecken ist“, waren sich die Hansa 303-Segler einig. Startbereit saßen sie etliche Stunden neben ihren Booten und hofften, auch an Tag zwei Wettfahrten austragen zu können. Zwei Rennen sind für jeden Wettkampftag der Weltmeisterschaft der Segler mit Behinderungen angesetzt. Als es für die Hansa-Segler endlich aufs Wasser ging, war auch der Designer der Bootsklasse Chris Mitchell mit von der Partie und half beim Einstellen der Boote, die für viele der Teilnehmer noch recht ungewohnt in der Handhabung sind.

Für die Segler der Klassen Hansa 303 M und Hansa 303 W blieb es allerdings beim Segeln zu Übungszwecken. Die Rennen wurden aufgrund von Flaute abgebrochen. Da eine Gewitterfront für die Abendstunden vorhergesagt war, fiel die Entscheidung, die Segler zurück an Land zu holen, laut Organisationsleiter Dirk Ramhorst relativ schnell.

In der Klasse 2.4 mR wurde eine Wettfahrt von zwei geplanten ausgetragen. Danach ergab sich eine neue Verteilung auf den Plätzen eins bis drei. Der Tscheche Daniel Bina, der nach den Auftaktrennen am ersten Tag der Weltmeisterschaft das Feld anführte, fiel auf Platz zwei zurück. An die Spitze setzte sich der Franzose Damien Senguin, der zuvor auf dem dritten Platz lag. Der deutsche Heiko Kröger belegt nach drei Rennen den dritten Platz.

Ergebnisse Para World Sailing Championships Tag 2

2.4mR (Para Worlds): (3) 1. Damien Seguin (FRA,(7)1/2) Punkte 3; 2. Daniel Bina (CZE,1/3(13)) 4; 3. Heiko Kröger (Ammersbek,(4)2/4) 6; 4. Matthew Bugg (AUS,5(22)3) 8; 5. Bruno Jourdren (FRA,2/7(16)) 9; 6. Bjørnar Erikstad (NOR,9(11)1) 10;

Hansa 303 M: (2) 1. Christopher Symonds (AUS,1/1) Punkte 2; 2. Piotr Cichocki (POL,2/2) 4; 3. Jens Kroker (Hamburg,7/3) 10; 4. Aaron Yong Quan Per (SIN,5/6) 11; 5. Sergio Roig Alzamora (ESP,9/5) 14; 6. Jingkun Xu (CHN,3/12) 15;

Hansa 303 W: (2) 1. Magali Moraines (FRA,1/3) Punkt 4; 2. Violeta Del Reino Diez Del Valle (ESP,2/2) 4; 3. Qian Yin Yap (SIN,7/1) 8; 4. Jana Mestre (ESP,5/4) 9; 5. Ana Paula Gonçalves Marques (BRA,3/7) 10; 6. Miray Ulas (TUR,4/8) 12;

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

 

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

KielerWoche 21.06.2017

21.06.2017

Superstars des Segelsports in Lauerstellung
Athletische Voraussetzungen können von Bootsklasse zu Bootsklasse variieren, auch die grundlegenden Strategien bei Jollen, Skiffs und Katamaranen sind unterschiedlich. Das Verständnis für Winddreher- und böen sowie für Welle und Strömung ist aber in jedem Fall der Schlüssel zum Erfolg.

Das zeigte sich beim ersten Auftritt von Segel-Legende Robert Scheidt (Brasilien) zum Auftakt der zweiten Kieler-Woche-Hälfte. In seiner inzwischen dritten olympischen Disziplin, dem 49er, legte der fünfmalige Olympiamedaillen-Gewinner bei schwierigen Bedingungen gleich mal mit einem Tagessieg los. Insgesamt rangiert er nach drei Rennen auf Rang zwei. Auch die 470er-Superstars Mathew Belcher/Will Ryan (Australien) müssen in ihrer Klasse vorerst mit der Verfolgerrolle vorlieb nehmen. Für die beiden deutschen Führungen in den acht vor Kiel vertretenen Olympia-Disziplinen sorgen Frederike Loewe/Anna Markfort im 470er und Victoria Jurczok/Anika Lorenz im 49erFX.

49er
„Der gute Start war der Schlüssel“, sagte Robert Scheidt nach seinem Auftaktsieg. Gemeinsam mit seinem Vorschoter Gabriel Borges startete er perfekt in die Regatta, erwischte die Dreher auf der Startkreuz ideal und konterte die Gegner auf der zweiten Kreuz aus, nachdem er unter Gennaker kurzzeitig überlaufen worden war. „Wir hatten eine gute zweite Runde bei sehr schwierig zu segelnden Bedingungen“, so Scheidt nach dem Tagessieg. In dem Stil ging es zwar nicht ganz weiter, aber mit weiteren Platzierungen in den Top-Rängen muss er sich aktuell nur hinter den Neuseeländern Josh Porebski/Trent Rippey einreihen. Sehr gut gelang auch den deutschen Bronze-Medaillen-Gewinnern von 2016, Erik Heil und Thomas Plößel, die Rückkehr auf ihr Heimrevier. Nach verhaltenem Auftaktrennen arbeiteten sie sich auf Rang drei vor.

49er FX
Victoria Jurczok/Anika Lorenz konnten mit dem ersten Startschuss ihrer Klasse zur Kieler Woche zwar nicht an die Top-Ergebnisse der vergangenen Monate anknüpfen. Doch nach dem Patzer zum Auftakt (Platz 26) fanden sie in die Spur und ließen zwei Tagessiege zur aktuellen Führung im Feld der Skiff-Frauen folgen. Die starken Niederländerinnen Annemiek Bekkering/Marieke Jongens sind die stärksten Verfolgerinnen noch vor den Olympia-Zweiten Alexandra Maloney/Molly Meech (Neuseeland).
470er Frauen
Die deutsche Nationalmannschaft muss sich in dieser Olympia-Periode auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, da durch den Wegfall des Sailing Team Germany Sponsorengelder fehlen. Frederike Loewe/Anna Markfort (Greifswald) sind daher finanziell zwar weniger gut ausgestattet und auf Sponsorensuche, sportlich ist ihnen der Einstieg in ihre erste Saison im Senioren-Bereich aber gut gelungen. Nach guten Ergebnissen zum Saisonauftakt haben sie sich zur Kieler Woche vorerst an die Spitze des 470er-Frauen-Feldes geschoben. „Wir haben eine Trainingsgemeinschaft mit zwei Männer- und zwei Frauenmannschaften und einem gemeinsamen Bundestrainer. Das klappt sehr gut“, so Anna Markfort. „Seit der EM trainieren wir zu Hause, planen nach der Kieler Woche die Teilnahmen an der WM in Thessaloniki und dem Worlds-Testevent in Aarhus“, so Frederike Loewe. Ein Platz in den Top-20 ist dann das erklärte Ziel. Hinter den aktuell vor Kiel auf Platz zwei liegenden Australierinnen Carrie Smith/Jaime Ryan liegen die deutschen Team-Kolleginnen Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Buchloe) auf Rang drei.
470er Männer
Zweimal Rang zwei reicht für Mathew Belcher/Will Ryan (Australien) noch nicht, um die Spitzenposition bei den 470er-Männern zu übernehmen. Die Österreicher David Bagehr/Lukas Mähr nahmen ihnen die Tabellenführung durch den Sieg im zweiten Rennen ab. Nach dem Gewinn der Silbermedaille von den Olympischen Spielen 2016 haben Belcher/Ryan noch eine Rechnung offen. Ihr Erfolgstrainer Victor Kovalenko kündigte bereits den Angriff auf die Goldmedaille für die Spiele in Tokio an. Für die deutschen Crews wird es erst einmal darum gehen, den Kontakt zur Weltspitze herzustellen. Das ist Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Deggenhausertal) mit Platz drei nach den ersten beiden Rennen zur Kieler Woche vorerst gelungen.
Finn
Die Kieler Woche ist eines der Erfolgsevents des Esten Deniss Karpak. Bereits 2014 und 2015 gewann er die Kieler Woche, und auch jetzt setzte er sich nach Tag eins an die Spitze des Finn-Feldes. Es folgen der Kroate Nenad Bugarin und der Pole Sebastian Kalafarski.
Laser Standard
Wie bei den Finns müssen sich auch die deutschen Laser-Segler nach Tag eins deutlich jenseits der Top-Ten einrichten. Ein italienisches Duo mit Marco Benini und Francesco Marrai hat hier die Führung vor Enrique Arathoon (El Salvadore) übernommen.
Laser Radial
Besser sieht es bei den Laser Frauen für das deutsche Team aus. Ex-Europameisterin Svenja Weger (Kiel) lauert auf Position zwei hinter Vasileia Karachaliou (Griechenland) und vor der US-Amerikanerin Erika Reineke.
Nacra17
Mit einem Sieg und zwei dritten Plätzen gelang dem Flensburger Team Jan Hauke Erichsen/Ann Kristin Wedemeyer ein guter Einstieg, allerdings mit einem Wermutstropfen. „Im zweiten Rennen lagen wir auch vorn, aber dann sind uns bei den drehenden Winden noch zwei Teams durchgerutscht. Aber insgesamt war es okay“, so Erichsen. Das Nacra-Feld ist angesichts der Umstellung der Klasse auf eine Foiling-Version in den kommenden Wochen noch nicht in stärkster Leistungsdichte am Start. Aber einige gerade bei leichten Winden starke Teams sind schon dabei, so dass der aktuell zweite Platz im Ranking hinter dem Rio-Dritten Thomas Zajac und Barbara Matz (Österreich) den Erwartungen entspricht. Auf Rang drei folgen die Belgier Kevin Bonnevie/Isaura Maenhaut.

Ergebnisliste Kieler Woche Teil 2 Tag 1

2.4mR (Para Worlds): (2) 1. Daniel Bina (CZE,1/3) Punkte 4; 2. Heiko Kröger (Ammersbek,4/2) 6; 3. Damien Seguin (FRA,7/1) 8; 4. Bruno Jourdren (FRA,2/7) 9; 5. Dmitrii Khonich (RUS,8/4) 12; 6. Neil Patterson (AUS,6/12) 18;

49er: (3) 1. Josh Porebski / Trent Rippey (NZL,(4)1/1) Punkte 2; 2. Robert Scheidt / Gabriel Borges (BRA,1/2(7)) 3; 3. Erik Heil / Thomas Ploessel (Kiel,(15)1/3) 4; 4. David Gilmour / Joel Turner (AUS,1(4)3) 4; 5. Łukasz Przybytek / Paweł Kołodziński (POL,5(7)2) 7; 6. Dominik Buksak / Szymon Wierzbicki (POL,(10)2/5) 7;

49er FX: (3) 1. Victoria Jurczok / Anika Lorenz (Kiel,(26)1/1) Punkte 2; 2. Annemiek Bekkering / Marieke Jongens (NED,1/3(6)) 4; 3. Alexandra Maloney / Molly Meech (NZL,4/1(17)) 5; 4. Tina Lutz / Susann Beucke (Prien,1/5(16)) 6; 5. Chika Hatae / Hiroka Itakura (JPN,(13)4/3) 7; 6. Azs Uwm Olsztynie / Nadia Zielinska (POL,3(6)4) 7;

Nacra 17: (3) 1. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT,(4)1/1) Punkte 2; 2. Jan Hauke Erichsen / Ann Kristin Wedemeyer (Flensburg,1(3)3) 4; 3. Kevin Bonnevie / Isaura Maenhaut (BEL,2/2(4)) 4; 4. Maksim Semenov / Alina Shchetinkina (RUS,3(6)2) 5; 5. Shibuki Iitsuka (JPN,(6)4/6) 10; 6. Alica Stuhlemmer / Tom Heinrich (Kiel,5(7)5) 10;

Finn: (2) 1. Deniss Karpak (EST,3/1) Punkte 4; 2. Nenad Bugarin (CRO,2/2) 4; 3. Sebastian Kalafarski (POL,7/3) 10; 4. Milan Vujasinovic (CRO,9/4) 13; 5. Arkadiy Kistanov (RUS,6/8) 14; 6. Anders Pedersen (NOR,10/6) 16;

470 M: (2) 1. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT,3/1) Punkte 4; 2. Mathew Belcher / Will Ryan (AUS,2/2) 4; 3. Simon Diesch / Philipp Autenrieth (Deggenhausertal,7/4) 11; 4. Sho Kaminoki / Taisei Hikida (JPN,4/8) 12; 5. Daichi Takayama / Kimihiko Imamura (JPN,5/9) 14; 6. Maciej Sapiejka / Adam Krefft (POL,8/7) 15;

470 W: (2) 1. Frederike Loewe / Anna Markfort (Greifswald,2/1) Punkte 3; 2. Carrie Smith / Jaime Ryan (AUS,1/5) 6; 3. Nadine Böhm / Ann- Christin Goliaß (Buchloe,4/2) 6; 4. Theres Dahnke / Birte Winkel (Plau am See,7/3) 10; 5. Agnieszka Skrzypulec / Irmina Mrózek Gliszczynska (POL,3/8) 11; 6. Luise Wanser / Helena Wanser (Hamburg,5/7) 12;

Laser Standard: (2) 1. Marco Benini (ITA,1/3) Punkte 4; 2. Francesco Marrai (ITA,2/4) 6; 3. Enrique Arathoon (ESA,1/8) 9; 4. Sergei Komissarov (RUS,2/7) 9; 5. Valeriy Kudryashov (UKR,5/4) 9; 6. Karl-Martin Rammo (EST,8/2) 10;

Laser Radial: (2) 1. Vasileia Karachaliou (GRE,1/1) Punkte 2; 2. Svenja Weger (Potsdam,5/1) 6; 3. Erika Reineke (USA,3/3) 6; 4. Carolina Albano (ITA,3/4) 7; 5. Anna Pohlak (EST,2/6) 8; 6. Silvia Zennaro (ITA,1/8) 9;

Hansa 303 M: (2) 1. Christopher Symonds (AUS,1/1) Punkte 2; 2. Piotr Cichocki (POL,2/2) 4; 3. Jens Kroker (Hamburg,7/3) 10; 4. Aaron Yong Quan Per (SIN,5/6) 11; 5. Sergio Roig Alzamora (ESP,9/5) 14; 6. Jingkun Xu (CHN,3/12) 15;

Hansa 303 W: (2) 1. Magali Moraines (FRA,1/3) Punkt 4; 2. Violeta Del Reino Diez Del Valle (ESP,2/2) 4; 3. Qian Yin Yap (SIN,7/1) 8; 4. Jana Mestre (ESP,5/4) 9; 5. Ana Paula Gonçalves Marques (BRA,3/7) 10; 6. Miray Ulas (TUR,4/8) 12;

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

Michael Berghorn mischte das Feld der ORC A auf

Kieler Woche 21.06.2017

21.06.2017

Neues Projekt sorgt für Seebahn-Überraschung
Die Mittelstrecke und die Up-and-Down-Wettfahrten auf der Seebahn sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Das musste die Crew der „Tutima“ feststellen. Nach dem Sieg auf der Mittelstrecke bei den großen Yachten musste sie sich nun auf den Kurzwettfahrten des Kiel-Cups mit Rang vier begnügen.

Dafür gab es einen neuen Namen an der Spitze des Feldes der ORC-A-Klasse. Michael Berghorn (Kiel) führte seine „Halbtrocken 4.0“ auf Platz eins. Dass ihm beide Paar Schuhe passen, bewies Kai Mares. Er landete in der Gruppe B mit der „Immac Fram“ bereits den zweiten Kieler-Woche-Sieg auf der Seebahn in diesem Jahr.

In der Gruppe der großen Yachten ging zwar nur ein kleines Feld von sechs Crews an den Start, das bewahrte die Favoriten aber nicht vor Überraschungen. Michael Berghorn (Hamburg) hatte seine „Halbtrocken 4.0“ zu dieser Saison in Spanien gekauft und stand mit dem Start zum Kiel-Cup Alpha erst das dritte Mal am Ruder seiner X-41 und an der Spitze einer neuformierten Mannschaft. „Wir haben wirklich alles verändert. Meine ehemalige Crew ist in ein Alter gekommen, in dem man Häuser baut und Bäume pflanzt. Aber ich wollte nicht aufhören“, berichtete Berghorn. Mit Unterstützung aus Österreich und Dänemark gelang es ihm, das im Februar gekaufte Schiff schnell zu machen und den etablierten Yaht-Projekten das Heck zu zeigen. „Es läuft richtig gut, unsere weiteren Ziele sind jetzt die Deutsche Meisterschaft, die EM in Polen und noch weitere Regatten. Wir haben also viel vor.“ Hinter der „Halbtrocken 4.0“ folgten die X-41-Schwesterschiffe „Dockenhuden“ von Thomas Jungblut (Hamburg) und „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg)

Am Sieg von Kai Mares (Dänischenhagen) und Crew in der Gruppe B gab es unter den 18 Mannschaften nichts zu rütteln. Mit vier Siegen in acht Wettfahrten konnte die „Immac Fram“ sogar eine Rennaufgabe verkraften. Dahinter reihte sich mit der „Topas“ von Harald Brüning (Kiel) eine Mannschaft ein, die sonst in Einheitsklassen unterwegs ist. Doch die Farr30 scheint eine auslaufende Klasse zu sein. „Ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Die Meldezahlen in der Farr30 gehen zurück, und das Vermessungssegeln ist eigentlich nicht meine Sache“, sagt Brüning. Daher testet er andere Möglichkeiten, die sich aktuell aber nur in Übersee auftun. Die „Topas“ hat er zur Kieler Woche „aus dem Schuppen“ geholt und damit mit einer „Rumpfcrew“ überraschend gut aufgetrumpft. Als Zweiter schob er sich in die Phalanx der Italia 9.98-Yachten – hinter der „Immac Fram“ und vor der „One Group“ (Niels Gauter, Hamburg) und „Patent 4“ (Henning Tebbe, Hamburg).

Kieler Woche Seebahn Ergebnisse Tag 5:

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC A: (8) 1. „Halbtrocken 4.0“ Michael Berghorn (Hamburg,1/1(3)(4)1/2/3/2) Punkte 10; 2. „Dockenhuden“ Thomas Jungblut (Hamburg,(8)(8)2/5/3/1/2/1) 14; 3. „Sydbank“ Torsten Bastiansen (Flensburg,2/4/1/2(5)4/1(5)) 14; 4. „Tutima“ Kirsten Harmstorf-Schönwitz (Hamburg,3/2(4)3/4(6)4/3) 19; 5. „Arxes-Tolina BM Yachting“ Peter Beck Mikkelsen (Flensburg,(5)3/5/1/2/5/5(6)) 21; 6. „X-Day“ Max Gurgel (Kiel,4/5(6)(6)6/3/6/4) 28;

ORC Int. Kiel-Cup Alpha ORC B: (8) 1. „Immac Fram“ Kai Mares (Kiel,(5)1/1/1(20)1/2/3) Punkte 9; 2. „Topas“ Harald Dr. Brüning (Kiel,(9)(9)2/4/1/2/8/4) 21; 3. „One Group“ Niels Gauter (Hamburg,2/2(8)6/3(9)6/2) 21; 4. „Patent 4“ Henning Tebbe (Hamburg,4/3(9)2/5/3/4(8)) 21; 5. „Halbtrocken“ Dr. Knut Freudenberg (Bad Laer,3/4(7)(9)2/7/5/1) 22; 6. „Saffier 36R“ Dennis Hennevanger (NED,1(7)(10)3/4/5/3/6) 22;

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

Andrew May aus Neuseeland tritt im 2.4 mR an

Kieler Woche 22.06.2017

22.06.2017

Dabeisein für das große paralympische Ziel
Viele von ihnen sind um die halbe Welt gereist, etliche haben einen Großteil der Reisekosten selbst übernommen. Es ist die Rede von den Teilnehmern der Para World Sailing Championships im Rahmen der Kieler Woche.

Gemeinsam verfolgen sie ein großes Ziel: die Wiederaufnahme des Segelns in das Programm der Paralympics. Mit ihrem Erscheinen in Kiel unterstreichen sie die Wichtigkeit des paralympischen Segelns.

Nach dem paralympischen Aus für das Segeln nach den Paralympics in Rio de Janeiro 2016 hat der Weltseglerverband, World Sailing, einen „paralympischen“ Strategieplan erstellt, damit Segeln ab der Spiele in Tokio 2024 wieder paralympisch ist. Die Championships in Kiel sind Teil des Plans. Knapp 90 Athleten aus über 40 Nationen haben für die Para World Sailing Championships in Kiel gemeldet.
„Wir wollen zeigen, dass wir eine aktive, große Gemeinschaft sind. Mit unserem Antreten in Kiel wollen wir sagen: Bringt uns 2024 zurück in die Paralympics. Wir sind mehr als bereit dafür“, sagt Seglerin Cherrie Pinpin von den Philippinen. Für sie bedeutet die Regatta in Kiel gleich mehrere Premieren. Es ist ihr erster Aufenthalt in Europa. Außerdem geht sie erstmals in der Bootsklasse Hansa 303 an den Start.

„Wir haben diese Bootsklasse nicht auf den Philippinen. Ich kann es kaum erwarten, damit zu segeln. Es ist sehr aufregend“, erklärt die junge Frau, die sich in ihrer Heimat stark für die Rechte der Sportlerinnen mit Behinderungen einsetzt. Nach langem Warten auf ihr Einreisevisum und einer fast 20-stündigen Fluganreise ohne Begleitperson als Hilfe freut sich die einseitig beinamputierte Sportlerin über das sommerliche Wetter in Kiel. „Ich bin neidisch auf die guten Segelbedingungen hier. Ich hatte befürchtet, ich müsste einem extradicken Neoprenanzug tragen“, erklärt die Seglerin.

Ebenfalls erstmals in Europa segelt auch Andrew May aus Neuseeland. Er tritt in der Bootsklasse 2.4mR bei den Para World Sailing Championships an. Mit seiner Meldung für die Regatta will auch er Flagge für das Segeln als paralympische Disziplin zeigen. Aus Kostengründen ist er alleine angereist, obwohl Neuseeland Segelsportler mit Behinderungen auch nach dem paralympischen Aus im Gegensatz zu vielen anderen Nationen noch relativ gut unterstützt. May freut sich auf die Wettfahrten und das Treffen mit Athleten aus seiner Sportart: „Das Segelrevier sieht vielversprechend aus. Das wird eine gute Regatta.“

Heute starten die 2.4mR und Hansa 303 um 12 Uhr. Es sind zwei Wettfahrten angesetzt.

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

Clubmanager Klaus Lahme mit NRV-Kommodore

Kieler Woche 22.06.2017

22.06.2017

NRV und HNV: Kooperation auf dem Weg nach Tokio
Seit vier Olympiaden sorgt das NRV Olympic-Team für hohe Qualität im deutschen Segelsport und durch die Bronzemedaille von Erik Heil und Thomas Plößel im 49er auch für den einzigen deutschen Medaillengewinn bei den Olympischen Spielen von Rio.

Für die kommenden Spiele in Tokio startet der Hamburger Traditionsverein nun mit verstärkter Kraft durch. Zur Kieler Woche verkündeten Gunter Persiehl, Kommodore des NRV, und Joachim Hellmich, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Heinz Nixdorf Vereins (HNV), ihre Kooperation bei der Förderung der Segler aus dem NRV Olympic Team. Damit bildet die Kooperation nach dem Wegfall des Sailing Team Germany (STG) die Basis dafür, dass sich die Segler konsequent auf ihren Segelsport konzentrieren können.

„Der Sinn ist es, unser Knowhow zusammenzubringen, um die Spitze voranzubringen“, sagte Gunter Persiehl zu der Kooperation von NRV und HNV. Der NRV hat seit den Olympischen Spielen in Sydney (2000) und mit der anschließenden Gründung des NRV Olympic Teams seinen Blick für den olympischen Segelsport fokussiert. Und der Heinz Nixdorf Verein ist seit den Spielen von Barcelona (1992) ein großer Förderer des Segelsports – zunächst im Starboot, später auch in anderen Disziplinen. „Auch mit dem Wegfall des Starboots aus dem olympischen Programm ist uns der olympische Segelsport wichtig geblieben. Und der NRV ist derzeit der Verein, der den deutschen Olympia-Seglern die Perspektiven am Sichtbarsten aufzeigt. Deshalb sind wir diese Partnerschaft gern eingegangen. 2017 werden wir zwar noch keine Ressourcen einbringen können, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass wir 2018 substantiell eingreifen werden“, so „Jocky“ Hellmich.

Klaus Lahme, Club-Manager des NRV und Trainer, wird durch das NRV Olympic Team in die Lage versetzt, seine Schützlinge auf große Aufgaben vorzubereiten: „Wir arbeiten seit 17 Jahren erfolgreich, und das NRV Olympic Team hat verschiedene Partner. Dazu zählt auch der Deutsche Segler-Verband. In den vergangenen Jahren hatten die Segler durch das STG zusätzliche Mittel zur Verfügung, jetzt stoßen wir an unsere Grenzen. Deshalb sind wir froh, dass wir mit den HNV diese Kooperation eingehen konnten.“ Den Mitgliedern des NRV Olympic Teams werden für ihre Olympiakampagnen die Boote gestellt, und die anfallenden Kosten werden erstattet.

Skepsis darüber, ob damit Segler aus anderen Vereinen abgeworben werden, wurde sofort erstickt: „Wir werben keine Segler ab. Wer aber zu uns kommen will, kann kommen“, sagte Persiehl. Die geförderten Segler Tim Fischer und Fabian Graf, die für den NRV und den VSaW Berlin starten, seien ein Beispiel für eine gelebte Partnerschaft. Und auch der DSV ziehe mit dem NRV Olympic Team und dem HNV an einem Strang: „DSV-Generalsekretär Goetz-Ulf Jungmichel ist im Vorwege von unserer Kooperation informiert worden“, sagte Persiehl. Und DSV-Pressesprecherin Christiane Perlewitz sagte bei der Bekanntgabe der Verbindung von NRV und HNV: „Wir begrüßen es sehr und freuen uns drauf.“

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

 

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

 

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

 

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

 

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

Vanessa Fuchs, Hanna Hiltrop und Daniela Michalsky

Kieler Woche 22.06.2017

22.06.2017

„Team Reich und Schön“ findet Segeln megacool
Die Boote der Deutschen Segel-Bundesliga kamen am Mittwoch beim Audi e-tron Cup vor Schilksee noch einmal auf der Kieler Woche zum Einsatz. Auf sechs Booten segelten Prominente aus den Bereichen Sport, Modewelt und Entertainment bei Sonnenschein mit viel Engagement und Spaß um die Wette.

„Das Segeln war megacool. Wir hatten einen super Skipper und waren in der zweiten Runde ein richtig gut eingespieltes Team“, erzählt Anna Hiltrop aus dem „Team Reich und Schön“. Das deutsche Model war zum zweiten Mal beim Prominenten-Segeln auf der Kieler Woche mit von der Partie und freute sich über eine bessere Platzierung als im Vorjahr. Gemeinsam mit Model-Kollegin Vanessa Fuchs war sie in den zwei Rennen für das Vorschiff zuständig. „Das war recht sportlich, und wir haben uns sicher ein paar blaue Flecke geholt. Die müssen bis zur Fashion Week wieder weg sein“, so die Models mit einem Lachen.

„Monstergeil“ fand Schauspieler Simon Licht das Prominenten-Rennen. Als erfahrener Segler übernahm er im „Team Entertainment“ das Steuern. In der Bootsklasse J/70, die im Audi e-tron Cup gesegelt wurde, hatte er zuvor noch keine Erfahrung. „Der Bootstyp ist extrem wendig und schnell. Ich bin im kommenden Jahr gerne wieder dabei“, sagt der leidenschaftliche Segler. Skipperin des Entertainment-Teams war Jenna Wolf. „Da Simon Licht das Steuern übernommen hat, habe ich mich um die Taktik gekümmert. Es war nett, sich zur Abwechslung einmal herumkutschieren zu lassen“, meint die Seglerin. Das Rennen mit den Prominenten hätte viel Spaß gemacht. Am Liebsten wäre ihr Team noch eine dritte Runde gesegelt. „Nach einem etwas holprigen Start, liefen alle Manöver sehr gut“, so Wolf.

Das „Team Adrenalin“ mit Rennfahrer Tom Kristensen, dem Eishockey-Experten Rick Goldmann und Fußballer Hauke Wahl war überrascht, wie sportlich das Segeln auf den Bundesliga-Booten ist. „Da gibt es viel zu tun, aber nach einer umfassenden Einweisung hatten wir einen guten Start und ein prima zweites Rennen“, sagt Kristensen. Ebenso wie die anderen Teams waren die Sportler begeistert vom Audi e-tron Cup bei Sonnenschein und guten Windbedingungen.

Aktuell: Für den heutigen Tag bereiten zwei versetzte Gewitterfronten den Organisatoren der Kieler Woche Probleme. Die erste Front führte zu einer Startverschiebung. Die zweite am Abend wird vermutlich die Wettfahrten gegen 17 Uhr beenden. Nach fünf herrlichen Sonnen- und Windtagen zeigte die 135. jährige Kieler Woche mit viel Regen und Gewitterwarnungen die andere Seite. Auch bei Regen kann gesegelt werden, doch eben nicht bei Gewitter. Um 11.30 Uhr gingen die Startschiffe raus auf die Bahnen.

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

 

Chris Mitchell, Designer der Hansa 303,

Kieler Woche 21.06.2017

21.06.2017

Hansa 303 für sicheres und leichtes Segeln
Wenn in der Kieler Woche der Startschuss für die Bootsklasse Hansa 303 bei den Para World Sailing Championships fällt, wird es für etliche Segler spannend. Viele Teilnehmer treten erstmals in dem Bootstyp an, der als besonders geeignet für Sportler mit Behinderungen gilt. Ob die Bootsklasse hält, was sie verspricht, wird sich im Rennen zeigen.

Was genau macht die Hansa 303 zum idealen Boot für die Para World Sailing Championships? Der Mann, der diese Frage am Besten beantworten kann, ist Chris Mitchell aus Australien, der Designer der Hansa-Boote. Während er beruflich in Süd-Ost-Asien tätig war, suchte er nach einem geeigneten Boot, um Kindern das Segeln beizubringen. Es sollte für alle Könnensstufen leicht zu handhaben sein, komfortabel für Menschen unterschiedlichster Größe, leicht segelbar und sicher im Umgang. Die Idee zur Hansa 303 war geboren, und die Boote gingen nach Mitchells Rückkehr nach Australien in Serie. „Die Bootsklasse war nie ausschließlich für Segler mit Behinderungen geplant. „Segeln für Jedermann“ lautet unser Motto“, erklärt Mitchell.

 

Durch die Organisation „Sailability“ hätte die Bootsklasse den Weg in den Behindertensport gefunden, weil sie sich als ideal für Segler mit Behinderungen herausstellte, so der Australier. „Die Hansa 303 ist bewusst einfach und leicht kontrollierbar gehalten, außerdem extrem stabil, ohne Gewichtsverlagerung zu segeln, unkenterbar und schnell zu reffen. Das macht sie besonders sicher – perfekt für Schulen und Menschen mit physischen Einschränkungen“, sagt der Bootsdesigner.

Rund 3000 Hansa 303 gibt es laut Mitchell weltweit. In den Niederlanden, Spanien und Portugal wäre die Bootsklasse in Europa schon deutlich verbreiteter als in Deutschland, wo die Klasse bislang noch recht unbekannt ist. „Wir sind mit unseren Hansa 303 in Kiel, um zu helfen, das Segeln wieder zur paralympischen Sportart zu machen“, betont Chris Mitchell und hofft auf eine erfolgreiche Premiere der Boote auf der Kieler Woche.

 

Bei den Frauen gehen ab heute 11 Seglerinnen aus acht Nationen, bei den Männern 31 Segler aus 24 Nationen an den Start. Pro Tag sind zwei Wettfahrten geplant. Der erste Start der PWSC-Klassen ist heute um 13 Uhr.

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

 

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

 

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

 

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

 

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de