Mareike Guhr beendet Weltumsegelung in Hamburg

Fahrtensegeln Aktuell
25/09/2016
Bewegende Ankunft:
Mareike Guhr beendet Weltumsegelung in Hamburg

Die letzten Seemeilen waren mit die emotionalsten der gesamten Weltumsegelung: Mareike Guhr hat nach 4,5 Jahren und 45.000 Seemeilen an Bord des Katamarans „La Medianoche“ am Sonnabend um 11.08 Uhr im Sandtorhafen in Hamburg zum letzten Mal festgemacht. "Ich bin einfach überwältigt, das war ein toller Empfang, ich kann es noch gar nicht fassen, dass die Reise jetzt zu Ende ist, bin aber überglücklich," sagt die 47-jährige Hamburgerin mit Tränen in den Augen.

Mareike Guhr in Hamburg
Zahlreiche Freunde, Mitsegler und ihre Familie waren ihr bereits am Morgen auf der Elbe entgegengefahren oder warteten an Land, um die Leinen des 15 Meter langen Katamarans anzunehmen und die Weltumseglerin herzlich zu begrüßen und umarmen.

Mareike Guhr ist damit eine der wenigen Frauen überhaupt, die eigenverantwortlich die Welt umsegelt hat. Gefragt nach Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, als weibliche Skipperin unterwegs zu sein, antwortet sie: „Probleme, weil ich eine Frau bin? Im Gegenteil! Ich bin überall mit offenen Armen, oft auch mit Erstaunen empfangen worden und hatte das Gefühl, dass sich die Leute ganz besonders bemüht haben mir, zu helfen. Mir wurde viel Neugier entgegengebracht, denn Skipperinnen sind noch immer extrem selten und auf Blauwasser-Yachten kaum zu finden. Ich glaube das hat mir viele Türen geöffnet“, meint sie. Dabei hat sie vielen Mitseglern die Möglichkeit geboten ein Teilstück ihrer grossen Reise mitzuerleben und bei der Erkundung der exotischen Ziele dabei zu sein.

Zu den schönsten Momenten ihres langen Törns gehört das Ankommen auf den Marquesas – als sie nach 18 Tagen auf See endlich in der Südsee ankam – oder das Einlaufen in Sydney Harbour. Doch erinnert sie sich auch an schlimme Augenblicke, wie beispielsweise einen heftigen Sturm vor Anker in dem kleinen Atoll Cocos Keeling oder die Nacht in Fakarava im Südsee-Archipel der Tuamotus, in der ein holländisches Schiff keine 300 Meter von ihr entfernt auf einem Riff zerschellte.

Direkt nach ihrer Ankunft hießen sie auch die Besucher der Interboot Friedrichshafen live per Skype von der Messe willkommen. Ende Oktober wird Mareike Guhr auf der hanseboot in Hamburg ihre Erfahrungen über das Leben an Bord im Rahmen von Vorträgen weitergeben. Ein Buch über ihre spannende Reise erscheint zur boot Düsseldorf im Januar 2017. Für Mareike ist mit dieser Reise ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Insgesamt hat sie 37 verschiedene Länder und 143 Inseln besucht, 140 Mitsegler haben sie auf ihrer Reise an Bord des Katamarans begleitet.

Gefragt nach ihren Plänen für die Zukunft ist sie sich sicher: „Ich werde irgendwann wieder losfahren!“ Und rät allen, es auch zu tun. „Wagt es, zieht los und bleibt nicht in der Karibik kleben – Fahrt durch den Panama-Kanal. Der Pazifik ist der grösste und schönste Ozean der Welt!“ ermuntert sie interessierte Blauwassersegler, Aussteiger und alle, die es werden wollen.

BU: Überwältigender Empfang in Hamburg: Weltumseglerin Mareike Guhr © C.Sorenti
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Nadja Arp
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