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Sönke Roever : Zu Zweit von Deutschland nach Neuseeland
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22.12.2007
Parties und Preise
Tage unterwegs: 220 Seemeilen: 5.727
Manchmal passieren im Leben überraschende Dinge. Dinge, die uns aus dem Gleichgewicht bringen und uns quasi den Boden unter den Füßen wegziehen. Gestern Abend ergeht es uns so.
Wir sitzen bei der Preisverleihung der Atlantic Ralley for Cruisers (ARC) mit zwei Preisen in der Hand und sind glücklich ("Vierter in der Klasse H nach berechneter Zeit" und "Bestes Paar über alle Klassen nach berechneter Zeit").
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(C)2007 Sönke Roever
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Ein Preis soll an diesem Abend zwar noch vergeben werden, aber das betrifft uns nicht. Genau genommen, ist das auch kein Preis, denn man kann ihn nicht gewinnen oder ersegeln. Es geht eher um eine Auszeichnung: Den SPIRIT OF THE ARC 2007 AWARD. Gespannt schauen wir in die Runde und warten, wer von unseren persönlichen Favoriten das Rennen machen wird. Plötzlich hören wir den Namen Hippopotamus und uns wird klar, dass man uns meint. Freudentränen schießen in die Augen und eingangs erwähnter Boden scheint unter den Füßen zu schwinden. Damit haben wir absolut nicht gerechnet. Wahnsinn.
Nun haben wir ein Wochenende für zwei Personen im Coconut-Bay-Ressort gewonnen. Was sich dahinter genau verbirgt, wissen wir noch nicht, weil wir den Gutschein erst im Laufe des Tages überreicht bekommen. Wir sind gespannt und werden berichten. Eines ist auf jeden Fall schon mal klar: Wir werden endlich mal wieder in einem richtigen Bett schlafen. Traumhaft.
Im Vergleich dazu ist seit unserer Ankunft nicht allzu viel passiert. Wir schlafen viel, räumen auf und um, entsalzen das Schiff, reparieren den Herd, waschen viel Wäsche, begrüßen andere Schiffe, feiern auf den zahlreichen ARC-Parties und suchen jenes Leck, das uns auf der Überfahrt immer wieder beschäftigt hat. Eine Fehlerquelle ist auf jeden Fall ein fehlendes Rückschlagventil an einer Bilgepumpe. Außerdem dringt entlang der Steuerseile Wasser aus der Backskiste in das Schiffsinnere. Das ist ein konstruktives Problem der Gib'Sea, aber da sind wir dran, Epoxy macht vieles möglich - vermutlich jedoch erst im neuen Jahr. Jetzt ist erstmal Erholung angesagt.
Somit geht mit diesen Zeilen die ARC 2007 zu Ende. Es war, wie die Veranstalter immer wieder betont haben, eine der stürmischsten und anspruchsvollsten Überfahrten seit Bestehen. Insofern sind wir froh, dass wir alles gut überstanden haben. Ab sofort sind wir wieder auf eigene Faust unterwegs. Die Karibik liegt uns zu Füßen und wir wollen sie entdecken. Heute geht es weiter in die Marigot Bay, wo unter anderem die Filme "Dr. Doolittle" und "Fluch der Karibik" gedreht wurden. Da gehen wir vor Anker und dann wird die Weihnachtsdeko rausgesucht - vielleicht kommt so ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Denn, obwohl die Steelbands am Strand auch "Jingle Bells" beherrschen, können wir uns immer noch nicht so richtig vorstellen, dass in zwei Tagen Heiligabend ist.
Weihnachtsstimmung hin oder her. Wir wünschen Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und besinnliche Stunden. Danke auch für die mehr als vierhundert Emails mit Glückwünschen und Weihnachtsgrüßen. Wir melden uns im neuen Jahr.
Judith und Sönke
PS: Wer sich für mehr Infos zu den Rennzeiten und vergebenen Preisen interessiert, findet diese auf der offiziellen Website der ARC 2007.
(C)2007 Sönke Roever
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