Judith und Sönke Roever mit ihrem Ans-Ende-der-Welt-Projekt

www.ans-ende-der-welt.de - Törnberichte Übersee

30.08.2008
Inseltage - Tahiti Moorea
472 Tage unterwegs, Seemeilen: 12.738

Für viele Menschen ist Tahiti das Synonym für Südsee, Palmen und Perlen. Das stimmt sicher, aber nach dem Besuch der zauberhaften Atoll-Welt der Tuamotus ist Tahiti für uns eher ein praktischer Stopp als ein Urlaubsparadies. Bei uns stehen andere Dinge auf dem Programm. Die 25.000 Einwohnerstadt Papeete mit großen Supermärkten, Schiffsausrüstern und Baumärkten ist für Blauwassersegler der perfekte Ort, um die Wunden der vergangenen drei Monate zu lecken.
Söhnke Roever auf Tahiti
Bei uns gibt es zwar nicht viel zu "lecken", da am Schiff bis auf ein paar Kleinigkeiten alles in Ordnung ist. Allerdings gehen unsere Getränke, Käse- und Wurstvorräte zur Neige. Auch wenn alles unheimlich teuer ist (Dose Cola 1 Euro, kleines Stück Käse 6 Euro) schlagen wir zu. Camembert, Brie, Gouda, Edamer, Salami, Schinken, Mortadella, Fleisch sowie Saft, Cola und Wasser landen in unserem Wagen. Dinge, die wir seit Panama selten kaufen konnten. Außerdem liegen wir seit langem mal wieder - wenn auch nur für eine Nacht - in einer Marina. Steckdose und Süßwasseranschluß inklusive. So können wir unsere Batterien warten und HIPPOPOTAMUS entsalzen.

Zusätzlich kommen unsere Freunde Susanne und Lars für zehn Tage an Bord. Mehr als ein Jahr ist es her, dass wir uns in Holland "Auf Wiedersehen" gesagt haben. Seitdem haben wir 12.000 Seemeilen im Kielwasser gelassen. Folglich gibt es viel zu erzählen. Wir lauschen den Berichten aus der Heimat und die beiden unseren Blauwassergeschichten. Außerdem haben Susanne und Lars einiges im Gepäck, auf das wir uns freuen. Außenlautsprecher fürs Cockpit (die alten wollten ja nicht mehr), ein paar Yacht-Hefte, Tatort-Folgen (Danke Günter), zwei Eieruhren für die Nachtwachen (die alten wollten ja ebenfalls nicht mehr - Danke Annegret und Josef), einen Drahtvorläufer fürs Kutterstag (Danke Jan), einen Lichtmaschinenregler (Danke Wilhelm) Außenborderzündkerzen (Danke Inge und Jürgen) und und und.

Auch wenn wir somit einiges um die Ohren haben, finden wir nebenbei Zeit uns die Insel anzusehen. Wolfgang von der BAROS liegt bereits seit ein paar Tagen auf Tahiti vor Anker und nimmt uns mit einem Auto, das ihm ein anderer Segler dauerhaft zur Verfügung gestellt hat, mit auf eine Inselrundfahrt. Dabei wird uns klar, dass Tahiti hübsch ist, aber nicht all zu viel zu bieten hat. Wirkliche Attraktionen suchen wir vergeblich. Von einem Wasserfall und der Markthalle in Papeete mal abgesehen. Einzig eine zweitägige Wanderung durch das bergige Inselinnere gilt als Höhepunkt. Aber dafür fehlt uns am Ende leider die Zeit.

Ähnlich ist es auf Moorea. Zusammen mit unseren Gästen segeln wir zur Nachbarinsel. Auch hier ist der Weg um die Insel herum das Ziel und weniger die Anlaufpunkte. Trotzdem gefällt es uns auch dort. Die Ankerplätze sind wunderbar geschützt, die Riffe artenreich und die Wandermöglichkeiten zahlreich. Kurzum: Trotz der einen oder anderen Aufgabe geht es uns gut.

In den kommenden Tagen wollen wir weiter nach Huahine, Raiatea und Tahaa. Aber davon ein anderes Mal mehr.
Und nun viel Spaß mit den Inselfotos…
Judith und Sönke


Diese Seite...


Segeln blindes gif
Segeln blindes gif