61. Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2005/2006
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December 26, 2005
Rolex Sydney Hobart Yacht Race Sydney, AUS "Wild Oats" gewinnt das Match Race aus Sydney Harbour heraus

Sydney. Weit mehr als tausend Zuschauerboote säumten die abgesperrte Regattabahn im Hafen von Sydney, als am Zweiten Weihnachtstag traditionell das Rolex Sydney Hobart Yacht Race gestartet wurde. Bei leichter bis mäßiger ost-südöstlicher Brise lagen die gigantischen Maxiyachten sofort an der Spitze des 85 Boote starken Felds. Skipper Mark Richards hatte die einheimische "Wild Oats XI" am besten über die Startlinie gesteuert und führte nach einem spannenden Matchrace ausgangs von Sydney Harbour um knapp zwei Bootslängen vor der neuseeländischen "Alfa Romeo" von Neville Crighton. Nach einem halben Tag war der einzige deutsche Teilnehmer, die "Conergy" von Dirk Wiegmann aus Hamburg, im hinteren Mittelfeld platziert.

Die rund 30 Meter langen Maxis zeigten zu Beginn des Hochseeklassikers, welchen Sprung die Technologie an Bord der schnellsten Segelyachten in den vergangenen Jahren gemacht hat. Selbst die ähnlich langen "Skandia" und "Konica Minolta" (beide Australien) und die "AAPT" (Neuseeland) lagen schnell achteraus - ganz zu schweigen von den kleinen, kaum zehn Meter langen Fahrtenschiffen, die sich auch in diesem Jahr wieder auf den 624 Seemeilen langen Regattatörn gemacht haben.

Dieses Mal, so prophezeien die Meteorologen, soll sogar eine rekordverdächtige Wetterlage herrschen, in der eben diese Rennziegen den inzwischen sechs Jahre alten Streckenrekord des Volvo 60 "Nokia" knacken könnten. Denn der Wind soll am Dienstag und Mittwoch zunehmen und auf nördliche Richtungen rückdrehen. Das hieße Vorwindbedingungen, statt der knüppelharten Kreuz gegen an, die im Vorjahr viele Materialschäden und Aufgaben nach sich gezogen hatte. Bereits bei Windstärke drei war die "Alfa Romeo", die nach zwölf Stunden in Führung lag, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 15 Knoten unterwegs. Um den Rekord zu brechen, müsste der Erste am Mittwoch (28. Dezember) um 9:08 Uhr Ortszeit (Dienstag 23:08 Uhr deutscher Zeit) auf Tasmanien eintreffen.

Doch unterwegs lauern auch ganz ungewöhnliche Fallen. Sunfish nennen die Einheimischen jene Unterwasserbewohner, die bis zu 750 Kilogramm schwer und damit gewichtige Hindernisse sein können. Welche Schäden sie einer modernen Segelyacht zufügen können, die unter voller Fahrt auf einen Sunfish trifft, darüber streiten die Eigner. Während Richards behauptet, das vordere Karbonruder der "Wild Oats" sei so scharf, dass es die Tiere sogar zerteilen würde, berichteten andere von empfindlichem Bruch an Bord.

Bevor die Regattaenthusiasten auf die große Reise gingen, gedachten sie noch einer Legende des Rolex Sydney Hobart Yacht Race. John Bennetto, der wenige Tage vor dem 61. Rennen gestorben war, hatte 44 Mal daran teilgenommen. Der Australier galt als unverwechselbarer Charakter der Regatta. Marion Cooper, Kommodore des Royal Yacht Club of Tasmania, warf am Start eine weiße Rose ins Hafenbecken. Und die Crew der "Quest", dem Boot von John Bennetto, warf an der seewärtigen Bahnmarke einen Kranz ins Meer, genau dort, wo der Kurs Richtung Heimat des Veteranen abknickt, nämlich gen Hobart.
Die letzte Yacht, die die geschützten Gewässer bei den Sydney Heads Richtung Pazifik verließ, war der winzige 32-Füßer "Gillawa". Skipper David Kent hatte im Vorjahr mehr als eine Woche für die Strecke gebraucht. Als er in Hobart ankam, hatten die meisten anderen schon längst ihre Partys beendet und waren zurück nach Hause geflogen. Aber das störte ihn alles gar nicht. Mit neuem Mut kehrt Kent zurück und wäre nicht mal gram, wenn er wieder als Letzter im Ziel ankäme. Das ist das Typische, was schon John Bennetto auszeichnete, und auch David Kent. Und das macht das Rolex Sydney Hobart Yacht Race zu mehr als nur noch irgendeiner Segelregatta.

Wild Oats und Alfa Romeo setzen sich ab


Die Ersten passieren Southhead


Wild Oats nach vorn


Beste Aussicht vom Windjammer aus


Großartiges Panorama


Enger gehts nicht


Hunderte Begleitboote um die Startflotte


Die Startlinie hat nicht für alle Platz


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Segeln blindes gif
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