illbruck Challenge - Volvo Ocean Race

Pressemitteilung der illbruck Challenge am 17. Tag der 2. Etappe des Volvo Ocean Race
Als Zweite 80 Minuten hinter „SEB“ heute früh den Wegpunkt gerundet
Eclipse Island – Die Leverkusener „illbruck“ hat am Dienstag Früh als zweites Boot der Volvo Ocean Race-Flotte den Wegpunkt Eclipse Island im Südwesten Australiens gerundet und dabei dringend notwendige Ersatzteile zur Reparatur verschiedener Schäden an Bord erhalten. Als die grün-weiße Hochseeyacht um 6.18 Uhr deutscher Zeit, am frühen Nachmittag vor Ort, genau 80 Minuten hinter der führenden „SEB“ (Schweden) das Eiland auf der zweiten Regattaetappe von Kapstadt nach Sydney passierte, wartete illbruck Challenge Shore Manager Tom Faire bereits in einem Fischerboot. Bei dem kurzen Zusammentreffen wurde vor allem Material für die in der ersten Nacht herausgebrochene Inspektionsluke im Bug übergeben, die nur provisorisch repariert werden konnte. Dabei hatte die „illbruck“ einen erheblichen Wassereinbruch erlitten.
Das Rendezvous, für das die „illbruck“ das Großsegel bergen musste, um längsseits des eine Seemeile vor der Küste ankernden Kutters zu gehen, dauerte nur wenige Minuten. Faire übergab vor allem ein Set für eine professionellere Reparatur der Inspektionsluke, durch die die Mannschaft die Spannung des Vorlieks (Vorderkante des Vorsegels) kontrollieren und einstellen kann. Als diese in der ersten Nacht nach dem Start in Kapstadt bei rauen Bedingungen mit hohen Wellen von vorn kaputtgegangen war, lief Wasser in die Bugsektion, was das Team beinahe zur Rückkehr in den Hafen gezwungen hätte. Trotz einer sofortigen provisorischen Reparatur musste die Crew im weiteren Verlauf der Etappe immer wieder Wasser aus dem Rumpf schöpfen.
Des weiteren wurde eine Halterung zur Wiederinstandsetzung der Windmessgeräte am Masttopp übergeben, die ebenfalls in der ersten Nacht in schwerer See heruntergebrochen waren. Außerdem gab es Ersatzteile für die Satellitenanlage INMARSAT B, den Steuerpodest, die Navigationslichter, welche für die Sicherheit besonders wichtig sind, und medizinisches Equipment. Die Übergabe war unablässig für die Sicherheit von Boot und Mannschaft und ist deshalb nach den Regeln erlaubt.
Seit dem 11. November musste die „illbruck“ schon ohne Windinstrumente und ohne INMARSAT B-System segeln, das zur Übermittlung von Fotos und Videos von Bord an die Regattaleitung dient. Ein regelmäßiger Versand ist nach den Regeln der Regatta vorgeschrieben. Der linke Steuerpodest war gebrochen, als eine gigantische Welle den Wachführer Mark Christensen umgespült hatte, der gerade Ruder ging.
Auch einige Arzneimittel drohten auszugehen, die vor allem für Stu „Waffler“ Bettany gebraucht werden. Der Vorschiffsmann hatte eine Risswunde in der Stirn erlitten, die mit mehreren Stichen genäht wurde. Die Verletzung zog er sich zu, als er im Vorschiff Wache an der notdürftig reparierten Luke schob (Leckkontrolle), und das Schiff von den steilen Wellen immer wieder hoch- und runtergeworfen wurde. Mastmann Jamie Gale hatte sich dabei eine Rückenprellung zugezogen.
Bei der Behebung des Schadens in der ersten Nacht hatte die „illbruck“ in etwa zwei Stunden rund 20 Seemeilen verloren und musste lange kämpfen, um wieder für den Etappensieg in Frage zu kommen. Seitdem hatte das Team um Skipper John Kostecki sogar mehrfach wieder die Führung übernommen. An der Insel Eclipse Island folgte knapp hinter dem deutschen Boot die „Assa Abloy“ (Schweden/6.45 Uhr) dicht vor der „News Corp“ (Australien/7.00 Uhr) und der „djuice“ (Norwegen/8.40 Uhr). Mit allmählich auffrischender östlicher Brise steuerten die Boote zunächst alle in südlicher Richtung, wo besserer Wind auf dem Kurs in die Bass Strait zwischen Tasmanien und den Festland Australiens erwartet wird. Bis dahin sind es noch fast 1.400 Seemeilen, 400 weitere bis ins Ziel.
Die „Amer Sports One“, die ihr erkranktes Crewmitglied Keith Kilpatrick (Verdacht auf Darmverschluss) an der Insel an ein Motorboot übergab, damit er schnellstmöglich in Albany/Australien in ein Krankenhaus eingeliefert werden konnte, lag auf Rang sechs. Die Frauen der „Amer Sports Too“ trennten nach dem Positionsreport von Dienstag Vormittag zirka 200 Seemeilen von der Spitze, sie hatten die Inselumrundung noch vor sich. Die „Tyco“ (Bermuda) ist durch einen Ruderbruch bereits ausgeschieden und wird auf einem Frachter in den Zielhafen Sydney gebracht.
„Dieses war die erste Gelegenheit für ein Zusammentreffen mit der Shore Crew“, berichtete John Kostecki von der Übergabe, „denn bis heute waren wir stets viel zu weit vom Land entfernt. Aus Sicherheitsgründen hielten wir es für notwendig, unsere provisorischen Reparaturen zu verbessern, um vor allem auch die Navigationslichter und Windmessgeräte wieder gebrauchen zu können. Durch den Fehler in der Satellitenanlage können wir keine Bilder schicken, was ein wichtiger Aspekt des Rennens ist. Während wir den Southern Ocean nun hinter uns haben, bleibt noch ein ganzes Stück zu segeln nach. Das führt uns auch durch die zuweilen gefährliche Bass-Strasse. Nachdem wir es bis hierher geschafft haben, konnten wir es nicht riskieren, die Crew auf den letzten 1.800 Seemeilen bis Sydney einer weiteren Gefahr auszusetzen.“

Weitere Informationen:
Andreas Kling
0061/439/894241
(ACHTUNG: NEUE DIREKTE NUMMER!!!) = Sydney = Deutschland +10 Std.
(0172/2578817)
akling@illbruck-Challenge.com
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