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Volvo Ocean Race 2001/2002
www.VolvoOceanRace.org
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3. Etappe des Volvo Ocean Race beginnt am 2. Weihnachtstag
Erst Sydney-Hobart, dann nach Auckland / „illbruck“-Crew unverändert
Sydney – An Väterchen Frost und die weiße Pracht in Deutschland dachte am
Wochenende in Sydney wohl kaum ein Segler. Die Parade der Hochseeyachten
zur Preisverteilung der zweiten Etappe des Volvo Ocean Race absolvierten
auch die Sieger der Leverkusener „illbruck“ in Shorts und T-Shirts. Den
letzten Test vor dem Start der nächsten Etappe hatten sie bereits am
Vortag absolviert. „Crew und Boot sind hundertprozentig fit“, meldete
Skipper John Kostecki. Während daheim nochmals die Festbraten auf den
Tisch kommen, wird das Rennen rund um die Welt am Zweiten Weihnachtstag
fortgesetzt. Es beginnt mit dem traditionellen 57. Sydney-Hobart Race und
wird nach einen dreieinhalbstündigen Pit-Stop auf der Insel Tasmanien nach
Auckland in Neuseeland fortgesetzt, wo die Teilnehmer zwischen dem 3. und
4. Januar erwartet werden.
„Es wird wohl wieder ein rauer Ritt nach Hobart werden“, meinte Kostecki
auf Basis der mittelfristigen Windvorhersage. Schon zum Start um 13 Uhr
Ortszeit (3 Uhr nachts in Deutschland) am sogenannten Boxing Day, wie die
Australier ihn nennen, soll es kräftig blasen. Dann könnte der Wind rapide
abnehmen, bevor er zum Einlauf und Re-Start am kommenden Wochenende wieder
stark auffrischen soll – und das alles aus südlichen Richtungen. Das heißt
für die Crew hoch am Wind zu kreuzen, statt mit Spinnakern auf
Höchstgeschwindigkeit zu segeln. Das berüchtigte Rennen von Sydney durch
die Bass Strait nach Hobart hatte vor zwei Jahren eine unrühmlichen
Höhepunkt, als sechs Segler in einem schweren Orkan ihr Leben verloren,
als mehrere Fahrtenyachten aufgegeben wurden oder sanken. Obwohl die 19,50
Meter langen Racer vom Typ Volvo Ocean 60 als robust gelten und genau für
diese Bedingungen gebaut scheinen, zollen die Segler dieser Regatta
höchsten Respekt.
630 Seemeilen lang ist dieser erste Teilabschnitt, weitere 1420 folgen
dann für die acht Yachten des Volvo Ocean Race bis nach Neuseeland. Damit
ist die dritte der insgesamt neun Etappen auf dem Weg zum letzten
Zielhafen nach Kiel (9. Juni) eine der kürzeren. Gleichwohl „feiern“ die
Weltumsegler den Jahreswechsel auf hoher See. Während des kurzen Pit-Stops
in Hobart wird die Crew am Steg nur Interviews geben sowie einige
Erfrischungen und Stärkungen zu sich nehmen, die von der Regattaleitung
gestellt werden. Die eigenen Vorräte dürfen genauso wenig aufgestockt
werden, wie Segel und Ausrüstung oder gar Crewmitglieder getauscht werden.
Kostecki: „Auf den langen Etappen können wir unterwegs auch nichts
wechseln, also ist die Reglung hier eben fair.“ Mit der Einbeziehung des
Sydney-Hobart Races in das Volvo Ocean Race soll vor allem die
Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit erzielt werden. Das Rennen
ist in Australien eines der Hauptsportereignisse des Jahres.
illbruck Challenge hatte bereits voriges Jahr während eines
Trainingsaufenthalts mit elf der jetzigen zwölf Segler am
Sydney-Hobart-Rennen teilgenommen und war mit anderen Volvo Ocean
60-Yachten weiter nach Auckland gefahren. Beide Tests gewann das Team in
2000. „Dennoch haben wir damals Fehler gemacht, die wir dieses Mal
hoffentlich vermeiden können“, ergänzte John Kostecki. „Wir sind froh, das
berühmte Rennen auch bei harten Bedingungen schon mal gesegelt zu sein.
Das gibt uns Sicherheit.“ illbruck Challenge führt nach den beiden Siegen
in den ersten Etappen die Gesamtwertung des Volvo Ocean Race mit 16
Punkten vor der australischen „News Corp“ (12) und der „Amer Sports One“
(Finnland/Italien-11) an.
Crewmitglieder der beiden führenden Schiffe gaben auch am Sonnabend Abend
den Ton an, als die Regatta-Band „Chafe“ (Reibung) im Pavillon der „SEB“
fetzige Rockmusik spielte. „News Corp“-Skipper Jez Fanstone war der
Leadsänger, „illbruck“-Steuermann und -Segeltrimmer Ray Davies spielte die
Bassgitarre. Zweimal erst hatte die Gruppe in der Besetzung geübt und doch
ein Repertoire von zwölf Songs einstudiert, die alle Racefans aus dem
Häuschen geraten ließ.
Für den dramatischen Comebacksieg von Kapstadt nach Sydney erhielt die
Mannschaft der illbruck Challenge am Sonntag während einer landestypischen
maritimen Feierstunde auf einem Ponton in Darling Harbour eine
Kristalltrophäe von „Waterford Crystal“. Zuvor waren die V.O.60’s zusammen
mit den anderen Teilnehmern des Sydney to Hobart Yacht Race vor mehreren
tausend Zuschauern an den Piers eine Parade durch verschiedene Becken der
Hafenmetropole gesegelt. Die Quecksilbersäule kletterte an die 30
Grad-Marke. Erst eine Filmzusammenfassung weckte wieder die Erinnerungen
an die Kälte und Stürme der zurückliegenden Etappe.
Nach dem Wassereinbruch an Bord der „illbruck“, als eine Inspektionsluke
gebrochen war, und das Boot beinahe nach Südafrika zurückgekehrt wäre,
überließ die Shore Crew bei den Vorbereitungen nichts dem Zufall. Mit
einer Feuerwehrspritze wurden alle nur denkbaren Öffnungen an Deck der
grün-weißen Hochseeyacht abgestrahlt, um einen eventuellen Wassereintritt
aufzuspüren. Doch es hielt alles dicht. Neben umfangreichen
Wartungsarbeiten vom kleinsten Bolzen und Schäkel bis zum kompletten Rigg
gab es nur eine wesentliche Veränderung: Der Großbaum musste um sechs
Zentimeter gekürzt werden, weil er bei gerefftem Großsegel auf den Kompass
und die Steuersäule zu stoßen drohte.
„Kein Problem“, meinte der Hamburger Vorschiffsmann Tony Kolb, „das Ende
brauchten wir nicht.“ Der 25-Jährige Bootsbauer gehört zur zwölfköpfigen
internationalen Crew, die unverändert zur vorigen Etappe ins Rennen geht.
Neben Kostecki und Kolb sind das die beiden Wachführer Mark Christensen
und Stuart Bannatyne, die Segeltrimmer und Steuermänner Ray Davies,
Richard Clarke und Noel Drennan, die Segeltrimmer Dirk de Ridder und Ross
Halcrow, der auch Leiter der gesamten Segelentwicklung ist, Mastmann Jamie
Gale sowie Navigator Juan Vila und der zweite Vorschiffsmann Stu Bettany.
Nach einer gemeinsamen Grillparty am Heiligabend hat die Mannschaft am 1.
Weihnachtstag frei, um nochmals auszuspannen, surfen zu gehen (Tony Kolb)
oder mit den Familien und Partnern Weihnachten im Hochsommer zu feiern.
Das Volvo Ocean Race führt über insgesamt 32.700 Etappen einmal rund um
die Welt. Die weiteren Stationen nach Auckland sind Rio de
Janerio/Brasilien, Miami und Baltimore-Annapolis/USA, La
Rochelle/Frankreich und Göteburg/Schweden. Ziel ist am 9. Juni 2002 Kiel
an der Ostsee. Alle Etappe werden nach Punkten gleich hoch bewertet; der
Sieger bekommt acht Zähler, der Zweite sieben usw.
illbruck Challenge ist ein hochkarätiges, internationales Segelprogramm,
das durch die PINTA schon seit 30 Jahren Erfolge auf verschiedenen
renommierten Regatten gefeiert hat. Das Racing Team verkörpert die
gleichen leistungsorientierten Qualitäten der Firmenphilosophie: Erfolg
durch Motivation, Flexibilität und Teamgeist. illbruck Challenge ist das
Imagemedium und Leitbild für illbrucks globale und interne
Unternehmensidentifikation. Nun nimmt illbruck Challenge an zwei Regatten
teil, die beide zu den „Kronjuwelen“ des Sports gehören: das Volvo Ocean
Race als härteste Hochseeregatta der Welt und der America’s Cup, die
Top-Matchrace-Regatta und älteste Sporttrophäe der Welt. illbruck
Challenge repräsentiert den Düsseldorfer Yachtclub in Deutschlands erster
America’s Cup-Herausforderung überhaupt.
illbruck wurde am 1. Oktober 1952 gegründet und ist ein privatgeführtes
internationales Unternehmen im Bereich Bausysteme und Dienstleistungen mit
Hauptsitz in München. Die Geschäftsbereiche Abdichtungssysteme,
Sanitärsysteme und Raumakustik sowie Filter- und Isolationssysteme sind
weltweit mit Standorten vertreten. Dort werden innovative Bausysteme
entwickelt, produziert, vertrieben, montiert und gewartet. Die Palette
umfasst anwenderorientierte, komplexe und hochwirksame Systemlösungen von
der kompletten Badezimmerausstattung „hinter der Fliese“ (Wannenträger
etc.) bis hin zu Fenster- und Fassadenabdichtungen. Dabei wird die gesamte
Dienstleistung vom Planen und Projektieren bis zum Abwickeln angeboten.
Außerdem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Münchener Rheinhold &
Mahla AG, an der illbruck als Hauptaktionär beteiligt ist. R&M hat ihren
Schwerpunkt in diversen Bau- und Industriedienstleistungen (Ausbau,
Fassadentechnik, Kühllagerbau, Schiffsisolierung und -ausbau,
Industrieisolierung und -service sowie technische Dienstleistungen).
Weitere Informationen über:
Andreas Kling
0061/439/894241 -(0172/2578817) - akling@illbruck-Challenge.com
http://media.illbruck-Challenge.de - http://www.illbruck.com
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