In einer Email von Bord ließ Skipper John Kostecki nochmals Revue
passieren, was auch hartgesottene Hochseesegler noch nie zuvor erlebt
hatten:
Der Wirbelsturm 200 Meter vor uns
28. Dezember 2001
Ein „Muster“ scheint sich auf der illbruck zu entwickeln. In den ersten 24
Stunden einer Etappe erleben wir extreme Bedingungen und Erfahrungen, an
die wir uns für den Rest unseres Lebens erinnern werden:
Wir hatten in aufbauendem Seewind einen gelungen Start aus Sydney heraus.
Nachdem wir das erste Stück in Richtung Süden zurückgelegt hatten, sind
wahrscheinlich alle Volvo-Boote etwa drei Stunden nach dem Start in eine
Windstille geraten. Das war der Übergang zwischen der Seebrise und dem
ansteigenden Gradientenwind aus West. Der zunehmende Westgradient fühlte
sich wie heißer Wüstenwind an, der viel Druck in sich barg. Wir hatten
25-35 Knoten Wind, als wir halbwind die Küste entlang segelten. Als wir um
die 16 Knoten schnell waren, bildete sich eine Wolke südöstlich von uns.
Wir hatten diese Winddrehung auf Süd erwartet, als kühlere Luft aus Süden
sich auf den Weg die Küste entlang machte. Als die Wolke näher kam,
entdeckte ich etwa drei Seemeilen in Lee von uns eine Wasserhose. Wir
wussten sofort, dass wir mit ihr zusammenstoßen könnten.
|