Volvo Ocean Race - Leg 5 - Tagesberichte
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Virtual Spectator
Pressemitteilung der illbruck Challenge vor dem Start der 5. Etappe des Volvo Ocean Race
7. März 2002
„illbruck“ erwartet Hitzeschlacht auf trickreicher Etappe
4.550 Seemeilen nach Miami / Einzige unveränderte Crew / Zirka 19 Tage Dauer
Rio de Janeiro – 35 Grad im Schatten soll es geben und kaum einen Hauch von Wind. Nur Schatten gibt es nicht an Deck der Hochseeyachten, wenn sie am Sonnabend (9. März) in der gleißenden Mittagssonne von Rio de Janeiro an den Start der fünften Etappe des Volvo Ocean Race Round the World 2001-2002 gehen. Sie führt von Brasilien über 4.550 Seemeilen nach Miami in Florida/USA und gilt wegen der Passage durch den Kalmengürtel des Äquators als ausgesprochen trickreich. Mit acht Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Zweiten, „Amer Sports One“ (Finnland/Italien), geht die Leverkusener „illbruck“ ins Rennen. Die zwölfköpfige Crew um Skipper John Kostecki mit dem Münchener Tony Kolb auf dem Vorschiff meldete sich als einzige der acht Mannschaften unverändert und topfit nach gut drei Wochen Pause zurück.
„Die anderen Teams haben aufgeholt und unseren Vorsprung aus der langen Vorbereitungszeit weitgehend minimiert“, relativierte Kostecki die Favoritenstellung. Die kommende Etappe sei zudem unberechenbar. „Es lauern in den Doldrums überall dicke Wolken, die den Wind komplett ausschalten“, so der Skipper, „darunter eingeparkt geht es im Nu von 100 auf null.“ Sein Ziel sei ein Platz auf dem Treppchen, „das muss nicht unbedingt der Erste sein.“ Nach drei von vier möglichen Siegen und nur einem vierten Rang auf dem dritten Teilstück der härtesten Segelregatta der Welt fürchten die Konkurrenten schon einen Alleingang des deutschen Boots.
Allerdings stützt sich ihre Hoffnung auf die völlig anderen Bedingungen, die nach den vier harten Etappen mit zuletzt stürmischen Winden im Southern Ocean zu erwarten sind. „Hoffentlich treffen wir keine Eisberge mehr“, erinnerte John Kostecki scherzhaft an die vierte Etappe, während sein Pendant von der Frauencrew der „Amer Sports Too“, Lisa McDonald, die extremen Erwartungen auf den Punkt brachte: „Es wird heiß, heißer, dann heiß und nass.“ Schon zum Start am Sonnabend um 13.30 Uhr Ortzeit (17.30 Uhr in Deutschland) wird die Quecksilbersäule wieder deutlich über die 30-Grad-Marke klettern, eine frische Brise – Fehlanzeige.
„Es wird flau werden, außer einem leichten Seewind aus Südsüdost nur Flaute am Tag“, prophezeit illbruck Challenge-Meteorologe Chris Bedford. Denn die thermische Brise kämpft teils gegen einen schwachen Nordostwind vom Südatlantischen Hochdruckgebiet. Erst nachts solle es etwas auffrischen. Das mache besonders das erste Stück bis zum Cabo Frio spannend, von wo aus der Kurs in nördliche Richtung weiterführt. Dort muss Navigator Juan Vila einerseits weiter draußen den südwärts ziehenden Brasilianischen Meeresstrom so gut es geht vermeiden, andererseits von ungeliebten Windeffekten nahe der Küste fernbleiben. Nächste Landmarke ist der Badeort Recife an der Nordostspitze Brasiliens und das Cabo Calcanhar. Danach stehen bereits die tropischen Regengüsse mit unerwarteten Flautenlöchern am Äquator bevor. Erst in der zweiten Hälfte der Etappe erhoffen die Segler einen schnellen Ritt mit dem Nordost-Passat nach Nordwesten Richtung Miami.
Am 26. oder 27. März sollen die ersten Yachten am berühmten South Beach vorbei in den Hafen von Miami Vice einlaufen. „Wenn es gut läuft, brauchen sie vielleicht nur 16 Tage, wenn Mutter Natur es böse meint, kann es auch drei Wochen dauern“, meint Bedford. Es ist in jedem Fall die längste der fünf noch verbleibenden Etappen und wird durch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit an den physischen Fähigkeiten wie an der Psyche der Athleten zerren. Schon während des Zwischenstopps in Rio machte die Schwüle vielen an Land zu schaffen. Von dem grassierenden Dengue-Fieber indes, das durch eine Stechmücke übertragen wird, ließ sich die Mannschaft indes nicht verängstigen. „Wir tragen Mückenschutz auf und hatten keine Probleme“, berichtet Fitnesstrainer Sven Riedesel.
„Wir haben uns blendend erholt, denn alle haben neun Tage reinen Urlaub gehabt“, so auch John Kostecki. Die Akkus seien wieder voll geladen. Die Shore Crew um Tom Faire hatte „nur“ Routinearbeiten zu erledigen, denn an Bord der grün-weißen Yacht „illbruck“ war auf den harten 6.700 Seemeilen von Auckland nach Rio so gut wie nichts kaputt gegangen. „Dennoch überlassen wir nichts dem Zufall, und haben alle relevanten Teile überprüft und im Zweifel ausgetauscht“, so der Shore Manager.
Indes musste die Konkurrenz vom neuen Mast („SEB“/Schweden) bis zum neuem Ruder („News Corp“/Australien) so manchen Tausch verkraften. „djuice“ (Norwegen) ersetzte mit vier Mann gleich ein Drittel der ganzen Crew, und „Assa Abloy“ (Schweden) immerhin drei von zwölf Seglern. Das Wechselspiel sah seinen Höhepunkt, indem erstmals sogar Profis direkt vom einem aufs Boot der Gegner stiegen.

Auch wenn die „illbruck“-Crew als einzige unverändert an den Start geht, so ist dennoch jemand „neu“. Denn der Steuermann und Segeltrimmer Noel Drennan war einzig auf der ersten Etappe nicht an Bord, als Ian Moore zweiter Navigator war, der voraussichtlich in der sechsten wieder eingesetzt wird. Das heißt für den geborenen Iren, ihm steht die Äquatortaufe noch bevor. Die elf anderen sind bereit, König Neptun und seine Assistentin „an Bord zu lassen“, die nach altem Seefahrerbrauch den Neuling für seine Sünden bestrafen werden und damit in den Kreis der erfahrenen Seeleute aufnehmen.
Für die illbruck Challenge sind das auf der fünften Etappe: Stuart Bannatyne (Wachführer), Stu „Waffler” Bettany (Vorschiff), Mark “Crusty” Christensen (Wachführer), Richard Clarke und Ray “Hooray” Davies (Segeltrimmer/Steuermann), Dirk “Cheese” de Ridder (Segeltrimmer), Noel “Nitro” Drennan (Segeltrimmer/Steuermann), Jamie Gale/Mast, Ross “Rosco” Halcrow (Segeltrimmer und Segelprogramm-Manager), Tony Kolb (Vorschiff) sowie Skipper John Kostecki und Navigator Juan Vila.

Am Donnerstag Abend durften alle nochmals die Strapazen und die Glücksmomente der vierten Etappe Revue passieren lassen. illbruck Challenge bekam auf einer heißen Samba-Party in der Marina da Gloria nicht nur die kristallgläserne Trophäe für den ersten Rang. Auch der Preis für die beste 24-Stunden-Distanz ging nach Leverkusen: 451,8 Seemeilen schaffte die Crew, das sind 18,825 Seemeilen im Durchschnitt! Die Spitzengeschwindigkeit betrug mehr als 36 Knoten, das heißt weit mehr als 70 km/h. Wenn das kein Grund zum Feiern ist – so hatte die Race Crew am Freitag noch einen letzten Tag vor dem Start frei.
Das Volvo Ocean Race führt über insgesamt 32.700 Seemeilen in neun Etappen einmal rund um die Welt. Die weiteren Stationen nach Miami sind Baltimore-Annapolis/USA, La Rochelle/Frankreich und Göteburg/Schweden. Ziel ist am 9. Juni 2002 Kiel an der Ostsee. Alle Etappe werden nach Punkten gleich hoch bewertet; der Sieger bekommt acht Zähler, der Zweite sieben usw.
Das Rennen ist im Internet unter http://www.illbruck-Challenge.de zu verfolgen.
illbruck Challenge ist ein hochkarätiges, internationales Segelprogramm, das durch die PINTA schon seit 30 Jahren Erfolge auf verschiedenen renommierten Regatten gefeiert hat. Das Racing Team verkörpert die gleichen leistungsorientierten Qualitäten der Firmenphilosophie: Erfolg durch Motivation, Flexibilität und Teamgeist. illbruck Challenge ist das Imagemedium und Leitbild für illbrucks globale und interne Unternehmensidentifikation. Nun nimmt illbruck Challenge an zwei Regatten teil, die beide zu den „Kronjuwelen“ des Sports gehören: das Volvo Ocean Race als härteste Hochseeregatta der Welt und der America’s Cup, die Top-Matchrace-Regatta und älteste Sporttrophäe der Welt. illbruck Challenge repräsentiert den Düsseldorfer Yachtclub in Deutschlands erster America’s Cup-Herausforderung überhaupt.

illbruck wurde am 1. Oktober 1952 gegründet und ist ein privatgeführtes internationales Unternehmen, tätig in den Bereichen Bausysteme und industrielle Dienstleistungen mit Hauptsitz in München. Zusammen mit der Rheinhold & Mahla AG, an der illbruck als Großaktionär beteiligt ist, beschäftigt die Gruppe weltweit an 111 Standorten in 26 Ländern rund 10.000 Mitarbeiter. Diese erwirtschaften eine Gesamtjahresleitung von etwa 900 Millionen Euro.
Die Geschäftsbereiche sind unterteilt in Abdichtungssysteme, Sanitärtechnik, Akustik und Design/Ausbau, Fassadentechnik, Kühllagerbau, Schiffsisolierung und -ausbau, Industrieisolierung und -service, technische Dienstleistungen sowie Filter- und Isolationssysteme. Weltweit werden innovative, anwenderorientierte und hochwirksame Systemlösungen entwickelt, produziert, vertrieben, montiert und gewartet – ein Komplettservice vom Planen und Projektieren bis zum Abwickeln. Die breite Produktpalette reicht von der kompletten Badezimmerausstattung „hinter der Fliese“ (Wannenträger etc.) über Fenster- und Fassadenabdichtungen bis hin zur kompletten Innenausstattung von Kreuzfahrtschiffen.

Gesamtstand nach vier von neun Etappen:
1. illbruck 29 Punkte
2. Amer Sports One 22
3. Assa Abloy 20
4. News Corp 19
4. Tyco 18
6. djuice 17
7. SEB 12
8. Amer Sports Too 7


Rio de Janeiro, Brazil, March 7th, 2002
John Kostecki – Skipper illbruck - pre-start interview leg five Volvo Ocean Race

Q: How prepared are you?
A: The boats are ready to go now. The shore crew did an excellent job this last week, putting the final bits and pieces together. Fortunately, the sailing team had some time off, so we’re well rested and relaxed and we’re ready to go.

Q: Many changes to the set-up of the boat for this leg?
A: Not much at all. Everything is basically the same on the boat. And unless we are having somebody getting sick, we’re going to go with the same crew as well, so we’re going with the same program.

Q: Was there any thought that Ian Moore might be part of the twelve for this leg?
A: No, we’re looking at having two navigators for the short legs that just fits better with our watch system. And on these longer legs, we’re just going with one navigator.

Q: Well, the one navigator is playing a bit of a blinder at the moment. He really has impressed from where we we’ve been watching. What is he actually like to work with?
A: Oh, Juan’s great. He’s very easy-going, very open-minded and we have a great team around him, supporting him. Especially in our meteorology Chris Bedford who helps us prepare for each leg. Chris doesn’t get much recognition, but deserves a lot, because he plans a lot of the different scenarios we are going to encounter in our heads, so we are well prepared.

Q: Just looking quickly at the other boats: Assa Abloy. Mike Howard has joined, a guy I guess you probably know pretty well. What is he likely to bring to the party?
A: Mike was involved with America One, our last America’s Cup effort. Great sailor. Well, he brings a lot of strength; he is a very strong individual, but also a great attitude. He is a very positive person, uplifting and I think he will be a huge strength to their team.

Q: The next leg is into the USA, your home. How important would it be as an American skipper to take your boat in first into Miami?
A: I don’t really look at it any differently than any other leg, whether we are going to the States or to South Africa, Australia or New Zealand or Brazil. So it’s another leg that we’re fighting seven other competitors and we hope to be in there as one of the top boats.

Q: Now, a question I’ve been asking one or two people: Are you enjoying the race at the moment?
A: (Hesitatingly) Yes, I enjoyed leg one. I didn’t really enjoy the stopover of leg one in Cape Town, because we had the protest situation. Leg two was tough with the sinking situation and then going straight into the Southern Ocean. But even on from leg two, I enjoyed it immensely. We had some good racing and some close racing and that’s what I really enjoy the most.

Q: It’s interesting, that seems to be the reaction of everyone else. Talking to Mark Rudiger, he’s been saying that that has been really the joy of this particular Volvo Ocean Race - the fact that the boats are close.
A: That’s why I’m doing it, really. I like close racing and I come from the one design background where it’s all close. It’s been close and I’m sure it’s going to continue to be close, so I’m looking forward to the rest.

Q: Obviously, we can’t talk about tactics for the next race, but is there anything special you are looking to do in the next leg?
A: It’s a different type of leg than we were having the last two. It is more similar to a portion of leg one, crossing the tropics and the equator. We are preparing slightly different, trying to educate the whole crew in the different type of scenarios we’re going to have so everybody is on the same page and keeps the boat going faster in all the different conditions we are going to encounter.
Q: Yes, the doldrums is about as different from the Southern Ocean as you can get…
A: Very different. But the two times that I’ve gone through, we had decent enough wind to get through quickly, so hopefully that’ll be the case this time.


Rio de Janeiro, Brazil, March 7th, 2002
Team Tyco crew change for leg five
Veteran round the world racer Grant “Fuzz” Spanhake will step onboard Team Tyco as specialist trimmer for the 4450 nautical mile leg from Rio de Janeiro to Miami.
Spanhake is no stranger to this event. He is a veteran of three Whitbread races, sailing with the now legendary Sir Peter Blake on Lion New Zealand in 1985-86, Grant Dalton in 1989-90 on Fisher and Paykel and finally, in 1997-98, on George Collins’ Chessie Racing. He will replace Australian crewmember Jim Close for this leg.
“Grant is a hugely experienced trimmer and as the sail designer for Team Tyco, he’s been heavily involved with sail development from the start of the project,” explained skipper Kevin Shoebridge. “He is also a good racer and helmsman, and his expertise will be useful during this very technical leg. Having Grant onboard is a good way to keep our sail programme progressing. This is a real boat speed leg, and we feel that we’ve got to be as strong as possible in that area. He’ll have the advantage of seeing first hand how the sails are performing against the competition and will be able to better develop the sail programme accordingly.”
Bringing in specialists has been an ongoing part of the campaign strategy of several of the eight teams competing in the Volvo Ocean Race. Shoebridge is confident that 42-year old Spanhake will complement the highly skilled crew. “You couldn’t get a better person than Jim for the Southern Ocean leg, but now we’re into short course racing and the timing is right to bring in our sail coordinator to gain insight into what we can do from now until the end of the race to speed things up. Jim is a valued member of the team and he’ll be coming to Miami,” Shoebridge explained.
In addition to his Whitbread experience, Spanhake has participated in four America’s Cups, winning it in San Diego in 1992 with America 3. Spanhake has three Sydney-Hobarts and four Fastnet races under his belt.
Spanhake is keen to sail on the boat to Miami. “It’s a wonderful leg to do, who could resist a race in the Carribbean? The racing is going to be intense and exciting. The boats are all stacked up on top of each other, points-wise, and it’s going to come down to tactics, navigation, some fast sailing and getting the most out of the boat. I’m a high energy sort of guy and hard driving, which will be good for the team.”
After the setback on leg two from Cape Town to Sydney, where the team suffered a damaged rudder and had to retire from the leg, Team Tyco has had two consecutive podium finishes. “The shore team has done a great job getting the boat ready for the restart,” says project director, Michael Castania. “After the setback of a broken rudder on leg two, Team Tyco has had strong finishes on legs three and four with a third place both times. Kevin [Shoebridge] has done a great job and we are focusing on another podium finish.”

The Race Crew for leg five
Kevin Shoebridge (NZL) - skipper;
Steve Hayles (GBR) - navigator;
Brad Jackson (NZL) - watch leader;
Tim Powell (GBR) - watch leader;
Grant Spanhake (NZL) - helmsman/trimmer;
Gerry Mitchell (GBR) - helmsman/trimmer;
Robert Salthouse (NZL) - helmsman/trimmer;
Jonathan Swain (RSA) - helmsman/trimmer;
David Endean (NZL) - mast;
Damian Foxall (IRL) - pit;
Jan Dekker (FR) - bow
Guy Salter (GBR) - bow.

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Segeln blindes gif
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