Pressemitteilung der illbruck Challenge zum Start der 6. Etappe des Volvo
Ocean Race
12. April 2002
Drei Tage Jagd auf die führende „illbruck“
875 Seemeilen von Miami nach Baltimore starten am Sonntag um 19 Uhr
deutscher Zeit
Miami – Sie dauert drei Tage und drei Nächte, und doch ist sie für die
Weltumsegler nur ein kurzer Sprint. Die sechste Etappe des Volvo Ocean
Race von Miami in Florida nach Baltimore im US-Bundesstaat Maryland führt
über 875 Seemeilen und wird am kommenden Sonntag (14. April) um 13 Uhr
Ortszeit (19 Uhr deutscher Zeit) gestartet. Sieben der acht Mannschaften
werden die bisher überragende Leverkusener Hochseeyacht „illbruck“ jagen,
die acht Punkte Vorsprung mit auf die Reise nimmt und dadurch die
Gesamtführung in jedem Fall verteidigen wird. Doch Skipper John Kostecki
hat seine Crew wieder auf Sieg gestimmt, würde er doch zu gerne gerade in
seiner Heimat erneut ganz oben auf dem Podest stehen und das Polster
weiter ausbauen.
„Wir spüren den Druck von hinten, aber damit können wir umgehen, denn den
sind wir ja nun von Anfang an gewohnt“, so Kostecki 48 Stunden vor dem
Startschuss. Den geborenen Amerikaner macht die andauernde Favoritenrolle
keineswegs nervös. Akribisch wie immer und souverän hat er sein Team auf
die besonderen Herausforderungen des nächsten Abschnitts eingestellt und
nichts dem Zufall überlassen. Die typischen örtlichen Wettereffekte auf
dem Revier wurden sogar aus der Luft studiert, um nicht unerwartet in
einem Windloch hängen zu bleiben.
Denn: „Es wird wieder eine leichte Brise geben, teils sehr leicht“,
prophezeit illbruck Challenge-Meteorologe Chris Bedford. Der Wetterfrosch
befürchtet sogar eine ähnliche Flautenschlacht wie zuletzt gegen Ende der
fünften Etappe vor Miami, in der die „illbruck“ ihre tagelange Führung
gegen die „Assa Abloy“ verlor. Der zweifache Etappensieger aus Schweden
ist seitdem härtester Verfolger vor der „Amer Sports One“
(Finnland/Italien), die weitere drei Zähler zurück liegt. Auch „Tyco“
(Bermudas) und „News Corp“ (Australien), je einen weiteren Punkt dahinter,
haben den Gesamtsieg noch nicht abgeschrieben.
Für den Starttag erwartet Bedford noch einen mäßigen Ostsüdost-Wind, der
die Boote unter Spinnaker in den Golfstrom tragen würde. Die nordwärts
führende Meeresströmung optimal zu erwischen, ist der erste kritische
Faktor. Doch die Entscheidung dürfte auf den letzten rund 150 Seemeilen
fallen, die in der weiten Chesapeake Bay vor Baltimore liegen. „Dort
müssen die Teilnehmer mit längeren Flauten rechnen, so dass das Rennen
wahrscheinlich ‚neu’ gestartet wird“, meint der Meteorologe, der seit
Tagen die verschiedenen Wettermodelle abgleicht.
Um keine Entwicklung zu verschlafen, wird illbruck Challenge diese Etappe
wieder mit zwei Navigatoren segeln, die rund um die Uhr über Radar und
Internet dem günstigsten Wind auf der Spur sein sollen. Ian Moore, der
bereits zum erfolgreichen Auftakt von Southampton nach Kapstadt an Bord
war, kommt für den Segeltrimmer und Steuermann Noel Drennan. „Wir waren
von Beginn an 13 Mann in der Race Crew, also einer in Reserve, und
entscheiden uns jedes Mal von neuem nach den Anforderungen der jeweiligen
Etappe“, erklärte John Kostecki den Wechsel.
Unbestritten der Mann für die harten Aufgaben auf dem Vorschiff bleibt
Tony Kolb. Nach mehrwöchiger Pause ist der 25-Jährige längst wieder gierig
auf die hohe See: „Von mir aus könnte der Hafenaufenthalt kürzer sein“, so
der Münchner, der in Miami Besuch von seinen Eltern erhielt. Doch die sind
inzwischen zurück in Bayern und sehen ihren Bub wohl erst zum großen
Finale am 9. Juni in Kiel an der Ostsee wieder.
Das Volvo Ocean Race führt über insgesamt 32.700 Seemeilen in neun Etappen
einmal rund um die Welt. Die weiteren Stationen nach Annapolis sind La
Rochelle/Frankreich und Göteburg/Schweden. Alle Etappen werden nach
Punkten gleich hoch bewertet; der Sieger bekommt acht Zähler, der Zweite
sieben usw.
illbruck Challenge ist ein hochkarätiges, internationales Segelprogramm,
das durch die PINTA schon seit 30 Jahren Erfolge auf verschiedenen
renommierten Regatten gefeiert hat. Das Racing Team verkörpert die
gleichen leistungsorientierten Qualitäten der Firmenphilosophie: Erfolg
durch Motivation, Flexibilität und Teamgeist. illbruck Challenge ist das
Imagemedium und Leitbild für illbrucks globale und interne
Unternehmensidentifikation.
illbruck wurde am 1. Oktober 1952 gegründet. Die illbruck GmbH (München)
ist als Finanzholding alleiniger Gesellschafter der Leverkusener illbruck
Bausysteme GmbH und hält gleichzeitig eine wesentliche Beteiligung an der
Münchner Rheinhold & Mahla AG. Diese Unternehmen sind in den Bereichen
Industrieservice, Baudienstleistungen und Bausysteme tätig. Insgesamt
beschäftigen sie fast 10.000 Mitarbeiter an 111 Standorten in 26 Ländern
mit einer Jahresgesamtleistung (2001) von rd. 950 Mio Euro.
Die Geschäftsbereiche beider Unternehmen sind unterteilt in
Abdichtungssysteme, Sanitärtechnik, Akustik und Design sowie Ausbau,
Fassadentechnik, Kühllagerbau, Schiffsisolierung und -ausbau,
Industrieisolierung und -service, technische Dienstleistungen sowie
Filter- und Isolationssysteme. Weltweit werden innovative,
anwenderorientierte und hochwirksame Systemlösungen entwickelt,
produziert, vertrieben, montiert und gewartet – ein Komplettservice vom
Planen und Projektieren bis zum Abwickeln. Die breite Produktpalette
reicht von der kompletten Badezimmerausstattung „hinter der Fliese“
(Wannenträger etc.) über Fenster- und Fassadenabdichtungen bis hin zur
kompletten Innenausstattung von Kreuzfahrtschiffen.
Gesamtstand nach fünf von neun Etappen:
1. illbruck 36 Punkte
2. Assa Abloy 28
3. Amer Sports One 25
4. Tyco 24
5. News Corp 23
6. djuice 19
7. SEB 17
8. Amer Sports Too 8
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