Volvo Ocean Race 2001/2002 Tagesberichte
zurück zum Volvo Ocean Race Leg 7

Pressemitteilung der illbruck Challenge vom Start der 7. Etappe des Volvo
Ocean Race
28. April 2002

„illbruck“ nach verhaltenem Start Zweiter

Regen und Gegenwind zum Auftakt der 3.400 Seemeilen von Annapolis nach La
Rochelle

Annapolis – Wird es ein Speedrennen über den Atlantik oder vor allem auf
die Taktik ankommen? Selten waren die Hochseesegler so vielfältiger
Meinung, wie beim Start der siebten Etappe des Volvo Ocean Race Round the
World 2001-2002 am Sonntag in Annapolis/USA. Zum Auftakt bescherte Rasmus
ihnen strömenden Regen und eine Kreuz durch die Chesapeake Bay gegen den
mäßigen bis frischen Südsüdwest-Wind. Dabei erwischte die gesamtführende
Leverkusener Yacht „illbruck“ zunächst nicht den günstigsten Weg und
musste sich mit einer Verfolgerrolle begnügen. Dann zog eine Gewitterfront
mit stürmischen Böen durchs Feld der acht Boote, und nach fünf Stunden
hatten sich Skipper John Kostecki und seine Mannen bereits auf Rang zwei
vorgearbeitet. Ihre frühe Führung verteidigte die „Amer Sports One“
(Finnland/Italien). Für die 3.400 Seemeilen nach La Rochelle in Frankreich
werden voraussichtlich 13 Tage benötigt, so dass die Etappe am 11. Mai
zuende gehen würde.

„Die ersten 140 Seemeilen durch die Chesapeake Bay sind kritisch und
werden die Weichen für das Erreichen des Golfstroms stellen, der uns dann
nach Europa begleitet“, so Kostecki vor dem Ablegen, „wer da schon zu
Anfang ins Hintertreffen geriet, kann schnell den Anschlusszug verpassen.“
Denn die taktischen Varianten auf dem Atlantik wurden von der
Regattaleitung begrenzt, die eine Verbotszone nördlich des 40.
Breitengrads zwischen 51 und 45 Grad westlicher Länge ausgesprochen hat.
Der Grund: Jede Menge arktisches Treibeis vor Neufundland würde die Teams
in unkalkulierbare Gefahren bringen. So werden alle Teilnehmer nach 75
Seemeilen wohl mehr oder weniger auf gleichem Kurs entlang dieser Linie
segeln und die Bootsgeschwindigkeit die entscheidende Rolle spielen.

Darauf hat sich illbruck Challenge in den vergangenen Tagen in Baltimore
und Annapolis gewissenhaft vorbereitet. „Die Jungs sind heiß und wollen
allen zeigen, dass sie es besser können, als der zuletzt auch für uns
selbst etwas enttäuschende vierte Platz in der vorigen Etappe“, meinte
Chairman Michael Illbruck, der für die erste halbe Stunde des Rennens an
Bord war, bevor er von einen Begleitboot übernommen wurde. Die „illbruck“
ist zwar mit sieben Punkten Vorsprung vor der Gesamtzeiten „Assa Abloy“
(Schweden) unterwegs und wird dadurch die Spitzenposition auch in La
Rochelle verteidigen. Doch das Polster sei kein Grund, sich auszuruhen,
war sich die Crew hundertprozentig einig. „Wir wollen mal wieder alle
schlagen und die Etappe gewinnen“, stapelte Vorschiffmann Tony Kolb aus
München bewusst nicht tief.

Die Entscheidung dürfte im dritten Abschnitt der Route fallen, wenn die
Strategen an Bord das Azoren-Hoch meistern müssen, das wie gewohnt
zwischen dem Zielhafen und den Yachten mitten auf dem Atlantik direkt auf
dem Kurs festliegt. „Wahrscheinlich werden alle das Hochdruckgebiet
nördlich umrunden wollen, um nicht in die Schwachwindzone in der Mitte zu
geraten“, vermutet illbruck Challenge-Meteorologe Chris Bedford. „Das
könnte auf den letzten Seemeilen vor der französischen Küste bei
abnehmenden Winden besonders trickreich werden.“

Bis dahin erwartet die Segler jedoch eine raue Überfahrt. Dem
Tiefdruckgebiet, dass sich am Sonnabend über den Rocks Mountains gebildet
hatte und für die Gewitterfront an der Nordostküste der Vereinigten
Staaten gesorgt hatte, sollen weitere Cyklone folgen. Die versprechen
westliche Winde und die gewünschten Spinnakerbedingungen, allerdings auch
Kälte und Feuchtigkeit, zuweilen Nebel – nicht die komfortabelste Art zu
reisen. Dafür hat die französische Hafenstadt einen umso wärmeren Empfang
versprochen, wenn die Hochseeartisten ihre letzte Ozeanüberquerung hinter
sich gebracht haben.

Obwohl der alljährliche Bridge Walk, bei dem eine Seite der gigantischen
Doppel-Brücke über die Chesapeake Bucht bei Annapolis für den Autoverkehr
geschlossen und für Fußgänger freigegeben wird, wegen des schlechten
Wetters ausfiel, waren zig tausend Wassersportfans auf den Beinen und
ihren Booten, um die prominenten Gäste beim Abschied aus dem
US-Bundesstaat Maryland zu begleiten. Die „illbruck“ war nach einem
konservativen Start früh gewendet und musste der „Assa Abloy“ Vorfahrt
gewähren. Auch direkt unter den Brücken, wenige hundert Meter hinter der
Startlinie kam es zu weiteren knappen Begegnungen, bevor sich die Taktiker
ihre eigenen Wege suchen konnten. Dabei machte das deutsche Boot anfangs
verlorenen Boden bald gut. „Wir haben uns optimal vorbereiten und sind
zuversichtlich, zumindest auf dem Podium zu landen“, sagte John Kostecki
zu den eigenen Erwartungen.

Die Crew der „illbruck“ auf der siebten Etappe: Stuart Bannatyne
(Wachführer), Stu „Waffler” Bettany (Vorschiff), Mark “Crusty” Christensen
(Wachführer), Richard Clarke und Ray “Hooray” Davies
(Segeltrimmer/Steuermann), Dirk “Cheese” de Ridder (Segeltrimmer), Noel
“Nitro” Drennan (Segeltrimmer/Steuermann), Jamie Gale/Mast, Ross “Rosco”
Halcrow (Segeltrimmer und Segelprogramm-Manager), Tony Kolb (Vorschiff)
sowie Skipper John Kostecki und Navigator Juan Vila.

Das Volvo Ocean Race führt über insgesamt 32.700 Seemeilen in neun Etappen
einmal rund um die Welt. Die vorletzte Station nach La Rochelle/Frankreich
ist Göteburg/Schweden bevor der finale Zieleinlauf am 9. Juni in Kiel an
der Ostsee erfolgt. Alle Etappen werden nach Punkten gleich hoch bewertet;
der Sieger bekommt acht Zähler, der Zweite sieben usw.

illbruck Challenge ist ein hochkarätiges, internationales Segelprogramm,
das durch die PINTA schon seit 30 Jahren Erfolge auf verschiedenen
renommierten Regatten gefeiert hat. Das Racing Team verkörpert die
gleichen leistungsorientierten Qualitäten der Firmenphilosophie: Erfolg
durch Motivation, Flexibilität und Teamgeist. illbruck Challenge ist das
Imagemedium und Leitbild für illbrucks globale und interne
Unternehmensidentifikation.

illbruck wurde am 1. Oktober 1952 gegründet. Die illbruck GmbH (München)
ist als Finanzholding alleiniger Gesellschafter der Leverkusener illbruck
Bausysteme GmbH und hält gleichzeitig eine wesentliche Beteiligung an der
Münchner Rheinhold & Mahla AG. Diese Unternehmen sind in den Bereichen
Industrieservice, Baudienstleistungen und Bausysteme tätig. Insgesamt
beschäftigen sie fast 10.000 Mitarbeiter an 111 Standorten in 26 Ländern
mit einer Jahresgesamtleistung (2001) von rd. 950 Millionen Euro.

Die Geschäftsbereiche beider Unternehmen sind unterteilt in
Abdichtungssysteme, Sanitärtechnik, Akustik und Design sowie Ausbau,
Fassadentechnik, Kühllagerbau, Schiffsisolierung und -ausbau,
Industrieisolierung und -service, technische Dienstleistungen sowie
Filter- und Isolationssysteme. Weltweit werden innovative,
anwenderorientierte und hochwirksame Systemlösungen entwickelt,
produziert, vertrieben, montiert und gewartet – ein Komplettservice vom
Planen und Projektieren bis zum Abwickeln. Die breite Produktpalette
reicht von der kompletten Badezimmerausstattung „hinter der Fliese“
(Wannenträger etc.) über Fenster- und Fassadenabdichtungen bis hin zur
kompletten Innenausstattung von Kreuzfahrtschiffen.

Gesamtstand nach sechs von neun Etappen:
1. illbruck (Leverkusen) 41 Punkte
2. Assa Abloy (Schweden) 34
3. Amer Sports One (Finnland/Italien) 32
4. News Corp (Australien) 31
5. Tyco (Bermudas) 27
6. djuice (Norwegen) 21
6. SEB (Schweden) 21
8. Amer Sports Too (Finnland/Italien) 9


Beating down Cheapeake. The Volvo Ocean Race Fleet is tightly packed as they make their way down the Chesapeake. With the weather coming from a southerly direction the yachts are beating towards the entrance of the Chesapeake Bay. They are all busy setting themselves up for the three and a half thousand nautical mile Atlantic crossing to La Rochelle. The average speed of the fleet at the moment is 10 knots with a wind speed of approximately 16 knots from the southwest. Volvo Ocean Race Position Report, Day 1, 2150 GMT PS Yacht Latitude Longitude DTF CMG SMG TFHR DTL DTL-C ETA PO 1 AONE 38 17.32N 076 20.32W 3469 163 9.6 999999 0 0 11/05/02 11:31 40 2 ILBK 38 17.72N 076 19.84W 3470 158 10.2 999999 1 0 11/05/02 11:32 48 3 TSEB 38 17.84N 076 19.72W 3470 157 10 999999 1 0 11/05/02 11:32 27 4 TYCO 38 17.80N 076 19.92W 3470 159 9.9 999999 1 0 11/05/02 11:32 32 5 DJCE 38 18.16N 076 20.52W 3470 160 9.7 999999 1 0 11/05/02 11:35 25 6 NEWS 38 18.80N 076 20.56W 3471 163 9.6 999999 2 0 11/05/02 11:38 34 7 AART 38 18.64N 076 21.24W 3471 164 9.7 999999 2 0 11/05/02 11:38 36 8 ATOO 38 20.12N 076 20.88W 3472 159 10.3 999999 3 0 11/05/02 11:45 10

Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE




Segeln blindes gif
Segeln blindes gif