Volvo Ocean Race 2001/2002 Tagesberichte
zurück zum Volvo Ocean Race Leg 8


Göteborg, 30. Mai 2002

Entfesselte ASSA ABLOY gewinnt die achte Etappe im Volvo Ocean Race

Kurz nach Mitternach war alles entschieden: In einem atemberaubenden
Final-Thriller hat die schwedische Rennyacht ASSA ABLOY am frühen
Donnerstag Morgen die achte Etappe im Volvo Ocean Race gewonnen. Es war der
spannendste Zieldurchgang in der 29jährigen Geschichte des
Meeres-Marathons, als die ersten fünf Yachten die Ziellinie binnen sechs
Minuten und 50 Sekunden kreuzten. Mit dem nötigen Kampfgeist gerüstet,
erreichte das ASSA ABLOY Racing Team die Ziellinie vor ihrem Heimathafen
Göteborg als erste. Hunderte Zuschauerboote säumten den Weg ihrer
Nationalhelden vom Ziel bis in den Hafen und bereiteten den Crews einen
spektakulären Empfang in pechschwarzer aber klarer schwedischer Nacht. Das
ASSA ABLOY Racing Team hat mit diesem Sieg ihren zweiten Gesamtrang im
Volvo Ocean Race bereits gesichert und gleichzeitig ihre Chance auf den
Gesamtsieg gewahrt.

Klabbe Nylof, schwedischer Steuermann und Trimmer an Bord der gold-blauen
Yacht, erreichte das Dock und die wartenden Fans mit strahlendem Lächeln:
"Alles war gut, unser Timing, unsere Form, unsere Entscheidungen bei den
Segelwechseln, unsere Geschwindigkeit ­ es war einfach wundervoll!"

Laut Nylof hätte bis ins Ziel fast jede Yacht diesen Etappensieg verbuchen
können,


30. Mai 2002

Gothenburg, Sweden, May 29th, 2002

John Kostecki, skipper of illbruck, on the dockside after finishing fourth
in leg eight of the Volvo Ocean Race

Q:   How was the leg?

A:   It was a tough leg, I think we sailed well, we had some bad breaks, and
made some mistakes but we’re still in the lead going into the last leg.
It’s a pretty good position, I think that everyone would like to be in our
position, we’re pretty happy.

Q:   What went wrong with your game plan on this leg?

A:   Everything went well actually. We were in second right behind Assa
Abloy this morning, we had a bit of a case of the slows, some seaweed on
the keel today, so we weren’t going real fast. We had some sail handling
problems, and some tactical problems which put us back, but it could have
easily been a first place, or a second – could have easily been a fifth or
sixth. So, we’ll take the fourth, it might have been our nitch on these
short course legs, and we were winning the ocean legs, that’s par for the
course and we’ll keep going for the next leg. I’m sure we’ll come out all
right.

Q:   The next leg is another short one though, and they’re not your best...

A:   No, but at the moment we have a five point gap, which is pretty nice.
We have to finish in the top five if Assa wins, so we’re pretty happy.
We’ve clinched second overall at worse case scenario, so we’re pretty
happy with that, but we obviously still have a great shot at winning the
race.

Q:   What about the finish today, to have five boats within seven minutes is
just extraordinary...

A:   Yeah, it is frustrating for our result, but it was good, exciting,
close racing, you can’t really complain about that!

Q:   The boats ahead of you said you made mistakes out there..

A:   We made some tactical blunders, I would say going up the Norwegian
coast, we weren’t going fast either. We had a big sail problem after past
the coast of Denmark this afternoon, and that’s where we lost a lot of
distance, we lost a lot of distance there. So we made another tactical
blunder after that, so everything just came at once. Everyone is really
tired, it’s hard, it’s tough to be perfect all the time.

Contact in Gothenburg/ Media Centre:
Mark Howell, Media Director, tel: +44 7818 408 568
Lizzie Green, Race Press Officer tel: +44 7801 185 320



„illbruck“ nach hartem Kampf Vierter: Entscheidung vertagt

„Assa Abloy“ gewinnt knappstes Finale überhaupt / Fünf Boote in 6:40
Minuten im Ziel

Göteborg – Die Entscheidung über den Gesamtsieg beim Volvo Ocean Race
Round the World 2001-2002 wurde in Göteborg/Schweden nochmals vertagt. Im
spannendsten und knappsten Zieleinlauf in der 29-Jährigen Geschichte der
härtesten Segelregatta der Welt wurde die gesamtführende Leverkusener
Hochseeyacht „illbruck“ in der Nacht zu Donnerstag knapp geschlagen
Vierte. Die schwedische „Assa Abloy“ siegte nach rund 1.150 Seemeilen vor
La Rochelle/Frankreich mit ganzen zwei Minuten und 16 Sekunden vor der
„Tyco“ (Bermudas) und weiteren 100 Sekunden vor der „News Corp“
(Australien). Damit verkürzte sich der Vorsprung der „illbruck“ im
Gesamtklassement auf fünf Punkte. Beim großen Finale am 8./9. Juni von
Göteborg nach Kiel muss das deutsche Boot mindestens Fünfter werden, um
die Trophäe „Fighting Finish“ beim Heimspiel aus eigener Kraft sicher mit
nach Hause zu nehmen.

Sie hatten rötlich entzündete Augen, schrubbelige Vier-Tage-Bärte und
einen ziemlichen Sonnenbrand. Angespannt und aufgedreht, zugleich
hundemüde und total erschöpft standen die Segler der „illbruck“ an Deck,
als sie gegen zwei Uhr morgens unter Feuerwerk und frenetischen Jubelrufen
der Angehörigen in den Werfthafen von Eriksberg einlief. So lange hatten
sie nach dem Zieleinlauf um exakt 0.11 und 55 Sekunden warten müssen, bis
die Schlange am Ankunftsponton abgebaut war. Die Enttäuschung über den
vierten Platz war nicht zu verhehlen. „Wir haben alles gegeben, aber nicht
alles gewonnen“, meinte Steuermann und Segeltrimmer Richard Clarke aus
Kanada. 30 Stunden hatte er nicht geschlafen, und wollte am liebsten nur
noch ins Bett.

Nicht eben erholter sahen die Gegner aus. Noch tiefer saß der Frust bei
der „Amer Sports One“ (Finnland/Italien). Sie hatte die Etappe zwei
stürmische Tage lang vor der „illbruck“ angeführt, ehe beide gemeinsam
eine Halse zu früh fuhren und zurückfielen. Am Ende zog Grant Dalton auch
noch um eine Minute und 33 Sekunden den Kürzeren gegen die „illbruck“ und
musste auch alle theoretischen Hoffnungen auf die beiden ersten Plätze
begraben. Stattdessen wird es vor Kiel einen dramatischen Dreikampf um
Platz drei geben, den mit der „Amer Sport One“ haben auch „Tyco“ und „News
Corp“ 40 Zähler auf ihrem Konto. Enttäuschend lief die Etappe genau wie
das gesamte Rennen für die „SEB“ (Schweden/6.), die „djuice“ (Norwegen/7.)
und die Frauen der „Amer Sport Too“, die am Donnerstag Vormittag immer
noch auf See waren.

Vier Tage und vier Nächte hatten die Männer von der atlantischen Küste von
La Rochelle gebraucht. Zu keiner Zeit verloren sich die Gegner aus den
Augen. Niemals zuvor lagen die Yachten bei einer Etappe rund um die Welt
bis zum Schluss so dicht zusammen. Nur sechs Minuten und 40 Sekunden
trennten die ersten fünf Boote in Ziel. „Es war eine harte Etappe, die wir
genauso gut hätten gewinnen aber auch als Sechster beenden können“, meinte
Skipper John Kostecki. Mit der Gesamtführung von fünf Punkten sei er
glücklich. Kostecki: „Das ist eine gute Ausgangsposition für Kiel“. Gold
und Silber sind nun bereits an die ewigen Konkurrenten vergeben; die Frage
bleibt nur, wer kriegt die Krone?

Die Rechenspiele: Wird „illbruck“ Fünfter oder besser, geht die
Kristalltrophäe nach Punkten nach Leverkusen. Siegt „Assa Abloy“ und dem
grün-weißen Boot bleibt nur der sechste Platz, wären sie punktgleich. Dann
zählt die sogenannte Majorität der Plätze. Und dabei hätten die Schweden
einen, ihren einzigen dritten Platz mehr, der zum Sieg reichen würde. Wird
„Assa“ Zweiter, reicht „illbruck“ der siebte und vorletzte Platz, denn bei
der Punktgleichheit würden vier Etappesiege gegenüber drei den Ausschlag
geben. Landen die Schweden in Kiel auf dem dritten Rang, dürfen
Kostecki&Co. nur nicht disqualifiziert werden, denn das gäbe null Punkte.
Also hat illbruck Challenge nach wie vor die besseren Karten und die
Entscheidung selbst in der Hand.

Navigator Juan Vila fasste es als Erster wieder positiv zusammen: „Wir
hatten einige Chancen, weiter vorne zu landen. Die haben wir nicht
genutzt. Aber wir wussten von vornherein, dass es nicht leicht werden
würde. Doch jetzt machen wir es halt in Kiel klar.“ Davon war auch der
Münchener Vorschiffsmann Tony Kolb überzeugt. Allerdings wurde er
nachdenklich bei der Fehleranalyse: „Es haben nicht alle Segelwechsel
geklappt, und wir waren auch manchmal zu langsam.“ Allein ein dritter
Platz auf dem Podium hätte ihm gereicht, um guten Mutes die Strapazen zu
vergessen. 14 vielleicht 15 Stunden habe er auf der gesamten Etappe
geschlafen. „Wie waren alle furchtbar müde“, gab auch Kostecki zu.

„Es lief an sich gut und wie geplant. Wir waren heute morgen direkt hinter
‚Assa’ Zweiter. Doch viel Pech mit Seegras am Kiel, das Tony in der kalten
Nordsee schwimmend entfernen musste, hat uns stark gebremst. Hinzu kamen
eine paar Manöverprobleme und taktische Fehler“, so der Skipper weiter.
„Nun haben wir den zweiten Platz schon in der Tasche und ich bin sicher,
am Ende wird es noch besser kommen.“ Das Finale steigt am Sonnabend, dem
8. Juni, um 14 Uhr in Göteborg und endet am nächsten Tag voraussichtlich
gegen Mittag oder frühen Nachmittag in der Kieler Innenförde an der
Blücherbrücke.

Die Crew der „illbruck“ auf der siebten Etappe: Stuart Bannatyne
(Wachführer), Stu „Waffler” Bettany (Vorschiff), Mark “Crusty” Christensen
(Wachführer), Richard Clarke und Ray “Hooray” Davies
(Segeltrimmer/Steuermann), Dirk “Cheese” de Ridder (Segeltrimmer), Noel
“Nitro” Drennan (Segeltrimmer/Steuermann), Jamie Gale/Mast, Ross “Rosco”
Halcrow (Segeltrimmer und Segelprogramm-Manager), Tony Kolb (Vorschiff)
sowie Skipper John Kostecki und Navigator Juan Vila.

illbruck Challenge ist ein hochkarätiges, internationales Segelprogramm,
das durch die PINTA schon seit 30 Jahren Erfolge auf verschiedenen
renommierten Regatten gefeiert hat. Das Racing Team verkörpert die gleiche
n leistungsorientierten Qualitäten der Firmenphilosophie: Erfolg durch
Motivation, Flexibilität und Teamgeist. illbruck Challenge ist das
Imagemedium und Leitbild für illbrucks globale und interne
Unternehmensidentifikation.

illbruck wurde am 1. Oktober 1952 gegründet. Die illbruck GmbH (München)
ist als Finanzholding alleiniger Gesellschafter der Leverkusener illbruck
Bausysteme GmbH und hält gleichzeitig eine wesentliche Beteiligung an der
Münchner Rheinhold & Mahla AG. Diese Unternehmen sind in den Bereichen
Industrieservice, Baudienstleistungen und Bausysteme tätig. Insgesamt
beschäftigen sie fast 10.000 Mitarbeiter an 111 Standorten in 26 Ländern
mit einer Jahresgesamtleistung (2001) von rd. 950 Millionen Euro.

Die Geschäftsbereiche beider Unternehmen sind unterteilt in
Abdichtungssysteme, Sanitärtechnik, Akustik und Design sowie Ausbau,
Fassadentechnik, Kühllagerbau, Schiffsisolierung und -ausbau,
Industrieisolierung und -service, technische Dienstleistungen sowie
Filter- und Isolationssysteme. Weltweit werden innovative,
anwenderorientierte und hochwirksame Systemlösungen entwickelt,
produziert, vertrieben, montiert und gewartet – ein Komplettservice vom
Planen und Projektieren bis zum Abwickeln. Die breite Produktpalette
reicht von der kompletten Badezimmerausstattung „hinter der Fliese“
(Wannenträger etc.) über Fenster- und Fassadenabdichtungen bis hin zur
kompletten Innenausstattung von Kreuzfahrtschiffen.

Vorläufiger Gesamtstand nach acht von neun Etappen:
1. illbruck (Leverkusen) 54 Punkte
2. Assa Abloy (Schweden) 49
3. Amer Sports One (Finnland/Italien) 40
4. News Corp (Australien) 40
5. Tyco (Bermudas) 40
6. SEB (Schweden) 29
7. djuice (Norwegen) 25
8. Amer Sports Too (Finnland/Italien) 11

Southampton, England, May 30, 2002 1000 GMT Gothenburg Welcomes Girls After experiencing a rough and hard time on the early stages of this leg the all female crew on Amer Sports Too sailed into Gothenburg this morning at 0950 GMT. They crossed the finish line at the entrance of Gothenburg harbour in a westerly breeze of around 12 knots. Even though it was daytime, the Gothenburg citizens welcomed the Finnish / Italian team with fireworks as they approached the Volvo Ocean Race village in Eriksberg. Overall position after five legs pending protests PS Yacht Leg 3 points Arrival Time Elapsed Time Combined Time PO Overall Pos. 1 AART 8 29 MAY 02 22:06:38 004d 07h 06m 38s 126d 05h 01m 06s 49 2 2 TYCO 7 29 MAY 02 22:08:54 004d 07h 08m 54s ---- 40 3 3 NEWS 6 29 MAY 02 22:10:34 004d 07h 10m 34s 125d 13h 37m 04s 40 3 4 ILBK 5 29 MAY 02 22:11:55 004d 07h 11m 55s 122d 00h 53m 39s 54 1 5 AONE 4 29 MAY 02 22:13:28 004d 07h 13m 28s 123d 04h 25m 05s 40 3 6 TSEB 3 29 MAY 02 22:57:50 004d 07h 57m 50s ---- 29 6 7 DJCE 2 30 MAY 02 01:19:58 004d 10h 19m 58s 131d 02h 41m 45s 25 7 8 ATOO 1 30 MAY 02 09:50:35 004d 18h 50m 35s --- 11 8 Leaderboard PS Yacht Points 1 illbruck 54 2 ASSA ABLOY 49 3 Amer Sports One 40 4 News Corp 40 5 Tyco 40 6 SEB 29 7 DJCE 25 8 Amer Sports Too 11 Southampton, England, May 30, 2002 0400 GMT SEB and djuice disappointed in Sweden
Less than an hour after the winner, a disappointed crew on the green racing yacht SEB crossed the finish line in sight of their home base in Gothenburg. After the arrival, Gurra Krantz, the unlucky skipper said on the dock: “The last two days have been very frustrating. I don’t know why. It doesn’t seem to be our regatta somehow! Instead of bouncing the ball in between the goal posts, we are bouncing out all the time.” With eleven points behind the three boats sharing 40 points, SEB cannot better their overall position on the last leg. Djuice is just four points behind and could snatch sixth place from SEB. Another two and a half hours passed until djuice crossed the line. All hopes for a parking place for the leaders reindexed hopes and the crew around skipper Knut Frostad had to accept the inevitable fate of seventh place. “We tried hard, but basically we were not fast enough. We’ve seen it a lot of times now, it is not new. It’s tough,” Knut admitted on the dock, continuing “Although I regret that we didn’t have light wind, I was praying, “please God give us some light wind”. With fourteen points on Amer Sports Too, they cannot finish the Volvo Ocean Race in last position. Meanwhile, the girls in Amer Sport Too still have over 60 miles to run to the finish, and should be in mid morning today. Volvo Ocean Race Position Report, Day 6, 0400 GMTPS Yacht Latitude Longitude DTF CMG SMG TFHR DTL DTL-C ETA PO ATOO 58 00.32N 010 11.40E 61 118 8.8 163 61 0 30/05/02 10:24 11 Overall position after five legs pending protests PS Yacht Leg 3 points Arrival Time Elapsed Time Combined Time PO Overall Pos. 1 AART 8 29 MAY 02 22:06:38 004d 07h 06m 38s 126d 05h 01m 06s 49 2 2 TYCO 7 29 MAY 02 22:08:54 004d 07h 08m 54s ---- 40 3 3 NEWS 6 29 MAY 02 22:10:34 004d 07h 10m 34s 125d 13h 37m 04s 40 3 4 ILBK 5 29 MAY 02 22:11:55 004d 07h 11m 55s 122d 00h 53m 39s 54 1 5 AONE 4 29 MAY 02 22:13:28 004d 07h 13m 28s 123d 04h 25m 05s 40 3 6 TSEB 3 29 MAY 02 22:57:50 004d 07h 57m 50s ---- 29 6 7 DJCE 2 30 MAY 02 01:19:58 004d 10h 19m 58s 131d 02h 41m 45s 25 7

Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE




Segeln blindes gif
Segeln blindes gif