Ocean-Yachting - Daimler Chrysler North Atlantic Challenge 2003
Betreff: Pressemitteilung der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
Absender: "Media@DCNAC.de"
Datum: 29. Nov 2002 01:25

46-Meter-Schoner Windrose am Start
Holländische Megayacht von Chris Gongriep gehört zu den Favoriten

Zaandam/Niederlande. Der 46,31 Meter (152 Fuß) lange Schoner Windrose wird an der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 teilnehmen. Das bestätigte Cees Rem von der Werft "Holland Jachtbouw", wo die faszinierende Yacht im vorigen Jahr (2001) gebaut wurde. "Wir füllen gerade die letzten Felder des Anmeldeformulars aus", sagte Rem, der gleichzeitig Sprecher für die Windrose B.V. und den holländischen Eigner Chris Gongriep ist. 33 Yachten sind bislang offiziell für die Teilnahme an der Transatlantik-Regatta registriert, die am 14. Juni von Newport, Rhode Island/USA über 3.500 Seemeilen nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg führen wird.
Weit mehr als 100 Eigner haben insgesamt ihr Interesse angemeldet.
"Wir freuen uns, dass diese außergewöhnliche Yacht an den Start gehen wird", sagte Henning Rocholl vom Veranstalter Norddeutscher Regatta Verein (NRV) Hamburg, "das ist der erste Teilnehmer von gleich weit über hundert Fuß Länge." Der Schoner Windrose segelt derzeit unter britischer Flagge für die Cayman Inseln, ist aber ein holländisches Projekt. Weitere Topfavoriten um die Ehre, als Erste die Ziellinie des DaimlerChrysler North Atlantic Challenge zu queren, sind Claus-Peter Offens Wally 94 Y2K (Hamburg), die zur Zeit noch in Italien gebaut wird, und der vor kurzem getaufte Maxi-Racer UCA von Klaus Murmann (Kiel).

Die von Designer Gerard Dijkstra konstruierte Windrose ist eine traditionell konzipierte Yacht, die aber mit der Geschwindigkeit eines modernen Racers aufwarten kann. "Holland Jachtbouw" nutzte für den Bau extrem leichtes Aluminium ("Alustar"), setzte ein Zweimastschoner-Rigg komplett aus Kohlefaser auf und gab der Yacht eine ultraleichte Innenausstattung. Als sie zu Wasser gelassen wurde, brachte die Windrose sogar einige Tonnen weniger als ihr Konstruktionsgewicht auf die Waage. Dadurch konnten die Konstrukteure zusätzlichen Ballast einbauen, um die Stabilität zu optimieren.

Allein der Größe nach ist die Windrose eines der imposantesten Schiffe, die "Holland Jachtbouw" bislang gebaut hat. Ihre wahre Größe allerdings macht noch viel mehr aus als nur der Abstand zwischen Rollklüver und Heckflagge zeigt. Gerard Dijkstra hat sich für seine neueste Konstruktion besondere Feinheiten ausgedacht - ein niedriges Freibord und ein eleganter Decksprung mit langen Überhängen. Sie verleihen der Windrose die Anmut der Riesen früherer Zeiten, wie der Atlantic, Meteor V, Hamburg und der J-Class-Racer.
Durch und durch modern aber ist die Windrose, von der Kielbombe bis zur Mastspitze. Sie hat einen in Schlepptankversuchen getesteten Rumpf, eine im Windkanal erprobte Besegelung und ein Wasserballastsystem. Die Yacht ist extrem leicht - statt schwerer Batterien übernehmen Generatoren die Stromversorgung. Gleichzeitig ist die Windrose jedoch eine Luxus-Charteryacht, die Platz für all jene Spielereien bietet, die Chartergäste bei einem entspannenden Törn unter der Sonne erwarten.
Diese ungewöhnliche Kombination von Eigenschaften bekam die Windrose nur, weil sie im Mai 2002 eine inoffizielle Transatlantikwettfahrt bestritt, um die Rekordzeit der Atlantic von 1905 zu unterbieten. Die Atlantic, ein 56-Meter-(185-Fuß-)Schoner des New York Yacht Clubs (NYYC), wurde vom legendären Charlie Barr gesegelt. Sie überquerte den Atlantik im Great Ocean Race von New York nach Lizard in England in 12 Tagen, 4 Stunden, eine Minute und 19 Sekunden. Als Zweiter überquerte die Ziellinie damals der Schoner Hamburg des Hamburgischer Verein Seefahrt e.V. (HVS), jenes Clubs also, der 2003 seinen 100. Geburtstag feiert. Zu Ehren dieses Jubiläums richten NRV und NYYC im nächsten Jahr die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge aus.
Die Windrose unter Skipper Simon Dierdorp hat bislang alle Erwartungen ihres holländischen Konstrukteurs erfüllt. Ende 2001 zu Wasser gelassen, erreichte sie die Ziellinie des Trainingsrennens von Sandy Hook bei New York nach Lizard in England am 21. Mai 2002 nach nur 11 Tagen, 10 Stunden, 25 Minuten und 10 Sekunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zwölf Knoten. Zwar hatten schon andere moderne Ein- und Mehrrumpfboote die Rekordzeit der Atlantic unterboten. Als ersten Schonern gelang dies jedoch der Windrose und der Adix (58 Meter/190 Fuß), die dieses inoffizielle Matchrace mit hydraulisch unterstützter Segelbedienung bestritten. Vor der Atlantiküberquerung hatte die Windrose ein eindrucksvolles Regattadebüt bei der Antigua Classic Week geboten, als sie bei einer der Wettfahrten vor den J-Class-Yachten Velsheda und Shamrock V siegte.

Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 ist eine Hochseesegelregatta zu Ehren des 100. Geburtstags des Hamburgischer Verein Seefahrt e.V. (HVS). Sie startet am 14. Juni 2003 und führt über rund 3.500 Seemeilen einmal über den Atlantischen Ozean von Newport, R.I./USA nördlich um Großbritannien herum nach Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo es vom 4. bis 12. Juli 2003 eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gibt. Veranstalter sind der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) aus Hamburg und der New York Yacht Club (NYYC). Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit Schwerpunkt bei der Mercedes Benz-Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei, Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren Hauptsponsoren der Regatta.

Spezifikationen der Windrose:
Länge ü.a.: 46,52 m / 152 ft
LWL: 30,30 m / 99,4 ft
Breite: 8,00 m / 26,3 ft
Tiefegang: 4,30 m / 14,1 ft
Verdrängung: +/-145 Tonnen
Konstrukteur: Gerard Dijkstra
Klasse: Klassischer Schoner
Bauwerft: Holland Jachtbouw
Rigg: Schoner
Baujahr: 2001
Eigner: Chris Gongriep, Niederlande
Skipper: Siemon Dierdorp, Niederlande


Weitere Informationen sowie Fotos:
Andreas Kling
Press Officer DaimlerChrysler North Atlantic Challenge Tel: 04822/360-900 Fax: 04822/360-901 Mobil: 0172/2578817 Email: Kling@DCNAC.de http://www.DCNAC.de


Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE




Segeln blindes gif
Segeln blindes gif