Daimler-Chrysler Northatlantic Challenge 2003

Datum: 18. Jan 2003 18:30
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge:

Schon 51 feste Meldungen sind eingegangen
Elf ausländische Yachten / Ketsch „Sylvia“ von 1925 ist älteste Teilnehmerin

Hamburg – Zehn Wochen vor Meldeschluss zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 haben bereits 51 Yachten ihre Teilnahme an der Hochseeregatta zugesagt, die im Juni von Newport/Rhode Island in den USA nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg führt. Nochmals genauso viele Eigner haben ihr Interesse an einem Start bekundet, so dass am Ende rund 100 Boote auf die 3.500 Seemeilen lange Strecke gehen könnten. Der Hauptstart wird am 14. Juni erfolgen, während die größten und schnellsten Schiffe erst eine Woche später lossegeln sollen, damit sie gerade rechtzeitig zur maritimen Festwoche in Hamburg eintreffen, die vom 4. bis zum 12. Juli zu Ehren des 100. Geburtstags des Hamburgischer Verein Seefahrt (HVS) in der Hansestadt gefeiert wird.
„Damit haben wir frühzeitig die magische Zahl von 50 überschritten“, freut sich Organisator Henning Rocholl, Vize-Präsident des HVS und des Veranstalters Norddeutscher Regatta Verein (NRV) Hamburg. Nachdem die Begeisterung in Deutschland schon seit Geburt der Idee vor fast zwei Jahren enorm war, wachten nun allmählich auch die Hochseesegler aus dem Ausland auf, so Rocholl. Elf der 51 Yachten segeln nicht unter dem „Adenauer“, wie die deutsche Nationalflagge in Seglerkreisen genannt wird, sondern unter den Flaggen der USA (3), Großbritanniens (2), der Niederlande (2) sowie Schwedens, Kanadas, Antiguas und der Cayman Islands.

Die zweitgrößte Yacht nach der „Windrose“ (46,51 Meter), aber älteste Teilnehmerin überhaupt gehört Jens Ehrhardt aus Pullach bei München. Er will die klassische 43,59-Meter-Ketch „Sylvia“, die 1991 modernisiert wurde, an die Startlinie bringen. Sie hatte 1925 Stapellauf und bringt bei fast vier Meter Tiefgang und 7,35 Meter Breite stolze 261 Tonnen „auf die Waage“. „Das ist eine echte Augenweide und bereichert unsere Startgruppe der klassischen Yachten“, meint Rocholl.
Ebenfalls in die „Über-100-Fuß-Kategorie“ fällt ein klingender Name in der deutschen Hochseesegelei: „Saudade“. Eigner Albert Büll aus Hamburg hat mit einem früheren, deutlich kleineren Schiff schon für Deutschland den Admiral’s Cup gewonnen, was seinerzeit die inoffizielle Mannschaftsweltmeisterschaft der Hochseesegler war. Über den Atlantik geht er mit einer 34,25 Meter langen Judel-Vrolijk-Slup, die 1994 bei Huismans in den Niederlanden gebaut wurde.
Kurz vor Jahreswechsel war unter anderen die gut 20 Meter lange „Discoverer“ hinzugekommen. Die Stahlyacht vom Typ Challenge 67 nahm an den ersten zwei Regatten BT Globale Challenge teil und wurde dann vom britischen Verteidigungsministerium als Ausbildungsschiff gekauft. Vom Co-Organisator New York Yacht Club (NYYC) kommt die Swan 44 „Aura“ als drittes US-amerikanisches Schiff nach Hamburg. Rocholl: „Im Startland USA haben wir noch das meiste Potential für weitere Teilnehmer.“

Nach Meldeschluss (1. April) gibt es eine Klasseneinteilung, bei der Größe, Alter und damit das Geschwindigkeitspotential berücksichtigt werden. Der Gesamtsieger wird nach dem international anerkannten IRC-System ermittelt, das die gesegelte Zeit unterschiedlicher Boote in eine berechnete Zeit umwandelt. Sonst hätten die kleineren Schiffe ja von vornherein keine Chance. Um den Verlauf jederzeit verfolgen zu können, schreibt die Regattaleitung eine sogenannte Black Box als Ausrüstung an Bord vor, die über Satellit Position sowie Kurs und Geschwindigkeit übermitteln kann. Die Route der Teilnehmer und die neuesten Zwischenstände zeigt dann die Website http://www.dcnac.de im Internet.
In Cuxhaven an der Elbmündung werden Sieger und Platzierte begrüßt, doch richtig gefeiert wird anschließend in der Hansestadt Hamburg, wo die Yachten im Citysporthafen am Baumwall festmachen sollen. Das Race Village entsteht gegenüber auf der historischen Kehrwiederspitze, wo früher der Niederhafen als Haupthafen Hamburgs auf den Brookinseln mündete. Wo heute das Hanseatic Trade center steht, gab es im 18. und 19. Jahrhundert nur kleine Fachwerkhäuser der Hafenarbeiter und keine Verbindung zum Festland. So entstand der Name Kehrwieder, weil Fußgänger nicht hinübergehen konnten sondern wiederkehrten.
Das maritime Ambiente der Speicherstadt wird sich auch im Programm der neun Tage widerspiegeln, gespickt mit viel Geschichtlichem. Für die Darstellung hat Henning Rocholl schon mehrere der Regattasponsoren gewonnen. Das sind neben DaimlerChrysler mit Schwerpunkt bei der Mercedes Benz-Niederlassung Hamburg die Holsten-Brauerei, Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool. Eröffnet wird das Race Village am amerikanischen Unabhängigkeitstag (Independence Day), dem 4.Juli.

Weitere Informationen:
Andreas Kling Mobil: 0172/2578817 Tel: 04822/360-900 Fax: 04822/360-901 Kling@DCNAC.de http://www.DCNAC.de http://www.media-DCNAC.de


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