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DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Betreff: Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge:
63 Yachten von Albatros bis Zwerver
Datum: Wed, 14 May 2003 12:10:11 +0200
Von:
An:
Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
14. Mai 2003
63 Yachten von Albatros bis Zwerver
Maiden als jüngste Nachmeldung / Drei Starts in drei IRC-Klassen
Hamburg – Manche haben schon Regatten rund um die Welt gewonnen, und
einige den Atlantik bereits zigfach überquert. Für andere ist es das erste
Mal über den großen Teich. 63 ganz unterschiedliche Yachten aus zehn
Nationen von der Albatros aus Berlin bis zur Zwerver aus den Niederlanden,
vom Klassiker aus 1936 bis zum Neubau aus diesem Jahr und von 12,19 Meter
bis 46,31 Meter Länge wollen an der DaimlerChrysler North Atlantic
Challenge 2003 teilnehmen. Gut 3.600 harte Seemeilen von Newport im
US-Bundesstaat Rhode Island im Norden Großbritanniens vorbei nach Cuxhaven
und weiter nach Hamburg warten auf die Crews. Das Hauptfeld von 57 Booten
sticht am Sonnabend, dem 14. Juni, in zwei Startgruppen in See; die dritte
Gruppe der sechs schnellsten Hochseerenner macht sich genau eine Woche
später am 21. Juni auf den Weg. Der Zieleinlauf der ersten Yachten wird
Ende Juni/Anfang Juli erwartet.
„Die meisten Teilnehmer sind Amateurmannschaften auf Schiffen zwischen 40
und 60 Fuß“, sagt Race Chairman Hans-Peter Baum. Der Wettfahrtleiter vom
Veranstalter Norddeutscher Regatta Verein (NRV) Hamburg hat die drei
Klassen nach den sogenannten Rennwerten nach IRC (International Racing
Commission) eingeteilt. Das ist das theoretische
Geschwindigkeitspotential, ein Faktor, mit dem die gesegelte Zeit
multipliziert wird, um die berechnete Zeit zu erhalten, nach der das
Gesamtklassement gewertet wird. Baum: „Nach diesem System können
unterschiedlich große Yachten am gerechtesten gegeneinander segeln.“
Das schnellste Schiff – zumindest von der Papierform her – ist die
Zephyrus V aus den USA. Die Hightechyacht von Typ maxZ86, die unter dem
America’s Cup-erfahrenen Skipper John Bertrand antritt, hat einen TCC
(Time Correction Coefficient) von 1,693. Das heißt, sie muss 1,693mal so
schnell sein, wie die Sonate Ovni 43 Leon de Mar von Jürgen Brenner aus
Oldenburg, die exakt den Rennwert 1,000 hat. Beispiel: Wenn sie 17 Tage
bräuchte, müsste die Zephyrus V die gleiche Strecke in zehn Tagen
schaffen, um die Leon de Mar zu schlagen.
So hat auch die vermeintlich langsamste Yacht im Feld, die 8 KR
Tourenketsch Monsun von Peter Flügge aus Bremen eine faire Chance auf den
Sieg. Der Abeking + Rasmussen-Bau von 1961 hat einen Rennwert von 0,876.
Das schnellste Boot der gleichen Klasse IRC I, die Mamelie von
Jakob-Hinrich Leverkus aus Hamburg, kommt auf 1.095. Bei einer
Zeitvergütung von 3,6 Sekunden, die es pro Stunde für 0,001 TCC-Differenz
gibt, müsste sie nach gesegelter Zeit 13 Minuten und 8,4 Sekunden pro
Stunde schneller sein als die Monsun. Bei einer angenommenen Renndauer von
zwei Wochen wären das schon mehr als drei Tage.
Bereits in die zweite Gruppe IRC Ia fällt die Swan 65 King’s Legend
(1,117), die als Mitarbeiterboot des Titelsponsors DaimlerChrysler ins
Rennen geht. Die elfköpfige deutsch-amerikanische Crew wurde aus mehr als
800 Bewerbern in getrennten Qualifikationen in Nordamerika und Deutschland
zusammengestellt. „Damit runden wir unser Engagement für die
Transatlantikregatta ab“, sagte Uli Kostenbader, Leiter des Sponsorings
bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart, die mit der Unterstützung ihr
Selbstverständnis als deutsch-amerikanisches Unternehmen unterstreichen
will.
Die jüngste Nachmeldung unter den 63 Teilnehmern kam erst am Dienstag (13.
Mai) aus England. Die 17,76 Meter lange Maiden nahm 1989-90 mit der ersten
reinen Frauencrew am Whitbread Round the World Race teil, das sie bereits
1981-82 als Disque D’or bestritten hatte. Sie wird in der Klasse IRC Ia
starten, die von der US-amerikanischen Zaraffa (TCC 1,415) angeführt wird.
Erfolgreich um die Welt gesegelt ist auch eine weitere Nachmeldung aus
England. Die 18,28 Meter lange Team 888 war die ehemalige Kingfisher, mit
der die Engländerin Ellen McArthur 2000/2001 sensationell Zweite bei der
Einhandregatta Vendee Globe wurde. Der Open 60 tritt in der schnellen
Gruppe IRC II gegen den W60 Tokio 2 an. Das Schwesterschiff der Siegerin
des Whitbread Race 1993-94 wird von einer zwölfköpfigen Mannschaft
überwiegend aus Hamburg unter Skipper Hartmut Schädlich (Carlsberg)
gesegelt.
Einen neuen Namen erhielt am Mittwoch die Ex-Morning Glory, ein 24,25
Meter langer Maxiracer von Hasso Plattner (Walldorf). Die Rekordyacht, die
Bestzeiten bei den Klassikern Kapstadt–Rio und Sydney–Hobart aufgestellt
hat, heißt nach ihrem Charterer, dem Zusammenschluss aus Landesbank
Schleswig-Holstein und Hamburgischer Landesbank nun HSH Nordbank. Skipper
Walter Meyer-Kothe aus Rellingen will der neuen UCA von
Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann (26 Meter / 1,549) und der Windrose
(1,560), der mit 46,31 Meter Länge größten Yacht im Feld, mit einer
ambitionierten Mannschaft Paroli bieten.
„Die aktuellen Zwischenstände sind stündlich im Internet auf unser
erneuerten Website www.DCNAC.de zu erfahren“, erklärte Event Manager
Henning Rocholl. Nachdem nun nahezu alle Yachten mit der vom Race
Committee vorgeschrieben "Black Box", einer Satellitensendeanlage mit
integriertem GPS-Modul zur Bestimmung der eigenen Position, ausgerüstet
wurden, sind sie im Fleettracker auf einer elektronischen Seekarte zu
verfolgen. Eine vom Veranstalter entwickelte Software für die Ermittlung
der fiktiven Zwischenergebnisse wurde integriert und wird zum Start der
Regatta freigeschaltet. Eine downloadbare Excelversion rundet die
Zwischenergebnisliste ab.
Der zu erwartende enorme "Traffic" auf der Website wird ab sofort durch
die Fima easynet gehostet, die sich damit in die Reihe der Co-Sponsoren
einfügt. Neben den Firmen SevenCs, Herberg Engeneering, Plan-Ad, H2o und
KS-Verlag wird somit die gesamte Internet- und Kommunikationsebene
abgerundet. Ein großer Stab auch aus freiwilligen Helfern trat einen Monat
vor dem Start der größten Regatta aller Zeiten, die jemals auf dem
Nordatlantik in West-Ost-Richtung gesegelt wurde, in die heiße
Vorbereitungsphase ein. „Unsere Mühen, die wir seit vier Jahren betreiben,
um den 100. Geburtstag des Hamburgischen Verein Seefahrt 2003 gebührend zu
feiern, wurden durch die hohe Meldezahl belohnt“, sagte NRV-Präsident
Gunter Persiehl.
Aus den Händen von Gerhard Rötters, Leiter der Niederlassung Hamburg der
DaimlerChrysler AG, nahm der NRV-Vorsitzende die DaimlerChrysler Trophy
für den Gesamtsieger der Regatta entgegen. Es ist eine wertvolle Replik
des Erinnerungspreises an das Great Ocean Race von 1905, in dem der
HVS-Schoner Hamburg damals von New York nach England überraschend den
zweiten Platz gemacht hatte. Die feine Dame aus Porzellan mit zwei Adlern
an ihrer Seite war von der W. Goebel Porzellanfabrik aus Rödental
nachgebildet worden. Rötters, Initiator des Titelsponsorings, lobte die
Nachbildung ausdrücklich: „Das ist ein würdiger Preis für die größte und
wichtigste Regatta, die Hamburg je gesehen hat.“
Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 startet am 14. und 21.
Juni 2003 und führt über rund 3.600 Seemeilen einmal über den Atlantischen
Ozean von Newport, Rhode Island/USA nördlich um Großbritannien herum nach
Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo es vom 4. bis 12. Juli 2003
eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gibt. Veranstalter ist
der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) aus Hamburg mit Unterstützung des
New York Yacht Club (NYYC). Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit
Schwerpunkt bei der Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei,
Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren
Hauptsponsoren der Regatta.
Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Mobil: 0172/257-8817
Tel: 04822/360-900
Fax: 04822/360-901
Email: Kling@DCNAC.de
www.DCNAC.de
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