Betreff: Pressemitteilung: Prominenz an Bord der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Absender:
3. Juni 2003
Prominenz an Bord der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Profis verstärken die 63 Crews / Rund 570 Segler gehen über den großen
Teich
Newport/Hamburg. Noch sind die letzten Crewlisten nicht eingereicht, doch
der Countdown zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 (DCNAC)
läuft. Rund 570 Segler, darunter 30 Seglerinnen, auf 63 Hochseeyachten aus
elf Nationen starten am 14. und 21. Juni von Newport im US-Bundesstaat
Rhode Island aus nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg. Verstärkt werden
die Mannschaften mit einigen großen Namen aus der Segelszene. Die Profis
ebenso wie das Gros der Teilnehmer, die Amateure, treffen derzeit letzte
Vorbereitungen auf die zirka 3.600 Seemeilen lange Strecke, die nördlich
von Großbritannien herum über den rauen Nordatlantik führt.
Auf die Erfahrung aus gleich sechs Weltumseglungen stützt sich das Team
auf dem brandneuen 85-Fuß-Maxiracer (26 Meter) „UCA“ von
Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann aus Kiel, die im zweiten Start der
fünf schnellsten Boote am 21. Juni auf die Regattareise geht. Zwei davon
wirft der Hamburger Profi Tim Kröger aus dem Whitbread Round the World
Race in die Waagschale. Der 38-Jährige war im Winter beim französischen
America’s Cup-Projekt „Le Défi Areva“ aktiv. Schon viermal um den Erdball
segelte Navigator Juan Vila aus Spanien, zuletzt als Sieger beim Volvo
Ocean Race auf der Leverkusener „illbruck“. „Juan war ganz klar unsere
erste Wahl“, sagt „UCA“-Skipper Murmann, „schließlich war er maßgeblich am
24-Stunden-Weltrekord der ‚illbruck’ auf der Transatlantiketappe
beteiligt, indem er den Golfstrom am besten gelesen hat.“ Darauf wird es
auch bei der DCNAC ankommen.
Für die „UCA“ wird unter anderem der Vergleich mit der „HSH Nordbank“
spannend, denn auf der knapp 80 Fuß (24,25 Meter) langen Rennziege hat der
sehr erfahrene Cuppersegler Walter Meier-Kothe aus Rellingen das Ruder in
der Hand. Die „HSH Nordbank“ hieß vorher „Morning Glory“ und gehörte
SAP-Chef Hasso Plattner, der mit ihr Streckenrekorde bei den
Hochseeklassikern Kapstadt–Rio und Sydney–Hobart segelte. Die frisch
fusionierte Nordbank hat das schnelle Schiff eigens für die
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge gechartert. Mit an Bord
zugestiegen ist auch Vorstandsmitglied Ulrich Ellerbeck aus Hamburg. „Wir
kennen uns schon sehr lange und haben bereits 1976 gemeinsam im Fastnet
Race gesegelt“, sagt Meier-Kothe.
Als Gegenspieler zu Juan Vila ist der Fachjournalist und erfahrene
Admirals Cup-Segler Erik von Krause (Hamburg) für die Navigation an Bord
der „HSH Nordbank“ zuständig. Das Nordduell ist programmiert, denn beide
Yachten gehören zu den Maxiracern ohne Wasserballast. „Natürlich segeln
wir auf Sieg, aber es ist sehr schwer, eine Prognose über den möglichen
Gewinner abzugeben“, so Walter Meier-Kothe, „denn da sehr unterschiedlich
schnelle Yachten gegeneinander starten, segeln die Crews unter Umständen
bald in ganz verschiedenen Wetterfenstern – da kann alles passieren“.
Ebenfalls im zweiten Start will auch die US-Amerikanische „Zephyrus V“ aus
San Francisco im Kampf um den Gesamtsieg ein Wörtchen mitreden. Die 86 Fuß
(26,20 Meter) lange Hightech-Yacht vom TypMaxZ86 darf Wasserballast
aufpumpen und ist mit einem Rennwert von 1,693 das potentiell schnellste
Schiff im Feld. Sie wird geführt von Segellegende John Bertrand, der
olympisches Silber gewonnen hat und Steuermann beim America’s Cup war. Er
hat fast die halbe Mannschaft aus internationalen Weltumseglern
rekrutiert: Anthony Nossiter (Australien/„djuice“), Gordon Maguire
(Irland/“News Corp“), Sydney Gavignet (Frankreich/“Assa Abloy“) Guillermo
Altadill (Spanien/“Assa Abloy“), Peter Doriean (Australien/“djuice“ und
„News Corp“), Justin Slattery (Irland/“News Corp“) und Ian Moore. Der
Nord-Ire war zweiter Navigator auf der „illbruck“ und tritt nun gegen Juan
Vila an.
Doch nicht nur die ganz schnellen Racer aus dem zweiten Start haben
mächtig „aufgerüstet“. Um der Konkurrenz die Stirn zu bieten, holt sich
auch der Amerikaner Huntington „Skip“ Sheldon jede Menge Know-how an Bord
seines 65 Fuß (20 Meter) Einzelbaus „Zaraffa“. Er ist mit einem Rennwert
von 1,415 schnellste Yacht des ersten Starts und damit Top-Favorit auf den
Ruhm des „First ship home“. Zur DCNAC sind unter anderen Neal McDonald,
Mark Rudiger, Richard Mason und Michael Joubert an Bord, die als Skipper,
Navigator, Segeltrimmer und Vorschiffsmann im Volvo Ocean Race die „Assa
Abloy“ auf Platz zwei segelten. Und auch Richard Clarke, Steuermann und
Segeltrimmer von der siegreichen „illbruck“, gehört zur Crew der „Zaraffa
“.
Sogar auf kleineren Cruiser-Racern, die aufgrund des Wertungssystems der
berechneten Zeit nach IRC (International Racing Commission) alle eine
Siegchance haben, sollen Profis für den notwendigen Druck sorgen. Bestes
Beispiel: Harald Graf von Saurma-Jeltsch aus Schleswig heuerte auf seiner
Comfortina 42 „Meltemi“ die Neuseeländerin Bridget Suckling und Anna
Drougge aus Schweden an. Beide gingen mit dem Frauenteam der „Amer Sports
Too“ 2001-2002 als Vorschiffsfrau (Suckling) und Segeltrimmerin um die
Welt.
Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 startet am 14. und 21.
Juni 2003 und führt über rund 3.600 Seemeilen einmal über den Atlantischen
Ozean von Newport, Rhode Island/USA nördlich um Großbritannien herum nach
Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo es vom 4. bis 12. Juli 2003
eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gibt. Veranstalter ist
der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) aus Hamburg mit Unterstützung des
New York Yacht Club (NYYC). Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit
Schwerpunkt bei der Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei,
Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren
Hauptsponsoren der Regatta.
Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Mobil: 0172/257-8817
Tel: 04822/360-900
Fax: 04822/360-901
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