Betreff: Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
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Datum: 12. Jun 2003 05:34
12. Juni 2003
Die ganze Schönheit des Segelns
Klassische Yachten und moderne Linien schmücken das Teilnehmerfeld
Newport/Hamburg. Vor dem historischen Gemäuer des mehr als 170 Jahre alten
Fort Adams in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island rund vier Autostunden
von New York sammeln sich an diesem Sonnabend, dem 14. Juni, 63
Hochseeyachten zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge (DCNAC). Es
dürfte einen ganz besonderen Anblick geben, denn völlig unterschiedliche
Schiffe segeln über den unwegsamen Nordatlantik in Richtung Hamburg
gegeneinander. Darunter sind viele elegante Schönheiten und reinrassige
Racer mit modernen Linien. Eine Augenweide reiht sich an die andere, und
auch Liebhaber klassischer Risse kommen voll auf ihre Kosten.
Ältester Teilnehmer ist der „Peter von Seestermühe“, der bereits in seinem
Geburtsjahr 1936 die Vorgängerregatta der DCNAC, das Transatlantikrennen
von Bermuda nach Cuxhaven, mitsegelte. Unüblich, aber korrekt wird die
Yacht nicht mit dem weiblichen Artikel bedacht, sondern „Der Peter“
genannt. Das gehört ebenso zu den großen Traditionen des Schiffes, wie
sein Einsatz beim Akademischen Segler Verein (ASV) Kiel, für den er als
„Peter von Danzig“ lange Jahre unterwegs war, bis er seinen heutigen
Eigner Christoph von Reibnitz aus Seestermühe im Südwesten
Schleswig-Holsteins fand.
Der neue „Peter von Danzig“ des ASV Kiel ist auch bei der DaimlerChrysler
North Atlantic Challenge am Start. Beide Schiffe sind rund siebzehneinhalb
Meter lang, sehen aber grundverschieden aus. Der aktuelle „Peter von
Danzig“ wurde 1992 als moderne regattataugliche Tourenyacht von Georg
Nissen gezeichnet. „Peter von Seestermühe“ hingegen ist eine klassische
Schönheit, mit eleganten Linien und langen Überhängen. Die Yawl wurde 1936
nach Plänen des Flensburgers Henry Gruber in der Art der amerikanischen
Ocean Racer gebaut.
Als moderne Augenweide aus der Feder von Georg Nissen ist die „Heaven Can
Wait“ von Thormod Ohm aus Aumühle bei Hamburg 2001 von Olsen Yachts in
Dänemark gebaut worden. Der Eigner hat sich mit ihr einen ganz besonderen
Traum erfüllt. Die 22 Meter lange Lady ist eine kleine Kopie der
legendären J-Class Yacht „Endeavour“. Nur Unterwasserschiff und Rigg
wurden nach neusten Erkenntnissen angepasst. So wurde der Rumpf aus
Kevlar, GFK und Kohlefaser gefertigt, und die etwa 200 Quadratmeter
3-DL-Segel werden von einem 28 Meter hohen Kohlefasermast getragen.
Ebenfalls ein berühmtes Vorbild hat die „Jolly Celeste“ von Thede Dörscher
aus Meldorf. Sie ist ein Nachbau der vom bedeutenden Konstrukteur
Nathaniel Herreshoff gezeichneten „Bounty“, jedoch einen Meter kürzer und
als Schoner getakelt. Die „Jolly Celeste“ wurde von November 2000 bis Juli
2002 in Friedrichskoog gebaut.
Viel Aufmerksamkeit wird auch die größte Yacht im DCNAC-Feld auf sich
ziehen, die auch Anschluss des Rennens bis zum 12. Juli im Citysporthafen
in Hamburg zu bewundern sein wird. Die 46,31 Meter lange „Windrose“, die
mit vier anderen erst am 21. Juni in See sticht, ist ein 2001 bei „Holland
Jachtbouw“ entstandener Schoner mit traditionellen Linien. Vor allem der
Kontrast zu den reinrassigen Rennyachten „HSH Nordbank“ (Ex-„Morning Glory
“), „Zephyrus V“ und „Zaraffa“ (alle vom Designteam Reichel/Pugh) sowie
dem Judel/Vrolijk-Entwurf „UCA“ sollte hervorstechen.
Als pure Racer sind auch die „Team 888“ und die „Maiden“ in die
Segelgeschichtsbücher eingetragen. Der Open 60 „Team 888“ wurde als
„Kingfisher“ von der damals 24-Jährigen Ellen MacArthur Einhand im Vendee
Globe 2000/2001 einmal um den Globus gesegelt und war nicht zuletzt durch
den sensationellen zweiten Platz in aller Munde. Mit der „Maiden“ gelang
es Tracy Edwards zum Whitbread Round the World Race 1990/91 eine reine
Frauencrew an den Start zu bringen. Trotz anfänglich erheblicher Skepsis
und sogar unverhohlenen Anfeindungen wurden nach ersten Erfolgen die
Medien so aufmerksam, dass über die “Maiden” mehr Zeilen abgedruckt wurden
als über die gesamte restliche Flotte zusammen.
Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 startet am 14. und 21.
Juni 2003 und führt über rund 3.600 Seemeilen einmal über den Atlantischen
Ozean von Newport, Rhode Island/USA nördlich um Großbritannien herum nach
Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo es vom 4. bis 12. Juli 2003
eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gibt. Veranstalter ist
der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) aus Hamburg mit Unterstützung des
New York Yacht Club (NYYC). Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit
Schwerpunkt bei der Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei,
Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren
Hauptsponsoren der Regatta.
DIE BESTEN SEGLER DER WELT
JAGEN ÜBER DEN GROSSEN TEICH
Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 von Newport nach Hamburg
feiert den 100. Geburtstag des Hamburgischen Vereins Seefahrt
Es ist die Aufsehen erregendste Regatta des Jahres: Am 14. Juni startet
die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003. 63 Crews nehmen mit
ihren Yachten die Herausforderung des Nordatlantiks an. Das Rennen beginnt
in Newport/Rhode Island und führt über 3.600 Seemeilen (6.700 Kilometer)
bis nach Cuxhaven an der Elbmündung. Von dort aus geht es dann nach
Hamburg, wo ein maritimes Fest gefeiert wird: der 100. Geburtstag des
Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS).
An den Start gehen mehr als 570 Segler, darunter 30 Seglerinnen. Manche
haben schon Regatten rund um die Welt gewonnen, und einige den Atlantik
bereits zigfach überquert. Für andere ist es das erste Mal über den großen
Teich. 63 ganz unterschiedliche Yachten aus zehn Nationen von der Albatros
aus Berlin bis zur Zwerver aus den Niederlanden, vom Klassiker aus 1936
bis zum Neubau aus diesem Jahr und von 12,19 Meter bis 46,31 Meter Länge
wollen an der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 teilnehmen.
Das Hauptfeld startet bereits am 14. Juni, gefolgt von den fünf
schnellsten Yachten im zweiten Start am 21. Juni. Der Kurs: nördlich um
Großbritannien herum durch die sogenannten 'Weißen Nächte', für welche die
nördlichen Breiten im Sommer berühmt sind. Der Zieleinlauf der ersten
Yachten wird Ende Juni/Anfang Juli erwartet.
Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
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