DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: DCNAC: Ein Brückenschlag unter Segeln
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Datum: 13. Jun 2003 06:13

Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
13. Juni 2003

DCNAC: Ein Brückenschlag unter Segeln
Crews treffen in Newport letzte Vorbereitungen auf die Atlantiküberquerung

Newport/Hamburg. Neptun meinte es nicht wirklich gut mit den Seglern der
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge, als sie am Donnerstag (12. Juni)
in Newport, Rhode Island/USA ihre letzten Vorbereitungen auf die große
Transatlantikregatta trafen, die am Sonnabend startet. Regen, Nebel und
sehr wenig Wind ließen kaum einen Probeschlag der 63 Teilnehmeryachten zu,
auf die 3.600 Seemeilen nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg warten. Aber
für den Starttag ist eine frische bis starke Brise vorhergesagt. Und
Gunter Persiehl, Vorsitzender des Veranstalters Norddeutscher Regatta
Verein (NRV), und Commodore Lawrence S. Huntington von unterstützenden New
York Yacht Club waren sich unisono einig: „Die Regatta wird ein großer
Erfolg diesseits und jenseits des Atlantiks werden.“

Überall im Hafen von Newport wurde 48 Stunden vor dem Start noch an den
Hochseeyachten gebastelt und geschraubt. Denn ein Materialversagen ist so
ziemlich das Letzte, was die Skipper auf ihrem Trip über den Nordatlantik
gebrauchen können. „Die Route ist kein Spaziergang“, meint Profi Mark
Rudiger, Navigator der favorisierten US-Yacht „Zaraffa“, „wir müssen so
aggressiv wir möglich, aber so konservativ wie nötig da rangehen.“ Die
Wettfahrtleitung um den Hamburger Race Chairman Hans-Peter Baum wird ihren
Teil tun, um den sogenannten Point Alpha, eine Begrenzungsboje als
Wegpunkt vor der Eisdrift des Labradorstroms in sicherer Entfernung zum
Treibeis zu positionieren. Durch die stürmischen Winde nördlich
Großbritanniens müssen die Mannschaften dann jedoch allein durch.

„Schon der Start wird sehr trickreich, denn das Revier birgt viele Tücken
“, so Rudiger weiter. Entschieden wird das Rennen aber erst in der
Deutschen Bucht vor der Elbmündung. Dort setzen starke Tidenströmungen,
die besonders bei flauen Winden das Pendel über Sieg oder Niederlage
ausschwingen lassen. „Ich freue mich besonders auf Deutschland, denn das
ist meine zweite Heimat“, sagt der America’s Cup-erfahrene John Bertrand
aus Annapolis/USA, ohne einen Hehl daraus zu machen, dass er die DCNAC
gewinnen will. Der Skipper der „Zephyrus V“ aus San Francisco, dem
vermeintlich schnellsten Boot, das mit vier anderen ersten am 21. Juni auf
die Reise geht, hatte in den 70er-Jahren vor Kiel seine ersten großen
Erfolge unter anderem als Laser-Weltmeister.

Unterdessen hing Ex-HSV-Präsident Ronny Wulff meist am Telefon. Nicht,
weil die Bundesligafußballer wieder Not am Mann haben. Der Grund war ein
anderer: Der Eigner der Swan 51 „Cheri Hakkatan“ hatte schon vor Wochen
vier neue Segel in Dänemark bestellt, die zwei Tage vor dem großen Rennen
noch in Ohio im Zoll fest hingen. „Wenn die Segel nicht mehr kommen, kann
die Segelmacherei sie behalten“, kündigte Wulf an, „da gehen wir mit
unseren Tourensegeln über den Teich.“

Insgesamt sind die Ambitionen im Laufe der langen Vorbereitungszeit, die
schon 1998 begann, stetig gestiegen. „Eine Atlantiküberquerung mit 25 bis
30 Booten im ‚corinthian style’ sollte es mal werden“, erinnerte Event
Manager Henning Rocholl, „ehe wir dann voriges Jahr zeitweise bis zu 127
Interessenten hatten.“ Mit den 63 gemeldeten Schiffen sei die
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge immer noch die größte jemals auf
dem Nordatlantik von West nach Ost gesegelte Regatta.

Von unterwegs wird die „Black Box“, ein Sender an Bord der Yachten, jede
Stunde die aktuelle Position an den Zentralcomputer der Regattaleitung
melden. Dadurch sind ständige Zwischenergebnisse und ein verfolgen des
Felds ein Kinderspiel geworden. „Vor 98 Jahren, als unsere ‚Hamburg’ im
Great Ocean Race von New York nach England Zweiter wurde, war die
Berichterstattung auch schon großartig“, erzählt Felix Scheder-Bieschin,
Vorsitzender des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS), „allerdings haben
damals die Dampfschiffe, die den Segelyachten unterwegs begegnet sind, die
Positionsmeldungen in den Häfen weiterverbreitet.“ Zum 100-Jährigen
HVS-Geburtstag in diesem Jahr wird die DCNAC veranstaltet.

Ebenfalls auf die Historie verweist der Vorstandsvorsitzende der
DaimlerChrysler AG, Jürgen E. Schrempp, auf die Frage nach der Bedeutung
des Titelsponsorings: „Fasziniert hat uns vor allem auch die Symbolik des
großen Brückenschlages zwischen zwei Kontinenten, auf denen die
Gründerväter und Namensgeber unseres Konzerns Walter P. Chrysler, Gottlieb
Daimler und Carl Benz ihre Erfolgsgeschichten schrieben.“

Die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 startet am 14. und 21.
Juni 2003 und führt über rund 3.600 Seemeilen einmal über den Atlantischen
Ozean von Newport, Rhode Island/USA nördlich um Großbritannien herum nach
Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo es vom 4. bis 12. Juli 2003
eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gibt. Veranstalter ist
der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) aus Hamburg mit Unterstützung des
New York Yacht Club (NYYC). Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit
Schwerpunkt bei der Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei,
Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren
Hauptsponsoren der Regatta.


Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
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