DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: Traumstart zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Datum: 15. Jun 2003 06:45

Traumstart zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
„Zaraffa“ führt das Feld aus der Bucht von Newport auf den Nordatlantik
Newport. Die Artillerie-Kompanie der Kolonialisten von 1741 hatte am Sonnabend (14. Juni) vor dem historischen Fort Adams von Newport Stellung bezogen. Wie vor 250 Jahren stopfte sie am Sonnabend ihre Kanone mit Schießpulver und schickte durch einen gigantischen Böllerschuss die Hochseeyachten der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 auf die Reise. Es war der Start zur größten jemals auf dem Nordatlantik von West nach Ost gesegelten Regatta. Insgesamt 63 Boote aus elf Nationen – die fünf schnellsten starten noch am 21. Juni – nehmen an der Jubiläumsregatta zum 100. Geburtstag des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) teil. Sie führt über fast 3.600 Seemeilen ins Ziel nach Cuxhaven und von dort weiter nach Hamburg, wo vom 4. bis 12. Juli eine maritime Festwoche auf der Kehrwiederspitze gefeiert wird.
Photo: Daniel Forster/DCNAC
Drei Tage hatte Petrus seine Schleusentore über Rhode Island an der Ostküste der USA geöffnet. Pünktlich zum Start um 14 Uhr Ortszeit (20 Uhr deutscher Zeit) hatte der Wetterpatron ein Einsehen: Drei bis vier Windstärken aus Südwest und strahlender Sonnenschein lieferten Traumbedingungen für die Segler wie für die vielen hundert Zuschauer in Begleitbooten und am Ufer auch. „Es hätte nicht schöner sein können“, freute sich Gunter Persiehl als Vorsitzender des Veranstalters Norddeutscher Regatta Verein (NRV) aus Hamburg, der eine Freudenträne nicht verbergen konnte.
Das stattliche Feld wurde sofort von der US-amerikanischen „Zaraffa“ angeführt. Skipper Huntington „Skip“ Sheldon hat eine Proficrew an Bord, die den gut 20 Meter langen Einzelbau hart segeln wird, um als „First Ship Home“ als Erster die Ziellinie in Cuxhaven zu kreuzen. „Wir könnten in zwölf Tagen da sein“, meinte der Kanadier, wenn, ja wenn das Wetter mitspielt. Doch wie so oft spalten sich bei den Vorhersagen die Geister. Eine mittelfristige Prognose sagt für das Regattagebiet West bis Nordwest Stärke sieben bis acht voraus, andere wiederum nur leichte, drehende Winde.

Auf die beste Seemannschaft wird es dann besonders ankommen, nicht nur auf Bootspotential und Segeltrimm. „Ich habe ein gutes Gefühl, denn meine Crew ist gut vorbereitet und heiß auf die Atlantiküberquerung“, meinte Gero Brugmann, Skipper der „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ vom HVS vor dem Ablegen. Mit 22 Jahren im Durchschnitt hat er die jüngste Crew. Die wichtigsten Aufgaben am Start, das Steuern und die Taktik, überließ der 30-Jährige sogleich den Youngstern an Bord. „Das haben sie bei vielen Jollenregatten gemacht und können es besser als ich“, so der Skipper, der sich auf die Navigation konzentrierte.
Die sieht nach der ersten Nacht auf See als nächsten Meilenstein den Point Alpha etwa 700 Seemeilen voraus. Er wurde nach den letzten Treibeismeldungen beim Skippersbriefing am Freitag nochmals nach Süden verlegt und auf 40 Grad Nord, 50 Grad West verlegt. Bis dahin sind es für die meisten Yachten noch rund drei Tage. Daher fiel es auch kaum ins Gewicht, dass die ehemalige Whitbread Round the World-Yacht „Maiden“ aus England fast eine halbe Stunde nach dem Hauptfeld startete – sie musste in letzter Minute noch Diesel tanken und war schlicht zu spät dran.
Besonders eilig hatte es hingegen „Tom’s Kahn“. Eigner Thomas Ebert aus Frankfurt steuerte seine Hanse 441 im zweiten Start zu früh über die Linie und musste nach einiger Funkkorrespondenz mit der Wettfahrtleitung nochmals zurück und neu starten. Immerhin hatte er an der ersten Wendemarke nach rund 2,5 Seemeilen schon mehrere Konkurrenten wieder eingeholt. Danach ging es auf einen Halbwindkurs weiter Richtung offenen Atlantik.

In Newport zurück blieben die Familien und Freunde, die am Vorabend nochmals im legendären Harbour Court, der Sommerresidenz des New York Yacht Clubs, bei der Mercedes-Benz Bon Voyage Party Abschied feiern durften. Mindestens zwei, eher drei Wochen werden die meisten nun warten müssen, ehe sie ihre Liebsten wieder in die Arme werden schließen können. Doch das ist des Seemanns und seiner Braut Los – schon vor 100 Jahren und auch heute noch bei der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge.
Neben Titelsponsor DaimlerChrysler mit Schwerpunkt bei der Niederlassung Hamburg sind die Holsten-Brauerei, Deutsche Bank, SAP, World of TUI, hanseboot und Marinepool die weiteren Hauptsponsoren der Regatta.
Aktuelle Fotos vom Start finden die Redaktionen auf dem Mediaserver im Internet unter www.media-DCNAC.de.
Weitere Informationen:
Andreas Kling
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