DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: AKTUALISIERTE DCNAC-Pressemitteilung: „Monsun“ nach Kollision gesunken – Crew gerettet
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Datum: 21. Jun 2003 18:28

Aktualisierte Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic
Challenge 2003
21. Juni 2003

„Monsun“ nach Kollision gesunken – Crew gerettet

Skipper Peter Flügge und die Mannschaft wohlbehalten auf einem Frachter

Newport. Die Bremer Segelyacht „Monsun“ ist offenbar am Freitag Nachmittag
(20. Juni) während der Regatta DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
auf dem Nordatlantik bei schwerem Wetter mit einem unbekannten Gegenstand
zusammengestoßen und nach einem erheblichen Wassereinbruch gesunken. Die
Mannschaft konnte in eine Rettungsinsel steigen und wurde einige Stunden
später von einem Frachter aufgenommen. Das berichtete Skipper Peter Flügge
am Sonnabend (21. Juni) der Rennleitung über Satellitentelefon. Außer
einem Rippenbruch, den er selbst davongetragen habe, sei die sechsköpfige
Crew wohlauf. Vorausgegangen war eine umfangreiche Rettungsaktion, an der
sich mehrere, auch teilnehmende Schiffe und zwei Flugzeuge beteiligten.

Es ist der Albtraum eines jeden Seglers: Seenot in mitten eines Ozeans.
Für die Mannschaft der „Monsun“ ist er bittere Realität geworden. In einem
Sturm bei hohen Wellen muss es nach Angaben des Skippers zu einer
Kollision mit einen treibenden Gegenstand gekommen sein. Während der 14,10
Meter lange Zweimaster mehrere hundert Seemeilen vor der Südküste
Neufundlands auf Grund ging, wurden die Schiffbrüchigen nach einer
gelungenen Rettungsaktion vom Hamburger Frachtschiff „Independent Action“
der Reederei „Peter Döhle“ aufgenommen und sind in Sicherheit. Das Schiff
ist auf dem Weg nach Philadelphia/USA.

Zusammen mit 57 anderen Yachten des Hauptfelds war die „Monsun“ sechs Tage
zuvor am Sonnabend (14. Juni) in Newport, Rhode Island/USA zur
Transatlantikregatta über 3.600 Seemeilen nach Cuxhaven und weiter nach
Hamburg gestartet. Angesichts des unerwarteten Seenotfalls geriet der
Start der fünf schnellsten Yachten am Sonnabend (21. Juni) bei frischem
Nordostwind in den Hintergrund. Auch die Mitsegler der Giganten unter den
insgesamt 63 Teilnehmerbooten sorgten sich vor allem um das Schicksal der
„Monsun“.

Der Notruf MaydayMaydayMayday wurde um 19.27 Uhr deutscher Zeit zum ersten
Mal gehört. Zu dem Zeitpunkt herrschten in dem Seegebiet nach Berichten
anderer Teilnehmer stürmische südliche Winde mit Sturmböen der Stärke neun
und sechs bis acht Meter hohe Wellen. Es war die Yacht „Discoverer“ der
britischen Armee, die das SOS im Zuge des täglichen, allgemeinen
Sicherheitsrundrufs über Kurzwellensender auffing, obwohl sie mehr als 400
Seemeilen von der Unglücksstelle entfernt war.

Die Soldaten an Bord, die in der Gesamtwertung des Rennens hinter der
„Zaraffa“ (USA) auf dem zweiten Rang liegen, leiteten den Notruf direkt an
die internationale Rettungsleitstelle in ihrer Heimat in Falmouth/England
weiter. Diese informierte wiederum sofort das nächstliegende Rescue
Coordination Centre (RCC) in Norfolk, Virginia/USA, von wo aus die gesamte
Rettungsaktion koordiniert wurde. Auch die Zentrale der Deutschen
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen war
eingebunden. Trotz des sofortigen Einsatzes kanadischer Rettungsflugzeuge
vom Typ C-130 vergingen etwas mehr als drei bange Stunden, ehe vor allem
die Angehörigen zuhause in Deutschland, aber auch die Regattaleitung um
23.05 Uhr deutscher Zeit Gewissheit hatten, dass die zwei Seglerinnen und
vier Segler aufgefischt worden waren.

Skipper Peter Flügge (49), der mit seiner Familie und einem befreundeten
Segler aus Flensburg unterwegs ist, hatte sich mit dem robusten, 30 Jahre
alten Holzschiff bis zum Seenotfall achtbar geschlagen. Obwohl die „Monsun
“ mit einem IRC-Rennwert (Handicap) vom 0,876 das vermeintlich langsamste
Boot im Feld war, wurde sie nach berechneter Zeit immerhin an 38. Stelle
unter 58 Konkurrenten gelistet. Nach ihrem letzten Positionsreport von
14.05 Uhr deutscher Zeit lag die Yacht am Freitag auf 40 Grad, 28.82’ Nord
und 56 Grad, 53.85’ West und hatte schon 677 Seemeilen zurückgelegt. Die
bei der renommierten Werft Abeking + Rasmussen gebaute 8 KR Tourenketsch
überquerte schon viermal den Atlantik und belegte 1989 bei der
Transatlantikregatta ARC (Atlantic Ralley for Cruiser) sogar den dritten
Platz.

„Wir sind froh, dass am Ende offenbar niemand ernsthaften Schaden genommen
hat, auch wenn die wunderschöne klassische Yacht verloren ist“, sagte
Gunter Persiehl als Vorsitzender des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV),
der die DCNAC zum 100. Geburtstag des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS)
ausrichtet. In jedem Fall scheine der Verlauf der gesamten Rettung, der
auf Seiten der Regattaorganisatoren vom Race Officer Alan Green
koordiniert wurde, reibungslos gewesen zu sein.

An der Ortung beteiligten sich sofort auch mehrere Konkurrenten, darunter
die Rostocker „Polaris“ und die „Brigantia“ von der Gemeinschaft für
Seefahrt aus Lindau am Bodensee. Ganz in der Nähe war die Oldenburger
Atlantic 40 „Salute“ von Sönke Forsthöfel, mit 12,19 Meter eines der
kleinsten Schiffe. Ein Auszug aus dem Bordbericht: „Heute Morgen hatten
wir ungefähr sechs Windstärken mit zunehmender Tendenz. Unser Kurs ließ
sich aber noch halten. Es war ein tolles Gefühl, über die Wellenberge
gehoben zu werden, um dann wieder in den Tälern zu versinken. Der Sturm
nahm immer mehr zu und wir mussten unsere Segelfläche immer mehr
verkleinern. Zum Schluss hatten wir noch eine Minifock und machten damit
trotzdem noch 8 Knoten Fahrt – aber bloß nicht dabei die Wellenberge
anschauen...

..Heinz und ich waren draußen im Cockpit, der Rest drinnen, da hörte
Kalli auf UKW den Mayday-Ruf der Segelyacht Monsun. Das war das Schiff,
das uns vor zwei Tagen helfen wollte. Sie änderten extra ihren Kurs, um zu
fragen, ob sie helfen könnten als wir beigedreht lagen. Sehr nett von
ihnen und gute Seemannschaft. Nun hatten sie plötzlich starken
Wassereinbruch.“ Wir waren nur vier Meilen entfernt und nahmen Kurs auf
ihre Position. Dort fanden wir aber nichts. Es ist unvorstellbar
schwierig, wenn man sich die Riesenwellenberge vorstellt und einem die
Gischt immer in die Augen weht. Zwischenzeitlich hatten wir Telefonkontakt
mit der Segelyacht Polaris und mit dem Rescuecenter Bremen der DGzRS. Von
der Regattaleitung erhielten wir eine neue Suchposition. Also schnell
dahin, aber auch dort war unsere Suche erfolglos. Dann traf das kanadische
Rettungsflugzeug ein, eine Riesenkiste. Die hatten die Rettungsinsel
schnell gefunden.“

Auch der niederländische Klassiker „Zwerver“ fing das Mayday-Signal nach
20 Uhr auf. Eigner Frans T. van Schaik schrieb: „Gerade erhalten wir den
Notruf, dass die ‚Monsun’ sinkt und die Crew ihr Schiff verlassen hat. Ich
fürchte, dass wir wenig für sie tun können, denn wir sind 175 Seemeilen
vor ihnen, und es würde mindestens 20 Stunden dauern, bis wir bei ihnen
sind. Dann sitzen sie hoffentlich schon irgendwo im Trockenen und
schlürfen ein Heißgetränk. Wir hoffen, dass alle wohlauf sind und wünschen
ihnen viel Glück. Wir denken an sie, während sie in ihrer Rettungsinsel
kauern und darauf warten, dass jemand sie findet und aufsammelt. Haltet
durch Freunde, wir beten für euch!“ Gut zwei Stunden später ist die
Mannschaft der „Monsun“ gerettet worden.


Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
US Mobile: +1/401/932-2215
Email: Kling@DCNAC.de
www.DCNAC.de
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Betreff: DCNAC: Bericht der Oldenburger Yacht "Salute" zur Rettungsaktion
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Datum: 21. Jun 2003 15:23


Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
21. Juni 2003

„Die ‚Monsun’ hatte starken Wassereinbruch“

Bericht der Oldenburger Yacht Salute zur Rettungsaktion

Es ist bei uns Sonnabend, der 21. Juni, und wir hatten heute unseren
ersten richtigen Sturm, dagegen war der Starkwind vor ein paar Tagen
überhaupt noch nichts. Aber der Reihe nach. Heute Morgen hatten wir
ungefähr sechs Windstärken mit zunehmender Tendenz. Unser Kurs ließ sich
aber noch halten. Es war ein tolles Gefühl, über die Wellenberge gehoben
zu werden, um dann wieder in den Tälern zu versinken.
Der Sturm nahm immer mehr zu und wir mussten unsere Segelfläche immer mehr
verkleinern. Zum Schluss hatten wir noch eine Minifock und machten damit
trotzdem noch 8 Knoten Fahrt – aber bloß nicht dabei die Wellenberge
anschauen... Heinz und ich waren draußen im Cockpit, der Rest drinnen, da
hörte Kalli auf UKW den Mayday-Ruf der Segelyacht Monsun. Das war das
Schiff, das uns vor zwei Tagen helfen wollte. Sie hatten starken
Wassereinbruch und konnten die Ursache nicht finden. Wir waren nur vier
Meilen entfernt und nahmen Kurs auf ihre Position.
Dort fanden wir aber nichts. Es ist unvorstellbar schwierig, wenn man sich
die Riesenwellenberge vorstellt und einem die Gischt immer in die Augen
weht. Zwischenzeitlich hatten wir Telefonkontakt mit der Segelyacht
Polaris und mit dem Rescuecenter Bremen der DGzRS. Von der Regattaleitung
erhielten wir eine neue Suchposition. Also schnell dahin, aber auch dort
war unsere Suche erfolglos.
Dann traf das kanadische Rettungsflugzeug ein, eine Riesenkiste. Die
hatten die Rettungsinsel schnell gefunden. Die SY Monsun befand sich
zwischenzeitlich auf dem langen Weg nach unten bei 5000 Meter Wassertiefe.
Glücklicherweise befand sich der Containerfrachter „Independent Action“ in
der Nähe und konnte gegen 18.00 Uhr unser Zeit (23 Uhr MESZ, d. Red.) alle
sechs Besatzungsmitglieder der Monsun aufnehmen. Einer hatte sich wohl
Rippen gebrochen, die anderen waren wohlauf!
Dann durften wir den Unfallort auch verlassen. Der Wind hatte
zwischenzeitlich noch mehr aufgebrist, ungefähr bis zu 50 kn. Nur vor Top
und Takel, also ganz ohne Segel machten wir immer noch sechs Knoten, und
von hinten kamen die Riesenwellen. In der Nacht flaute es ab, und jetzt am
Sonnabend morgens um 3.39 Uhr dümpeln wir mit zwei Knoten Fahrt und
schaukeln ordentlich im alten Schwell. Morgen früh müssen wir erst einmal
das Schiff auf Vordermann bringen, es klebt alles vor lauter Salz. Alles
ein schönes Wochenende!
Sönke Forsthövel
Eigner und Skipper der SY Salute

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Betreff: DCNAC-Pressemitteilung: Crew der Bremer „Monsun“ aus Seenot gerettet
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Datum: 21. Jun 2003 07:02

Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
21. Juni 2003

Crew der Bremer „Monsun“ aus Seenot gerettet
Zweimaster wohl in schwerer See gesunken / Bange Stunden

Newport/Bremen/Hamburg. Es ist der Albtraum eines jeden Seglers: Seenot in
mitten eines Ozeans. Für die Mannschaft der Bremer Hochseeyacht „Monsun“
ist er am Freitag (20. Juni) bei der DaimlerChrysler North Atlantic
Challenge 2003 bittere Realität geworden. In einem Sturm bei schwerer See
musste die sechsköpfige Mannschaft ihr Schiff auf dem Atlantik aus noch
unbekanntem Grund verlassen und mehrere Stunden in einer Rettungsinsel
ausharren. Während der 14,10 Meter lange Zweimaster mehrere hundert
Seemeilen vor der Südküste Neufundlands wahrscheinlich gesunken ist,
wurden die Schiffbrüchigen nach einer gelungenen Rettungsaktion von einem
Frachtschiff aufgenommen und sind in Sicherheit. Außer einem Verletzten
mit Rippenbrüchen seien alle Sechs wohlauf, hieß es am späten Freitag
Abend.

Zusammen mit 57 anderen Yachten des Hauptfelds war die „Monsun“ sechs Tage
zuvor am Sonnabend (14. Juni) in Newport, Rhode Island/USA zur
Transatlantikregatta über 3.600 Seemeilen nach Cuxhaven und weiter nach
Hamburg gestartet. Angesichts des unerwarteten Seenotfalls geriet der
bevorstehende Start der fünf schnellsten Yachten am Sonnabend (21. Juni)
in den Hintergrund. Auch die Mitsegler der Giganten unter den insgesamt 63
Teilnehmerbooten sorgten sich vor allem um das Schicksal der „Monsun“.

Der Notruf MaydayMaydayMayday muss etwa gegen 20 Uhr deutscher Zeit zum
ersten Mal gehört worden sein. Zu dem Zeitpunkt herrschten in dem
Seegebiet nach Berichten anderer Teilnehmer stürmische südliche Winde mit
Sturmböen der Stärke neun und sechs bis acht Meter hohe Wellen. Es war die
Yacht „Discoverer“ der britischen Armee, die das SOS offenbar im Zuge
eines allgemeinen Sicherheitsrundrufs über Kurzwellensender auffing,
obwohl sie mehr als 400 Seemeilen von der Unglücksstelle entfernt war.

Die Soldaten an Bord, die in der Gesamtwertung des Rennens hinter der
„Zaraffa“ (USA) auf dem zweiten Rang liegen, leiteten den Notruf direkt an
die internationale Rettungsleitstelle in ihrer Heimat Falmouth/England
weiter. Diese informierte wiederum sofort das nächstliegende Rescue
Coordination Centre (RCC) in Norfolk, Virginia/USA, von wo aus die gesamte
Rettungsaktion koordiniert wurde. Auch die zentrale Seenotrettungsstelle
in Bremen war eingebunden. Trotz des sofortigen Einsatzes eines
kanadisches Rettungsflugzeugs vom Typ C-130 vergingen etwas mehr als drei
bange Stunden, ehe vor allem die Angehörigen zuhause in Deutschland, aber
auch die Regattaleitung Gewissheit hatten, dass die zwei Seglerinnen und
vier Segler aufgefischt worden waren.

Skipper Peter Flügge (49), der mit seiner Familie und einem befreundeten
Segler aus Flensburg unterwegs ist, hatte sich mit dem robusten, 30 Jahre
alten Holzschiff bis zum Seenotfall achtbar geschlagen. Obwohl die „Monsun
“ mit einem IRC-Rennwert (Handicap) vom 0,876 das vermeintlich langsamste
Boot im Feld war, wurde sie nach berechneter Zeit immerhin an 38. Stelle
unter 58 Konkurrenten gelistet. Nach ihrem letzten Positionsreport von
14.05 Uhr deutscher Zeit lag die Yacht am Freitag auf 40 Grad, 28.82’ Nord
und 56 Grad, 53.85’ West und hatte schon 677 Seemeilen zurückgelegt. Die
bei der renommierten Werft Abeking + Rasmussen gebaute 8 KR Tourenketsch
überquerte schon viermal den Atlantik und belegte 1989 bei der
Transatlantikregatta ARC (Atlantic Ralley for Cruiser) sogar den dritten
Platz.

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. „Wir
beteiligen uns nicht an irgendwelchen Spekulationen, solange wir nicht mit
dem Skipper sprechen konnten“, sagte Gunter Persiehl als Vorsitzender des
Norddeutschen Regatta Vereins (NRV), der die DCNAC zum 100. Geburtstag des
Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) ausrichtet. „Wir sind froh, dass am
Ende offenbar niemand ernsthaften Schaden genommen hat, auch wenn die
wunderschöne klassische Yacht wohl verloren scheint“, so Persiehl weiter.
In jedem Fall scheine der Verlauf der gesamten Rettung reibungslos gewesen
zu sein.

An der Ortung beteiligten sich sofort auch mehrere Konkurrenten, darunter
die Rostocker „Polaris“. Ganz in der Nähe hatte die Oldenburger Atlantic
40 „Salute“ von Sönke Forsthöfel, mit 12,19 Meter eines der kleinsten
Schiffe, am frühen Morgen noch Kontakt zur „Monsun“. Der Bordbericht
lautete: „Nach Flaute und Nebel traf uns heute der erste Sturm. Die Wellen
sahen imposant aus. Es ist immer wieder ein Schauspiel, wie das Schiff
sich hebt und senkt, die Wellen hochklettert und dann wieder runter
rutscht. Mit doppelt gerefftem Groß und halb weggedrehter Genua machten
wir immer noch über sieben Knoten Fahrt. Mit der Segelyacht Monsun hatten
wir heute Kontakt. Sie änderten extra ihren Kurs, um zu fragen, ob sie
helfen könnten als wir beigedreht lagen. Sehr nett von ihnen und gute
Seemannschaft.“

Während auf der „Salute“ alles okay war, muss die „Monsun“ einige Zeit
später ihrerseits tatsächlich in Schwierigkeiten geraten sein. Auch der
niederländische Klassiker „Zwerver“ fing den Notruf nach 20 Uhr auf.
Skipper Frans van Schaik schrieb: „Gerade erhalten wir den Notruf, dass
die ‚Monsun’ sinkt und die Crew ihr Schiff verlassen hat. Ich fürchte,
dass wir wenig für sie tun können, denn wir sind 175 Seemeilen vor ihnen,
und es würde mindestens 20 Stunden dauern, bis wir bei ihnen sind. Dann
sitzen sie hoffentlich schon irgendwo im Trockenen und schlürfen ein
Heißgetränk. Wir hoffen, dass alle wohlauf sind und wünschen ihnen viel
Glück. Wir denken an sie, während sie in ihrer Rettungsinsel kauern und
darauf warten, dass jemand sie findet und aufsammelt. Haltet durch
Freunde, wir beten für euch!“ Gut zwei Stunden später ist die Mannschaft
der „Monsun“ gerettet worden.
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Betreff: Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Absender: 
Empfänger: 
Datum: 21. Jun 2003 00:50

20. Juni 2003

Ketsch „Monsun“ in Seenot – Crew gerettet

In schwerer See von Motorschiff aus Rettungsinsel geborgen

Die Bremer Segelyacht „Monsun“ ist am Freitag Nachmittag bei der
Hochseesegelregatta DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 auf dem
Nordatlantik in Seenot geraten und wahrscheinlich gesunken. Die
sechsköpfige Mannschaft wurde einige Stunden später von einem Motorschiff
aus ihrer Rettungsinsel abgeborgen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte
in dem Seegebiet südlich Neufundlands schweres Wetter mit Windstärken von
sieben bis acht Beaufort und sechs bis acht Meter hohen Wellen. Die
Rettungsaktion wurde von der Rettungsleitzentrale (Rescue Co-ordination
Centre/RCC) in Norfolk, Virginia/USA koordiniert. Ein kanadisches
Rettungsflugzeug vom Typ C-130 assistierte genauso wie verschiedene
Teilnehmeryachten, die in der weiteren Umgebung des Havaristen segelten.

Zusammen mit 57 anderen Yachten des Hauptfelds war die „Monsun“ am
vergangenen Sonnabend (14. Juni) in Newport, Rhode Island/USA, zur
Transatlantikregatta nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg gestartet.Um
kurz nach 14 Uhr deutscher Zeit hatte sie schon 677 Seemeilen absolviert
und lag immerhin an 38. Stelle, obwohl der Zweimaster vom IRC-Rennwert
0,876 her (theoretisches Geschwindigkeitspotential) das vermeintlich
langsamste Schiff im Feld war. Die „Monsun“ ist eine 14,10 Meter lange 8
KR Tourenketsch der Familie Flügge aus Bremen. Fünf der sechs
Crewmitglieder, die bis auf einige Blessuren wohlauf sein sollen, sind
Familienangehörige von Skipper Peter Flügge. „Das war ein Riesen-Schreck
für uns alle, aber wir sind froh, dass offenbar keine Seglerinnen und
Segler an Leib und Leben ernsthaft zu Schaden gekommen sind“, sagte Gunter
Persiehl als Vorsitzender des Regattaveranstalters Norddeutscher Regatta
Verein (NRV) Hamburg in einer ersten Stellungnahme.

Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
US Mobile: +1/401/932-2215
Email: Kling@DCNAC.de
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