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DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: Newsletter zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
Datum: 23. Jun 2003 16:52
23. Juni 2003
Ruderbruch der "D’Accord" / Riss im Mast der "HSH Nordbank"
An Bord alle wohlauf, aber beide Yachten ausgeschieden
Newport/Hamburg. Zwei weitere Hochseeyachten sind am Montag aus der
Transatlantikregatta DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
ausgeschieden. Die Kieler „D’Accord“ meldete einen Ruderbruch und die „HSH
Nordbank“ einen Riss im Mast. Alle Crewmitglieder seien zwar sehr
enttäuscht, aber wohlauf, so die Skipper Rolf Erben („D’Accord“) und
Walter Meier-Kothe aus Rellingen. Damit sind nach dem Untergang der Bremer
„Monsun“ und dem Ausstieg der „Anny“ von Gustav Edelhoff (Norddeutscher
Regatta Verein) noch 59 Boote im Rennen von Newport/USA nach Cuxhaven und
weiter nach Hamburg unterwegs. Es führte am Montag Nachmittag weiter mit
großem Vorsprung die „Zaraffa“ (USA). Dahinter lag die „Zukunft IV“ vom
Kieler Yacht-Club der „Discoverer“ (England) dicht auf den Fersen.
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Die Sun Kiss 45 "D'Accord" von Rolf Erben aus Kiel nach dem Start zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge am 14. Juni. Foto: Daniel Forster/DCNAC
„Der Beschlag des Spinnakerbaums am Mast ist gebrochen, und dabei hat der
Spibaum dem Mast einen etwa ein Meter langen Riss über Deck verpasst“,
berichtete Erik von Krause, Navigator der „HSH Nordbank“ von der Ursache
des Ausscheidens. Die Erfahrung der 18-Köpfigen Crew habe sofort gesagt,
das ein Ritt über den Nordatlantik damit zu gefährlich gewesen wäre. Das
Risiko eines Mastbruchs sei zu hoch gewesen. Die „HSH Nordbank“ befindet
sich auf der Rückreise in den Starthaften nach Newport, Rhode Island und
will den Mast dort reparieren lassen, um danach außer Konkurrenz nach
Hamburg zu segeln.
Bis Montag Vormittag hatte von Krause die Ex-„Morning Glory“ durch seine
gewiefte Taktik an die Spitze der fünf Superyachten geführt, die erst am
vergangenen Sonnabend (21. Juni) eine Woche nach dem Hauptfeld gestartet
waren. Der südlichste Kurs von allen hatte die „HSH Nordbank“ mit
rückdrehendem Wind optimal in den drei Knoten starken Golfstrom geführt.
Der Vorsprung gegenüber den nach Handicap (IRC-Rennwert) vermeintlich
schnelleren Yachten „UCA“ (Murmann/Kiel) und „Zephyrus V“ (McNeil/San
Francisco) betrug nach nur 370 Seemeilen schon 30 Seemeilen. Entsprechend
gedämpft war auch die Stimmung an Bord nach der Aufgabe.
In den Ausläufern des schweren Wetters vom Vortag hatte die Sun Kiss 45 „D
’Accord“ ihren Ruderbruch erlitten. Auf 40 Grad 49 Nord und 48 Grad 43,5
West meldete sich Eigner und Skipper Rolf Erben um 9.13 Uhr bei der
Regattaleitung ab. Die sechsköpfige Mannschaft wolle versuchen, mit dem
Notruder ohne fremde Hilfe Europa zu erreichen. Erben: „Wir stehen nichts
aus, uns geht es den Umständen entsprechend gut.“
Materialschäden vermeldete auch die „Tom’s Kahn“ von Thomas Ebert aus
Frankfurt. Bei neun bis zehn Beaufort in der Sturmnacht hätten sich die
vorderen Kielschrauben gelockert und sei die Radarschüssel abgerissen und
weggeflogen. Schäden gab es auch an verschiedenen Segeln. Das Boot hat
außerdem viel Wasser genommen, so dass die Stromversorgung auf Messers
Schneide stand. Ebert: „Jetzt läuft wieder alles, und es geht ans
Segelflicken. Alle sind wohlauf, und die Freude über ein paar gutgemachte
Plätze ist natürlich groß.“ „Tom’s Kahn“ lag auf Rang 46.
Viele Teams berichten vom schweren Sturm mit Windstärken teils über zehn,
bei denen sie selbst schwere Schiffe auf dem Wellen zum Gleiten brachten.
Inzwischen war das Tiefdruckgebiet jedoch weitergezogen, die Sonne wärmte
wieder bei mäßiger Brise, und die Mannschaften trockneten ihre völlig
durchnässten Klamotten an Deck. Indes bahnen sich im Verfolgerfeld von der
„Tempest“ (4./Schweden) an spannende Positionskämpfe an. Das
Mitarbeiterboot von Titelsponsor DaimlerChrysler, „King’s Legend“, hatte
sich auf Platz fünf vorgeschoben, gefolgt von der „Julie Marie“
(Kortüm/Hamburg) und der „Haspa Hamburg“.
Das Erfolgrezept der „Kuh“ („Zukunft IV“) heißt gute Laune. Sie schrieben
am Montag: „Die Stimmung an Bord ist hervorragend, und wir amüsieren uns
prächtig. Wir freuen uns natürlich schon alle auf die Ankunft (obwohl das
Segeln auch Spaß macht), und es entstehen erste Wunschlisten, was man an
Land so alles unbedingt machen muss. Essen zum Beispiel ist mal wieder
ganz wichtig. Das gefriergetrocknete Zeug ist zwar echt ziemlich lecker,
aber wir träumen natürlich schon. Steak mit Bratkartoffeln und
Brechbohnen, ein richtig guter Döner, oder einfach ein Burger. Die
Geschmäcker sind verschieden, aber wir sehnen uns schon nach fester
Nahrung. Und ein kühles Bierchen dazu, das gibt es an Bord ja auch nicht.
Ebenfalls deutlich wird, wie sehr wir Musik vermissen. Dabei zeigt sich
ein deutlicher Trend zu deutschen Texten, die sind erstens super zum
selber singen (geschieht recht häufig hier an Bord), zum zweiten sind
FantaVier, Fettes Brot und die HSV-Fanchoräle auch so eine Art Verbindung
zur Heimat, wenn man im Ausland ist. Quasi ein bisschen wie Spiegel-Lesen,
aber nicht so fürchterlich anspruchsvoll.“
Auf der Website www.DCNAC.de gibt es aktuelle Fotos und stündlich
aktualisierte
Zwischenergebnisse.
Betreff: DCNAC: „HSH Nordbank“ gibt auf / Ruderprobleme auf der „D’Accord“
Absender:
Empfänger:
Datum: 23. Jun 2003 11:23
Vorab-Presseinfo zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
23. Juni 2003
„HSH Nordbank“ gibt auf / Ruderprobleme auf der „D’Accord“
Riss im Mast zwingt den Maxiracer zur Umkehr
Newport/Hamburg. Die Hochseeyacht „HSH Nordbank“ hat am Montag früh (23.
Juni) ihre Teilnahme an der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
aufgegeben. Ein Riss im Mast zwang Skipper Walter Meier-Kothe (Rellingen)
und seine internationale Crew zur Umkehr nach Newport, Rhode Island/USA,
wo der Maxiracer erst am Sonnabend mit den fünf schnellsten Teilnehmern
der Transatlantikregatta nach Cuxhaven/Hamburg gestartet war. Von der
Kieler „D’Accord“ von Rolf Erben wurden Ruderprobleme mitten auf dem
Atlantik gemeldet, aufgegeben hatte die13,25 Meter lange Sun Kiss 45
jedoch noch nicht. Sie war eine Woche zuvor mit dem Hauptfeld von 58
Booten gestartet. Es führte am Montag Vormittag weiter die „Zarraffa“
(USA) vor der „Discoverer“ (England) und der „Zukunft IV“ vom Kieler
Yacht-Club.
Hinweis für die Redaktionen:
Eine ausführliche Zusammenfassung der Ereignisse erhalten Sie am frühen
Nachmittag.
Auf der Website www.DCNAC.de --> Rangliste gibt es stündlich aktualisierte
Zwischenergebnisse.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Mobil: 0172/2578817
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