Betreff: DCNAC-Pressemitteilung: „Zaraffa“ nimmt Kurs Hamburg / „Zukunft IV“ Zweite
Absender: media@dcnac.de
Datum: 25. Jun 2003 16:28
„Zaraffa“ nimmt Kurs Hamburg / „Zukunft IV“ Zweite
„Wir liegen knapp 30 sm vor Skroo Lighthouse, haben 13 Knoten Wind und
laufen 9,8 Knoten. Wir haben gut gefrühstückt, Lunch gehabt, und die
Freiwache schläft. In gut zwei Stunden runden wir Faire Isle und nehmen
Kurs auf Hamburg. Es war ein fantastischer Trip bis jetzt, und freuen uns
auf die Zielankunft.“ So sachlich und präzise wie seine Hochseeyacht
„Zaraffa“ bisher die DaimlerChrysler North Atlantic Challenge gesegelt
hat, schilderte Eigner und Skipper Huntington „Skip“ Sheldon (USA) am
Mittwoch Nachmittag per Satellitentelefon die Situation an Bord. Der 20,28
Meter lange Racer führt die Transatlatikregatta klar an und könnte zu
Beginn des Wochenendes die Ziellinie in Cuxhaven kreuzen. Unterdessen
schob sich die „Zukunft IV“ vom Kieler Yacht-Club in der Gesamtwertung an
der „Discoverer“ (England) vorbei auf den zweiten Platz vor.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als zwölf Knoten hat der
Einzelbau „Zaraffa“ ein eindrucksvolles Rennen gesegelt. Mit seinem
Rennwert von 1,415 nach IRC (International Racing Commission) war er noch
in den ersten Start am 14. Juni gekommen und dem Hauptfeld der anderen 57
durchweg langsameren Boote sofort weggefahren. Am Mittwoch hatte sie vor
dem nächsten Verfolger, der „Tempest“ unter schwedischer Flagge, schon
fast 800 Seemeilen Vorsprung.
„Diesen Speed werden wir aber wohl kaum halten können“, meinte Skip
Sheldon skeptisch, „wir erwarten auf dem nächsten Teilstück sehr leichte
Winde.“ Das entscheidende taktische Frage werde sein, welche Route sie am
besten nach Osten Richtung Elbmündung einschlagen sollen, da die
Vorhersage einige Variablen zeigen. Auch Hilger Erdmann vom Deutschen
Wetterdienst (DWD) prophezeite den Führenden wenig Brise: „Hinter Fair
Isle wird der Wind immer schwächer und dreht zurück über Süd auf Ost. Erst
zum Wochenende gibt es wieder Starkwind, allerdings auch aus Ost.“
Das heißt für die „Zaraffa“, dass sie wohl nicht nur mit Flaute kämpfen
wird, sondern auch das letzte Stück gegen den Wind kreuzen muss. Das gibt
den nachfolgenden Booten vor allen der Megayachten aus dem zweiten Start
vom 21. Juni die Hoffnung, den überragenden Gegner nach berechneter Zeit
doch noch zu schlagen. „Unser Navigator Mark Rudiger hat bis hier einen
exzellenten Job gemacht“, so Sheldon weiter, „der wird uns auch so schnell
wie möglich ins Ziel bringen.“ Jedoch sei ein Tagesdurchschnitt von 200
Seemeilen auf der Nordsee schon viel. Das hieße, das „first ship home“
würde frühestens in der Nacht zu Sonnabend einlaufen, eher später.
Unterdessen schwankte die Stimmung auf der „Zukunft IV“ zwischen Schampus
und Sturm. Vorschiffsmann Matthias Bückert schrieb: „Moin moin von der
sturmumtosten Kuh! Heute war mal ein sehr durchwachsener Tag! Es fing
alles recht locker an, indem wir morgens an Deck Fritz’ (Heineckes, 64.,
d.Red.) Geburtstag zelebrierten. Schnarsi hatte sich bös ins Zeug gelegt
und aus Hartkeksen, Mousse au Chocolat, Haribos und gewürfelten
Früchteriegeln ein paar super Pralinen gezaubert. Dazu gab es noch für
jeden einen kleinen Schluck Schampus, also ein rundum gelungenes
Frühstückchen!
Im Laufe des Vormittags nahm der Wind jedoch sehr schnell zu, was dazu
führte, dass uns der Gennaker zerplatzte. Die als Ersatz gesetzte Genua
III blieb auch nicht lange oben, aber der geflickte Kopf hielt. Dafür
öffnete sich beim Bergen der Fallschäkel, so dass wir jetzt ein Fall im
Mast haben, und außerdem ist das Achterliek teilweise ausgerissen. Schon
wieder Arbeit für unsere Segelmacher, irgendwie ist die GIII ja so ein
bisschen unser Sorgenkind... Der Wind hat mittlerweile auf bis zu 55
Knoten zugelegt, und wir surfen nur unter gerefftem Groß mit bis zu 15
Knoten die Wellen runter! Wir sind aber nach wie vor frohen Mutes, auch
wenn der Verlust des Gennakers nur schwer zu verschmerzen sein wird.“
Pech hatte indes die Hochseeyacht „Heaven can wait“: Sie musste sich am
Dienstag Nachmittag (24. Juni) nach einem Bruch des Großbaums von der
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 abmelden. „Bei schwerer See
war das Schiff in einer plötzliche Böe nicht mehr zu halten“, berichtete
Skipper Chris Harding (Aumühle). Die Nisse 72 lief offenbar aus dem Ruder
wobei der Großbaum brach und dabei den Mast mit beschädigte. Es sei jedoch
niemand verletzt worden. Das Schiff laufe nach Cork/Irland (1000 Seemeilen
entfernt) ab, wo der Schaden repariert werden soll. Damit befanden sich am
Mittwoch Morgen noch 58 Teilnehmer in der Segelregatta von Newport/USA
nach Cuxhaven/Hamburg.
Auf der Website www.DCNAC.de -> Rangliste gibt es stündlich aktualisierte
Zwischenergebnisse.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
Press Officer
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Betreff: Vorab-Presseinfo zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
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Datum: 25. Jun 2003 09:43
„Heaven can wait“ gibt auf / „Zaraffa“ vor Faire Isle
Die Hochseeyacht „Heaven can wait““ hat am Dienstag Nachmittag (24. Juni)
ihre Teilnahme an der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
aufgegeben. Eigner Thormod Ohm (Aumühle) meldete einen Bruch des Großbaums
mit Folgeschäden am Mast. Die Nissen 72 laufe nach Cork/Irland ab, wo der
Schaden repariert werden soll. Damit befanden sich am Mittwoch Morgen noch
58 Teilnehmer in der Segelregatta von Newport/USA nach Cuxhaven/Hamburg.
Die führende „Zarraffa“ (USA) dürfte über Tag Faire Isle im Norden
Großbritanniens runden und wird zu Beginn des Wochenendes im Ziel
erwartet.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
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"Heaven can wait"
vom Club der Kreuzerabteilung
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