DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: DCNAC: Das Rennen gegen die Uhr
Absender: media@dcnac.de
Datum: 26. Jun 2003 15:53

Das Rennen gegen die Uhr
Die DaimlerChrysler North Atlantik Challenge 2003 wird auch für die deutlich führende „Zaraffa“ aus den USA noch ein Rennen gegen die Uhr. Nachdem der berechnete Vorsprung vor der kleineren Kieler „Zukunft IV“ schon mehr als zwei Tage betragen hatte, schmolz er bis Donnerstag Nachmittag auf rund 35 Stunden. Denn während „die Kuh“ auf dem Weg zu Rundung von Faire Isle im Norden Großbritanniens noch frischen Wind hatte, lag die „Zaraffa“ in der Nordsee in der Flaute und hatte noch mehr als 300 Seemeilen vor sich. Sie könnte in der Nacht auf oder im Laufe des Sonnabends die Ziellinie in Cuxhaven überqueren, bevor sie weiter nach Hamburg fährt.

Auf diese Situation setzt auch die Kieler „UCA“ von Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann. Die 26-Meter-Yacht war aufgrund ihrer Schnelligkeit erst eine Woche nach dem Hauptfeld am 21. Juni gestartet worden und rollt das Feld inzwischen von hinten auf. Nach theoretisch hochgerechneter Zeit lag sie schon auf Rang fünf der Gesamtwertung hinter der „Team 888“ und der „Discoverer“ (beide England), die die Plätze getauscht haben. Am Donnerstag Abend überholte die „UCA“ sogar schon das langsamste Schiff der ersten Gruppe, die „Frisco“ aus Kanada. Beide hatten noch mehr als 1.900 der insgesamt 3.625 Seemeilen von Newport/USA aus vor sich – mit dem Unterschied, dass die „UCA“ derzeit am 5. Juli im Ziel erwartet wird und die „Frisco“ leider erst nach der Festwoche, die vom 4. bis zum 12. Juli auf der Kehrwiederspitze in Hamburg gefeiert wird.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit der „UCA“ hatte sich nach Rundung von Point Alpha, der Eisgrenze bei 40 Grad Nord und 50 Grad West kontinuierlich erhöht und lag am Donnerstag schon bei 11,23 Knoten. „Teils haben wir bei viel Regen und viel Wind in zehn Stunden 170 Seemeilen geschafft“, berichtete Crewmitglied und „stern“-Reporter Peter Sandmeyer von Bord. Einen Wal hätten sie auch beinahe überfahren. „Nur weil wir gerade einen Mann im Mast hatten, der ihn von oben gesehen hat, konnten wir gerade noch rechtzeitig ausweichen“, so Sandmeyer.

Auf einem starken siebten Platz hielt sich die „King’s Legend“. Die Swan 65 wurde als Mitarbeiterboot des Titelsponsors DaimlerChrysler mit einer deutsch-amerikanischen Crew besetzt. Am Mittwoch feierte sie Bergfest: „Heute um 4 Uhr war es soweit: Wir haben die Hälfte (1.800 sm) geschafft. Wir begehen den Anlass feierlich mit selbst gebackenem Brot und Lachs zum Frühstück. Seit gestern ist der Nordatlantik wie man sich ihn vorstellt. Eiskalt, windig, Gischt und Schaumkronen und immer für eine Überraschung gut. Die Nachtwache vergeht schnell, da wir ständig ein- und ausreffen. Am Ende will man nur noch in die warme Koje. Es bleiben 5 Stunden, um sich aufzuwärmen und ein Minimum an Schlaf abzubekommen. Die Stimmung an Bord ist gut, obwohl alle sehr müde sind. Die nächsten Tage ist Sturm vorhergesagt. Heute geben wir noch mal alles für ein bisschen Speed, Surfen die Wellen unter Spie runter und bereiten uns mental auf die nächsten 3 Tage vor.“

Das Not auch erfinderisch machen kann, und die Bedingungen auf dem Nordatlantik das erfordern, meldet die Berliner Studenten-Crew der „Walross III“, die auf dem 33. Platz liegt: „Die ganze Nacht und den Vormittag arbeiten Moly und Max im Salon an der Reparatur des Großsegels. Nachdem sich das dem Problem mit Nadel und Bootsmannshandschuh nicht beizukommen ist, entwickeln die beiden bisher unbekannte Techniken. Zunächst wird ein überzähliger Lifegurt geschlachtet, da wir kein ausreichend starkes Gurtband an Bord haben. Dann werden drei Gurtbandstreifen (neue Trendfarbe orange) um den Halsring an den Segelhals mit dem spanischen Wunderkleber (PU-Schaum) angeklebt. Der Kleber macht die Konstruktion so hart, dass man Gurtband und Segeltuch bohren kann. Nun wird für jeden Nadelstich mit der Elektrobohrmaschine vorgebohrt und die Gurtbänder mit kräftigen Nähten angenäht. Daneben werden noch einige Rutscher neu fixiert und eine Lattentasche repariert. Zum Wachwechsel um 14 Uhr wird das Großsegel wieder gesetzt und das Ereignis mit einer Runde Bier aus den knappen Beständen gefeiert.“

Die Zwischenergebnisse von Donnerstag (26. Juni) um 15 Uhr:
Platz Name Latitude Longitude Ziel in sm Brechnete Zeit in Std.
1 ZARAFFA 58° 30.17'N 02° 11.35'E 348,884 400,209
2 ZUKUNFT IV 55° 20.58'N 22° 27.33'W 1197,13 434,969
3 TEAM 888 43° 08.12'N 45° 29.03'W 2348,45 435,663
4 DISCOVERER 55° 28.13'N 22° 28.73'W 1194,2 435,994
5 UCA 42° 33.75'N 44° 22.77'W 2328,62 451,438
6 TEMPEST 55° 59.35'N 19° 35.47'W 1093,21 468,582
7 KING'S LEGEND 54° 08.53'N 29° 03.13'W 1428,37 471,63
8 SNOW LION 54° 30.57'N 21° 04.33'W 1177,1 476,963
9 ZEPHYRUS V 42° 56.73'N 43° 34.07'W 2286,18 477,145
10 HASPA HAMBURG 54° 08.75'N 28° 25.38'W 1410,37 480,74
11 HANSA 55° 57.97'N 24° 52.02'W 1247,83 481,743
12 JULIE MARIE 55° 30.27'N 25° 50.68'W 1290,68 484,227
13 VARUNA 55° 11.42'N 28° 47.57'W 1382,96 485,629
14 HAZE 53° 52.48'N 29° 23.78'W 1447,69 486,476
15 PETER V. DANZIG 53° 59.22'N 28° 28.80'W 1417,52 486,503
16 MAMELIE 52° 13.90'N 30° 45.92'W 1545,51 488,148
17 WORLD OF TUI HH 53° 55.38'N 24° 18.12'W 1294,13 491,767
18 ALBATROS 54° 15.80'N 26° 26.78'W 1348,89 494,637
19 GR.FREIHEIT NR.7 50° 54.03'N 31° 12.42'W 1603,72 498,151
20 NV HAMBURG 54° 21.77'N 26° 34.53'W 1349,48 498,434
21 CHERI 50° 48.78'N 30° 42.97'W 1590,72 500,135
22 BRINKMANN & PA. 53° 18.38'N 31° 51.43'W 1537,61 500,358
23 PAULA 53° 07.63'N 30° 34.22'W 1508,1 500,372
24 VITA BELLA 55° 42.95'N 26° 34.97'W 1303,94 501,443
25 VOLKSFÜRSORGE II 53° 55.12'N 29° 38.30'W 1452,95 501,721
26 HOBBY 48° 50.23'N 31° 54.62'W 1689,5 508,833
27 ELAN 49° 00.93'N 33° 12.47'W 1728,88 509,513
28 P.VON SEESTERMÜHE 48° 46.93'N 35° 18.05'W 1805,94 510,61
2 29 ISKAREEN 48° 51.92'N 35° 56.92'W 1823,9 518,184
30 SEA ROSE 51° 36.55'N 30° 56.48'W 1572,07 518,301
31 MISTRAL 48° 57.33'N 35° 41.92'W 1812,74 523,755
32 TANASSA 53° 13.22'N 28° 24.88'W 1441,53 525,849
33 WALROSS III 49° 22.80'N 34° 55.57'W 1773,26 539,412
34 ANNE BONNY 49° 42.92'N 35° 47.70'W 1788,04 541,242
35 RAROTONGA 48° 06.03'N 33° 38.93'W 1771,34 541,883
36 AQUIS GRANUS 48° 18.88'N 38° 07.27'W 1912,1 542,645
37 MELTEMI 49° 06.45'N 36° 45.12'W 1840,02 547,705
38 ZWERVER 49° 03.70'N 37° 59.10'W 1878,56 550,807
39 TORTUGA 48° 58.72'N 38° 10.07'W 1887,23 555,829
40 MAIDEN 50° 55.07'N 33° 42.13'W 1680,42 560,636
41 HEBE III 46° 17.07'N 36° 33.75'W 1927,62 574,951
42 BANK VON BREMEN 49° 40.47'N 35° 22.80'W 1776,9 576,41
43 NANI 47° 48.38'N 38° 58.32'W 1957,85 587,567
44 GUNDEL G. 46° 53.38'N 38° 20.68'W 1971,4 591,987
45 ARCADIA 45° 04.05'N 40° 15.80'W 2098,5 592,161
46 CHARISMA 47° 05.37'N 39° 22.90'W 1998,13 592,589
47 JOLLY CELESTE 45° 00.93'N 41° 33.70'W 2145,94 601,606
48 TOM'S KAHN 44° 59.13'N 38° 35.60'W 2039,1 607,375
49 ONE STEP Ahead 48° 25.15'N 37° 13.28'W 1880,28 608,636
50 BO GLASWALD 44° 53.22'N 39° 55.70'W 2091,85 621,701
51 POLARIS 45° 57.97'N 42° 23.08'W 2135,62 629,456
52 LEON DE MAR 45° 28.97'N 42° 35.05'W 2161,64 630,2
53 ASTA 46° 19.60'N 41° 15.98'W 2086,87 632,631
54 SALUTE 44° 39.67'N 43° 21.58'W 2219,04 658,386
55 WINDROSE 38° 39.17'N 53° 15.50'W 2757,13 670,428
56 ISOLA BELLA 46° 04.05'N 42° 24.48'W 2132,04 673,589
57 FRISCO 41° 25.10'N 43° 10.62'W 2303,25 673,797
58 BRIGANTIA 41° 48.87'N 41° 56.62'W 2243,91 676,354
ANNY aufgegeben
D`ACCORD aufgegeben
HEAVEN CAN WAIT aufgegeben
MONSUN aufgegeben
HSH NORDBANK aufgegeben

Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer DaimlerChrysler North Atlantic Challenge Mobil: 0172/2578817 Tel: 04822/360-900 Fax: 04822/360-901 Email: Kling@DCNAC.de www.DCNAC.de www.media-DCNAC.de

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