DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: DCNAC-Pressemitteilung: Rauschender Empfang der „Zaraffa“ in Hamburg
Absender: media@dcnac.de
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Datum: 29. Jun 2003 13:58
Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 29. Juni 2003

Rauschender Empfang der „Zaraffa“ in Hamburg
Aus für „Zephyrus V“ und „Meltemi“ nach Schäden

Cuxhaven/Hamburg. Ein schnelles, durables Boot, eine eingeschworene Mannschaft, Glück mit dem Wetter und der beste Navigator der Welt. Diese vier Säulen nannte Eigner und Skipper Huntington „Skip“ Sheldon aus Shelburne, Vermont/USA für die schnelle Atlantiküberquerung seiner „Zaraffa“. Die Hochseeyacht hatte am Sonnabend (28. Juni) um punkt 11.17 Uhr und 28 Sekunden in Cuxhaven als Erste die Ziellinie der DaimlerChrysler North Atlantik Challenge 2003 erreicht. Damit ist die „Zaraffa“ jedoch zunächst nur „first ship home“. Der Gesamtsieger wird nach IRC-Handicapfaktor berechnet, der unterschiedliche große und schnelle Boote ausgleichend bewertet. Demnach führte am Sonntag Mittag die „Team 888“ aus England. Die „UCA“ und die „Zukunft IV“ (beide Kiel) folgten auf den Plätzen drei und vier.

„Wir hatten einen schrecklich nassen und kalten Törn erwartet, doch es war einfach nur wundervoll“, meinte der hochgelobte Navigator Mark Rudiger aus Auburn/Kalifornien im Ziel. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,06 Knoten hat der Einzelbau „Zaraffa“ die Messlatte für alle nachfolgenden Schiffe sehr hoch gelegt. Die gesegelte Zeit von 13 Tagen, 15 Stunden, 7 Minuten und 28 Sekunden multipliziert mit dem Rennwert von 1,415 ergibt die berechnete Zeit von 461,9 Stunden, die es zu schlagen gilt, um die edle DaimlerChrysler Trophy aus Porzellan zu gewinnen.

Ein rauschender Empfang wurde der überragenden „Zaraffa“ am Sonntag Nachmittag in Hamburg bereitet. Gleich drei Feuerlöschboote versprühten ihre fontänen, Typphons hupten, als die Rennyacht die Elbe hinauf fuhr . Das erste Löschboot hatte die Begleitung in Wedel-Schulau aufgenommen, wo der Eigner mit seiner Familie und Crew an Bord auch zünftig durch die Schiffsbegrüßungsanlage willkommen geheißen wurde. Die anderen beiden folgten bei Wittenberge und Finkenwerder. „Das ist ein phantastisches Gefühl, hier so aufgenommen zu werden“, so Huntington Sheldon und seine Ehefrau Dell sowie die Töchter Greta und Zoe.

Bei leichtem bis mäßigem Nordostwind war die „Zaraffa“ in Cuxhaven eingelaufen. Die Champagnerdusche an der Pier ließ dann allerdings etwas auf sich warten, denn die sturmerprobten Segler mühten sich mit dem unkooperativen Korken ab. Geschwächt sah die Proficrew jedoch nicht gerade aus. "Wir haben bis gestern noch das von meiner Frau vorgekochte Essen genossen, so der zufriedene Eigner. „Wir hatten eine schnelle und lustige Überfahrt und viel Glück mit dem Wetter“, sagte der 73-Jährige Sheldon. Insgesamt machte die "Zaraffa" nicht den Eindruck einer kompromisslosen Rennziege. Unter Deck hängt ein gerahmtes Bild, und getrunken wird aus Keramikbechern, was auf Regattayachten eher ungewöhnlich ist.

Durch die vorangegangenen Flauten der „Zaraffa“ auf der Nordsee ist das Rennen nochmals spannend geworden. Die nächsten Yachten werden derzeit nicht vor Mittwoch Abend erwartet. Zweiter im Ziel könnte der Zweimaster „Tempest“ unter schwedischer Flagge vor der „Snow Lion“ von Larry Huntington (New York) werden. Mit der „Kuh“, die „Zukunft IV“ vom Kieler Yacht-Club wird in der Nacht zu Donnerstag gerechnet. Die fünf schnellsten Yachten, darunter auch die „UCA“ und die „Team 888“ waren erst eine Woche nach dem Hauptfeld gestartet und sollen am Freitag (4. Juli) in Hamburg eintreffen. Dann wird auch auf der Kehrwiederspitze vor dem Citysporthafen am Baumwall, wo die Yachten festmachen, das Race Village eröffnet. Die maritime Festwoche dauert bis Sonnabend, den 12. Juli.

Die vermeintlich schnellste DCNAC-Yacht wird jedoch leider nicht zu bewundern sein. Am Sonnabend Abend musste die „Zephyrus V“ aus den USA das Rennen aufgeben. „Wir haben Schäden an den Backstagen und an der Steuerungsanlage“, schrieb Navigator Ian Moore in einer Satellitenemail. Die 18-Köpfige Crew, darunter der Hamburger Kameramann Jens Paschke, sei wohlauf, aber enttäuscht. Schließlich hatte das Team der 26 Meter langen High-Tech-Yacht vom Typ maxZ86 gerade zu einem Rekordversuch angesetzt. Auf leicht abgeänderter Route zum nächsten Wegpunkt im Norden Großbritanniens wollte es mit den stürmischen Winden eines Tiefdruckgebiets den 24-Stunden-Weltrekord der „illbruck“ brechen, die voriges Jahr auf dem Atlantik 484 Seemeilen geschafft hatte. Dabei war es offenbar zu den Materialschäden gekommen.

Unterdessen meldete sich am Sonntag Vormittag auch die Schleswiger Comfortina 42 „Meltemi“ von Harald Graf Saurma-Jeltsch von der Regatta ab. „Wir haben weiter große Probleme mit der Stromversorgung an Bord und werden morgen gar kein Saft mehr haben“, erklärte der Eigner und Skipper über Satellitentelefon. Die Position zu dem Zeitpunkt lag bei 54° 01.20 Nord und 28° 41.47 West mitten im Feld auf dem Nordatlantik. Die Mannschaft wolle versuchen, Cork in Irland zu erreichen, um den Schaden zu reparieren. Dadurch sind nach der „Monsun“, „Anny“, „HSH Nordbank“, „D’ Accord“, „Heaven can wait“ und „Mistral“ nun sieben der 63 Teilnehmer ausgefallen.

Auf der Website www.DCNAC.de --> Rangliste gibt es stündlich aktualisierte Zwischenergebnisse.

Weitere Informationen: Andreas Kling
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