DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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Betreff: Pressemitteilung: DaimlerChrysler North Atlantik Challenge
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Empfänger: 
Datum: 05. Jul 2003 13:54

Pressemitteilung zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
4. Juli 2003

UCA holt den Titel „schnellste Yacht“ nach gesegelter Zeit
Zieleinläufe jetzt Schlag auf Schlag

Es war die Nacht der Zieleinläufe  - Von Freitag auf Sonnabend liefen
Schlag auf Schlag acht Schiffe in Cuxhaven ein.
Die "Haspa Hamburg" kämpfte sich am Freitagabend bei grauem  Himmel, Sturm
und Regen, aber mit strahlenden Gesichtern in Cuxhaven über die Ziellinie.
Die junge Crew, unter der Führung von Skipper Georg Christiansen startete
für den Hamburgischen Verein Seefahrt und schlug sich vortrefflich im
Rennen um die berechneten Plätze. Zur Zeit rangiert die "Haspa Hamburg"
vom Typ  X 482 im Gesamtklassement auf Rang 6, in der IMS Rechnung sogar
auf Platz 3. Genau um 19:28 Uhr und 11 Sekunden segelte die blaue Yacht
dicht unter der Seebäderbrücke über die Ziellinie und war damit 19 Tage 23
Stunden 18 Minuten und 11 Sekunden unterwegs.
Als nächste Yacht rauschte die Baltic 64 „Tanassa“ an dem „Race Box“
genannten Container des Race Office auf der Seebrücke vorbei und querte
die Ziellinie um 00.01 Uhr und 31 Sekunden.
Gefolgt von der „Haze“ um 0.49 Uhr und 16 Sekunden. Die Stimmung auf der
Seebrücke steigerte sich zunehmend und immer mehr Zuschauer tauchten in
der Nacht auf um erst die „Peter von Danzig“ begeistert zu empfangen (2.09
Uhr 18 Sekunden) und dann auf den Star der Nacht zu warten.

Die „Uca“, die sich den Titel schnellste Yacht nach gesegelter Zeit
erkämpfte, kam wie ein Phantom aus dem Dunkeln auf. Denn mit etwa 16
Knoten über Grund rauschte die Yacht von Klaus Murmann um 3.23.05 Uhr so
schnell über die Linie, dass nicht einmal das Begleitboot mit den
Scheinwerfern mitkam. Der kleine Sturmspinnaker war gesetzt und nach nur
13 Tagen, 7 Stunden,  13 Minuten und  5 Sekunden erreichte die
beeindruckende 26-Meter Yacht den Zielhafen.
Ein großer Empfangsbahnhof erwartete die Crew zum kurzen Stopover und der
Champagner floss in Strömen. Zur Begrüßung waren in der Nacht auch die
Konstrukteure der schnellen Rennmaschine angereist. Fietje Judel und
Torsten Conradi vom Designbüro Judel/Vrolijk ließen es sich nicht nehmen
den brandneuen Maxi-Racer nach der Feuertaufe in Augenschein zu nehmen.
Und alle Crewmitglieder berichteten einhellig: das Schiff ist super, alles
ist heil geblieben und wir haben viel Spaß gehabt. Im ersten Dämmerlicht
saßen die müden Krieger dann auf der Pier und futterten ihr erstes Steak
nach zwei Wochen Knochenarbeit.
Eigner und Skipper Klaus Murmann berichtete: „Die Wetterbedingungen waren
für uns denkbar schlecht. Bis Point Alpha mussten wir gegenan segeln und
dann vor Fair Isle auch wieder. Nur in der Nordsee lief es jetzt zum
Schluss richtig gut. Aber mit dem Schiff bin ich sehr zufrieden, wir sind
sauber gesegelt. Die Crew hat hervorragende Leistung gezeigt. Der
Wehrmutstropfen des zweiten Starts ist dennoch sehr groß. Wenn wir im
ersten Start gefahren wären, hätten wir mehr erreichen können. Unser Ziel
war neben der besten gesegelten Zeit auch der berechnete Sieg.

Timmy Kröger, Segelprofi aus Hamburg, segelte bereits zweimal im Round the
World Race um den Globus. „Das Boot ist sehr groß und die Kräfte sind
enorm, da muss die Crew ordentlich ackern und ein gutes Zusammenspiel ist
besonders wichtig – aber das Schiff macht einfach Spaß. Es segelt sich
natürlich ganz anders als die V60’s, es ist viel größer und auch die
Segelflächen sind viel größer, daher kostet jeder Segelwechsel sehr viel
Kraft“, so der Langstreckenspezialist.

Nach der „Uca“ zog als nächstes die „Volksfürsorge“ in die Elbmündung ein
und querte bereits mit ausreichend Tageslicht um 5.24.52 Uhr die Ziellinie
um die 3600 Meilen lange Regatta zu beenden. Das Schmuddelwetter ließ sich
jedoch noch nicht abschütteln. Es pustete weiterhin mit etwa sechs
Beaufort aus westlichen Richtungen, angereichert mit Schauern.

Kurz nacheinander kamen dann am Morgen die
DaimlerChrysler-Mitarbeiteryacht „King’s Legend“ und der Open 60 „Team 888
“ gegen die heftige Tide kämpfend ins Ziel.
Die Stimmung der deutsch-amerikanisch gemischten Crew der „King’s Legend“
war kaum zu überbieten. Groß war die Freude über das gute Abschneiden.
Derzeit liegt die Swan 65 berechnet auf Rang 7. „ Das war ein harter Trip
und wir mussten mehr am Wind segeln als uns lieb war, aber obwohl wir uns
vorher alle nicht kannten und nur drei Tage Training hatten, ist die Crew
mit der Zeit super zusammen gewachsen“, erzählt Skipper Gijs van
Liebergen. Paul Hulsey, von DaimlerChrysler in den USA war mit an Bord
dabei. „Das war ein fantastisches Rennen und eine einmalige Erfahrung“,
berichtet  er begeistert nach dem ersten Anlegerschluck.

Die Crew der  britischen „Team 888“ war ebenfalls vergnügt über das gute
Abschneiden. Der Open 60, erlangte unter dem  Namen „Kingfisher“
Berühmtheit, als die junge Britin Ellen MacArthur damit Einhand um die
Welt segelte und den zweiten Platz im Vendee Globe Challenge gewann.
„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Rennen, die Windbedingungen waren gut
für uns und das Baby läuft klasse“, sagte Jonny Malbron, Co-Skipper der
sechsköpfigen Crew, die berechnet auf Platz 2 rangiert. „Auf einem
Einhandboot mit sechs Mann zu segeln bedeutet, das nicht viel Platz unter
Deck ist, wir aber dafür schnellere Manöver fahren können“, so der Brite
von der „Team 888“, die als 20. Yacht einlief.

Das Race Comittee in Cuxhaven hat die Nacht  durchwacht und erwartet heute
noch die „Paula“ (gegen16.00 Uhr) und die „Mamelie“ (gegen 22. Uhr) im
Ziel. Morgen gefolgt von Brinkmann, Cheri, Bank von Bremen und Sea Rose.


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Andreas Kling
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