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DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
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DCNAC-Pressemitteilung: „UCA“ schnellste Yacht, aber „Zaraffa“ siegt
Absender: media@dcnac.de
Empfänger: redaktion@segel.de
Datum: 06. Jul 2003 15:44
„UCA“ schnellste Yacht, aber „Zaraffa“ siegt
„Team 888“ gesegelt und berechnet Zweiter
Cuxhaven/Hamburg. Die Kieler „UCA“ hat die Transatlantikregatta
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003 (DCNAC) als schnellstes der
63 gestarteten Hochseesegelyachten beendet. Der 26,50 Meter lange
Maxiracer des ehemaligen Arbeitgeberpräsidenten Klaus Murmann absolvierte
die 3.619 Seemeilen (rund 6.700 Kilometer) von Newport, Rhode Island/USA
im Norden Großbritanniens herum nach Cuxhaven am Sonnabend früh nach 13
Tagen, sieben Stunden, 13 Minuten und fünf Sekunden. Der Gesamtsieg nach
berechneter Zeit durch IRC-Handicapfaktor geht jedoch mit 461,9 Stunden an
die kleinere „Zaraffa“ aus den USA, die eine Woche zuvor nur acht Stunden
länger gebraucht hatte, vor der „Team 888“ aus England (480,5), die auch
nach gesegelter Zeit Zweite wurde. Berechnet kommt die „UCA“ auf 495,1
Stunden und ist damit auf Rang drei bestes deutsches Boot im
Zwischenklassement. Die 26 am Sonntag Abend noch segelnden Booten hatten
indes keine Chance mehr auf die vorderen Plätze.
Glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, aber etwas
zerknirscht, weil er nicht direkt gegen die „Zaraffa“ segeln konnte, die
mit dem Hauptfeld von 57 der 63 Teilnehmer eine Woche frührer gestartet
war, ließ sich „UCA“-Eigner und Skipper Klaus Murmann feiern. „Meine
Mannschaft hat ganz hervorragende Arbeit geleistet“, so der 70-Jährige,
„leider hatten wir Pech mit dem Wetter und mussten lange Zeit hoch am Wind
fahren, statt unter Spi mit den Stürmen zu ziehen.“ Der Erfolg sei dennoch
auch ein Gewinn des deutschen Bootsbaus und der Designer. Die „UCA“ war im
Winter als größte jemals in Deutschland gebaute Hichtech-Regattayacht aus
Kohlefaser nach den Plänen von Fietje Judel und Torsten Conradi des
Bremerhavener Konstruktionsbüros Judel/Vrolijk in Rekordzeit auf der
Kieler Knierim-Werft entstanden.
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Ein sichtlich erschöpfter Skipper und Eigner der "UCA", Dr. Klaus Murmann.
Foto: Michael Meyer / DCNAC

Die Peter von Danzig erreicht im Scheinwerferlicht des Comiteeschleppers Cuxhaven.
Foto: Michael Meyer / DCNAC
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Während seine 18-Köpfige Crew zunächst das „Holsten“-Bier köpfte, dass
Regattaveranstalter Norddeutscher Regatta Verein (NRV) allen Ankömmlingen
sofort an Bord reichte, gönnte sich Murmann noch auf dem Steg in Cuxhaven
ein Glas kühlen Weiswein zum Steak mit Pommes Frites aus der
Pappschachtel. „Zweimal bin ich aus der Koje gefallen, als der Rumpf hart
gegen die Wellen anbolzte“, berichtete der Skipper. Nach den Prellungen
habe er acht Tage nur auf einer Seite schlafen können. Besonders in der
letzten Nacht auf der Nordsee war es bei starken bis stürmischen
Nordwestwinden nochmals heftig zur Sache gegangen.
Mit 16 Knoten (fast 30 km/h) surfte die „UCA“ im Morgengrauen über die
Ziellinie. Insgesamt schaffte sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von
11,33 Knoten, mehr als doppelt so schnell, wie die langsamsten Yachten des
Felds, die am Sonntag Nachmittag noch mehr als 500 Seemeilen vor Fair Isle
lagen, der Wendemarke im Norden Großbritanniens. Die letzten fünf, „Frisco
“ (Kanada), „Isola Bella“ (Balve), „Brigantia“ (Lindau) sowie „Salute“ und
„Leon de Mar“ (beide aus Oldenburg) dürften die öffentliche
Preisverleihung am Freitag, dem 11. Juli, ab 15 Uhr im Race Village auf
der Kehrwiederspitze Hamburg wohl kaum noch schaffen. Auch für die
„Polaris“ aus Rostock, die „BO Glaswald“ aus Dresden und die „Arcadia“
(Hamburg/Kiel) wird es langsam eng, noch etwas von der Festwoche
mitzubekommen, die bis Sonnabend auf dem Eventgelände gefeiert wird.
„Wir werden den Nachzüglern dennoch einen gebührenden Empfang in unserem
Clubhaus bereiten“, versprach NRV-Präsident Gunter Persiehl, der am
Sonnabend an gleicher Stelle seinen 65. Geburtstag feierte. Aus dem Feiern
kamen auch die Crews der 27 bis Sonntag Abend ins Ziel gelaufenen Yachten
kaum noch heraus. Zehn Yachten hatten die Regatta aufgeben müssen. Bereits
seit Donnerstag hielt die Hochstimmung bei der „Zukunft IV“ und dem Kieler
Yacht-Club, deren „Kuh“ in der Gesamtwertung einen dankbaren vierten Platz
belegt. „Wir sind in Cuxhaven und Hamburg so rauschend empfangen worden,
dass sich die Ankunft in die unvergesslich schönen Erlebnisse der Regatta
einreiht“, so Skipper Ulli Münker.
Tränen der Freude vor allem des Wiedersehens mit den Liebsten gab es auf
den drei Yachten des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS), zu dessen 100.
Geburtstag die DCNAC veranstaltet wird. Die „World of TUI Hamburg“ war am
Donnerstag das erste deutsche Schiff überhaupt im Ziel und musste ein
ohrenbetäubendes Hupkonzert von Typhonen über sich ergehen lassen. „Ein
atemberaubende Atmosphäre unter dem Applaus der vielen Fans“, strahlte
Skipper Björn Woge, der sein Schiff auf den letzten Metern selbst über die
Ziellinie steuerte. Am Freitag Nachmittag hatte die sogenannte Baby-Crew
der „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ unter Skipper Gero Brugmann den
Hochseemarathon geschafft.
Die beste HVS-Crew saß jedoch auf dem Jubiläumsschiff, der kleineren
„Haspa Hamburg“. Sie liegt im zwischenzeitlichen Gesamtklassement auf Rang
acht und erlaubte sich beim gemeinsamen Einlaufen am Sonnabend Vormittag
in Hamburg, unter lautem Gejohle der großen „UCA“ den Weg in den
Citysporthafen abzuschneiden. „Wir hatten immer eine bombige Stimmung an
Bord und sind über unser gutes Abschneiden überglücklich“, so Skipper
Georg Christiansen. HVS-Präsident Felix Scheder-Bischien ergänzte: „Schön,
das die jungen Crews so erfolgreich sind. Denn das ist ja unser
Vereinszweck.“
Viel Lob erntete auch das Team der „King’s Legend“, die als
Mitarbeiterboot des Titelsponsors DaimlerChrysler mit einer
deutsch-amerikanischen Crew ins Rennen gegangen war. Die Swan 65 liegt im
Zwischenklassement auf einen hervorragenden neunten Platz. Skipper Gijs
van Liebergen aus den Niederlanden, der von den Strapazen der
Atlantiküberquerung gezeichnet schien, meinte: „Wir waren ja noch nie in
dieser Besetzung zusammen gesegelt. Die Crew ist vor dem Rennen komplett
neu zusammen gesetzt worden. Die Kenntnisse waren natürlich entsprechend
sehr unterschiedlich. Kaum einer hatte vorher Regattaerfahrung auf
Yachten. Aber die Crew ist hervorragend zusammen gewachsen.“
Während ihr Open 60 „Team 888“ wegen Reparaturarbeiten für die nächste
Regatta „Round Britain“ in Cuxhaven blieb, startete auch die
Sechsermannschaft gleich nach Hamburg durch. Currywürste schon eingangs
des Race Village waren die Renner bei der ausgemergelten Mannschaft. „Wir
mussten an Bord mit sechs Mann auf vier Quadratmetern auskommen“, sagte
Co-Skipper Johnny Malbon, „das war das härteste unterwegs.“ Die ehemalige
„Kingfisher“ wurde 2000 für Ellen MacArthur als Einhandboot für die Vendee
Globe-Regatta konzipiert, bei der die Engländerin sensationell den zweiten
Platz belegte. Das große Potential hat die Yacht nun wieder durch einen
zweiten Platz und als schnellstes berechnetes Schiff des zweiten Starts
der Großyachten auf der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
eindrucksvoll unterstrichen.
Zwischenklassement von Sonntag, 15 Uhr:
Name Zieleinlauf/ETA sm zum Ziel Berechnete Zeit in Std.
1 ZARAFFA 28.6.03 09:17:28 461,9
2 TEAM 888 5.7.03 08:07:32 480,463
3 UCA 5.7.03 01:23:05 495,107
4 ZUKUNFT IV 3.7.03 18:00:15 519,199
5 DISCOVERER 3.7.03 18:30:35 521,6
6 MAMELIE 5.7.03 16:07:03 549,454
7 HASPA HAMBURG 4.7.03 17:28:11 550,24
8 ELAN 6.7.03 16:33 36,1298 550,621
9 KING'S LEGEND 5.7.03 07:48:12 551,392
10 HAZE 4.7.03 22:49:16 553,475
11 VARUNA 4.7.03 10:31:55 554,557
12 ISKAREEN 7.7.03 16:49 207,564 556,125
13 JULIE MARIE 3.7.03 19:37:15 557,637
14 P.V.SEESTERMÜHE 7.7.03 22:53 232,07 561,135
15 PETER V. DANZIG 5.7.03 00:09:18 562,774
16 WORLD OF TUI HH 3.7.03 17:54:32 563,297
17 HANSA 3.7.03 18:20:15 563,371
18 CHERI 6.7.03 04:18:28 563,499
19 ALBATROS 4.7.03 05:03:36 566,809
20 SNOW LION 3.7.03 13:14:33 567,002
21 BRINKMANN PA. 5.7.03 20:24:38 570,031
22 PAULA 5.7.03 13:19:33 570,04
23 VITA BELLA 3.7.03 18:06:54 572,215
24 ZWERVER 7.7.03 18:00 201,894 573,924
25 VOLKSFÜRSORGEII 5.7.03 03:24:52 574,866
26 NV HAMBURG 4.7.03 12:40:19 580,32
27 TEMPEST 3.7.03 17:38:06 582,544
28 ANNE BONNY 7.7.03 08:05 139,146 582,63
29 TORTUGA 8.7.03 00:04 235,393 584,71
30 WALROSS III 7.7.03 10:40 575,31 591,516
31 TANASSA 4.7.03 22:01:31 599,017
32 BANK V. BREMEN 6.7.03 12:06:40 601,28
33 SEA ROSE 6.7.03 13:36 12,4204 602,324
34 RAROTONGA 7.7.03 20:15 935,783 605,285
35 GR.FREIHEIT 8.7.03 08:56 292,13 617,309
36 AQUIS GRANUS 10.7.03 09:08 551,826 618,023
37 JOLLY CELESTE 11.7.03 15:34 1364,84 626,294
38 GUNDEL.G. 9.7.03 18:30 476,656 635,223
39 HEBE III 9.7.03 22:39 500,673 637,789
40 TOM´s KAHN 10.7.03 07:41 544,549 638,718
41 CHARISMA 10.7.03 08:30 548,705 640,175
42 WINDROSE 8.7.03 21:29 507,452 640,43
43 NANI 10.7.03 10:01 558,394 651,029
44 MAIDEN 8.7.03 02:45 255,358 660,811
45 ASTA 10.7.03 19:18 601,975 662,095
46 ARCADIA 13.7.03 04:56 859,612 667
47 POLARIS 12.7.03 14:06 797,96 676,619
48 BO GLASWALD 12.7.03 06:56 767,248 680,627
49 FRISCO 15.7.03 01:42 1030,04 699,795
50 LEON DE MAR 14.7.03 22:05 1017,07 726,09
51 SALUTE 15.7.03 05:37 1043,96 731,439
52 BRIGANTIA 15.7.03 11:03 1063,04 742,049
53 ISOLA BELLA 13.7.03 18:49 915,973 757,428
ANNY aufgegeben
D`ACCORD aufgegeben
HEAVEN CAN WAIT aufgegeben
HOBBY aufgegeben
MELTEMI aufgegeben
MISTRAL aufgegeben
MONSUN aufgegeben
HSH NORDBANK aufgegeben
ONE STEP Ahead aufgegeben
ZEPHYRUS V aufgegeben
Auf der Internetseite www.DCNAC.de erfolgen unter >Rangliste stündliche
Aktualisierungen der Positionen.
Für die Presse besteht vor Ort die Möglichkeit, direkt an der Ziellinie
(Seebäderbrücke) in Cuxhaven dabei zu sein. Pressebegeleitfahrten (auf
eigene Kosten) sind über Andreas Wulf unter der Telefonnummer 04721/7166-0
zu bestellen). Außerdem haben wir in der Seglermesse der Seglervereinigung
Cuxhaven einen kleinen Presseraum mit Telefon (04721/666-487) und
ISDN-Leitungen zur Datenübertragung eingerichtet, so dass dort bei knappem
Redaktionsschluss direkt gearbeitet und abgesetzt werden kann.
In Hamburg steht Ihnen täglich von 10 bis 16 Uhr und nach Bedarf ein
Pressezentrum mit analogen Modem- und ISDN-Leitungen im DCNAC-Eventoffice
(Kajen 12) zur Verfügung (Tel: 040/360977-15, Fax: -29).
Weitere Informationen:
Andreas Kling
Press Officer
DaimlerChrysler North Atlantic Challenge
Mobil: 0172/2578817
Tel: 04822/360-900
Fax: 04822/360-901
Email: Kling@DCNAC.de
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