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The Global Challenge 2004/05
Portsmouth-Kap Hoorn-Kapstadt-Portsmouth
03.10.2004 - 17.07.2005
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15.10.2004
Führungswechsel und packender Zweikampf im Mittelfeld auf dem Weg in die Doldrums
Leg 1 - 15.10.2004
Nach 12 Tagen auf See haben die 12 Challenge Yachten die Kanarischen
Inseln passiert und befinden sich kurz vor den Kapverdischen Inseln, wo
der Kalmengürtel (Doldrums, ITCZ) beginnt. Derzeit genießen die Yachten
warmes und sonniges, teils auch regnerisches, Wetter unter Spinnaker mit
10 bis 30 Knoten Wind.
Die beiden führenden Yachten mit deutscher Beteiligung (BP Explorer und
Spirit of Sark) mussten vor wenigen Tagen ihre Führung an Samsung, Sony
VAIO, SAIC La Jolla und Barclays Adventurer abgeben, als sich die Flotte
vor der südportugiesischen Küste auf der Suche nach Wind teilte. 4
Yachten haben sich für eine westliche Route entschieden und damit auch
die Führung übernommen. Die anderen wählten die östliche, küstennahe,
Route und gerieten prompt in eine Flaute.
Skipper David Melville von BP Explorer erklärte gestern per Email seine
taktischen Fehlentscheidung. "Ich habe ein Jahr lang das Wetter in
dieser Gegend genau studiert und mir fest vorgenommen gehabt, weit
westlich um die Kanaren zu segeln. Aber plötzlich war da weniger Wind
und die an zweiter Position liegende Spirit of Sark entschied sich für
die östliche Route. So kam es, dass wir ihnen folgten und die völlig
blödsinnige Route mitten durch die kanarische Inselgruppe wählten. Als
wir durch diesen taktischen Fehler bis auf Platz 8 abrutschten, fühlte
ich mich meinem Team gegenüber sehr schuldig und bekam sogar
Magenkrämpfe, denn ich konnte nichts mehr dagegen tun."
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Obwohl BP Explorer und Spirit of Sark auf Platz 7 und 8 sind, geben sie
sich seit fast einer Woche ein spannendes Kopf an Kopf Rennen. Selten
entfernen sie sich weiter als 3 Seemeilen voneinander und haben sich
immer in Sichtweite. Es zeigt, wie identisch diese absolut baugleichen
72 Fuß Stahlyachten sind.
Ein weiterer Führungswechsel steht aber möglicherweise kurz bevor, denn
den führenden westlichen Yachten geht langsam durch das Azoren Hoch der
Wind aus und es könnte sich herausstellen, dass der Vorteil der
westlichen Route nur von kurzer Dauer war.
Die dritte Yacht mit deutscher Beteiligung, 'Me to You' mit Birgit
Obermüller, segelt weiterhin auf Platz 10 mit einem Abstand von knapp
190 Seemeilen zur Spitze. Auch sie haben sich für die östliche Route
entschieden. Die nächsten 2 Tage werden zeigen, wer als erstes die
Kapverdischen Inseln passiert und wer danach die beste Passage durch die
windstillen Kalmen (Doldrums) findet. Schlusslicht ist weiterhin Team
Save the Children, die beinahe einen Zwischenstopp auf den Kanarischen
Inseln eingelegt hätten, weil die so lebenswichtige Entsalzungsanlage
defekt war. Die nach dem Osmose Prinzip und unter sehr hohen Druck
arbeitende Anlage konnte aber am Ende provisorisch mit bordeigenen
Mitteln repariert.
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