The Global Challenge 2004/05
Portsmouth-Kap Hoorn-Kapstadt-Portsmouth
03.10.2004 - 17.07.2005
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29.11.2004
Auf zur 2ten Etappe - Kap Hoorn, Pazifik, Wellington
Leg 2 - 28.11.2004

Nach gut 3 Wochen Aufenthalt in Buenos Aires startete am Sonntag, dem 28.11.2004, um 14 Uhr Ortszeit die 2te der 7 Etappen langen Global Challenge Weltumsegelung. Erster Wegepunkt ist das berühmt berüchtigte Kap Hoorn, das, entgegen den 'normalen' Regatten, allerdings von Ost nach West passiert wird. Danach folgt die Überquerung des pazifischen Ozeans am Rande der Antartik bis dann in der ersten Januarwoche, nach ca. 35 Tagen auf See, Wellington/Neuseeland erreicht wird.

Erste Yacht über die Startlinie war Me To You mit der deutschen Birgit Obermüller. Allerdings waren sie recht voreilig, denn zusammen mit der Yacht Samsung waren sie knappe 5 Sekunden zu früh und müssen am Ausgang des River Plate, zur Strafe 2 Volkreise drehen.

Als erste 'korrekte' Yachten über der Startlinie waren die Yachten Sony VAIO, BG Spirit und Pindar. Es war ein am Wind Start mit ca. 15 Knoten Seewind. Am Ausgang des ca. 200sm langen Flusses kommen die Yachten allerdings zu Anfang in schwachwindige Vorm-Wind Bedingungen. Etwa 24 Stunden werden die 12 Yachten in dem typisch braunen Wasser des River Plates noch verbringen, bevor sie zurück im Atlantik sind. Auch die nächsten paar Tage wird noch relativ 'angenehmes' Segelwetter herrschen, aber dann wird sich die sommerliche Temperatur urplötzlich in eine eklig kalte wandeln, der Wind und die See werden stürmischer und mit der Umrundung von Kap Hoorn werden die jeweils 18 Crews auf den 12 baugleichen Yachten erleben, warum diese Regatta auch "die schwerste Regatta der Welt" genannt wird.


Neben der deutschen Birgit Obermüller an Bord Me To You, sind noch zwei weitere Deutsche dabei. Der Thüringer, aber seit vielen Jahren in England lebende, Holger Bindel auf der Yacht BP Explorer und der Rheinländer Jürgen Dieris aus Kempen auf der Yacht Spirit of Sark. Leider nicht mehr dabei ist die in Hongkong lebende Hamburgerin Barbara Sturdy. Sie verließ nach der ersten Etappe auf Anraten der Ärzte die Yacht Spirit of Sark, weil sie unter anderem mit der 'Astronauten' Nahrung an Bord nicht zurecht kam und unter ständigen Magenkrämpfen litt.

Viele Boote und Yachten sowie über Tausend Zuschauer an Land verfolgten den Start bzw. Auslauf der 12 Yachten, nachdem sie von einem ortsansässigen Pfarrer gesegnet wurden. Der 3-wöchige Aufenthalt in Buenos Aires verlief sehr reibungslos. Der technische Direktor Andrew Roberts, der diesen Posten schon seit der ersten Auflage der Global Challenge vor 12 Jahren inne hat, nannte den Aufenthalt in Buenos Aires eines der besten, den die Regatta je erlebt hat.

Nach den ersten 6 Stunden der zweiten Etappe liegen die Verlierer der ersten Etappe vorne und die Sieger hinten. Das liegt aber daran, dass die derzeit führenden Yachten eine Route sehr nah entlang der Küste verfolgen und die anderen mehr in die Mitte des breitesten Flusses der Welt segeln. Mal sehen, welche taktische Entscheidung die klügere sein wird.

Positionen am Sonntag Abend (28.11.2004 um 21:16 GMT)
Pos. Yacht sm bis Ziel Abstand zur Führung
1 Imgaine IT done 5867 0
2 Team Stelmar 5869 2
3 SAIC La Jolla 5869 2
4 Team Save the Children 5869 2
5 Pindar 5869 2
6 Me To You 5870 3
7 Barclays Adventurer 5872 5
8 Samsung 5872 5
9 Sony VAIO 5872 5
10 Spirit of Sark 5872 5
11 BG Spirit 5873 6
12 BP Explorer 5873 6

Text: Rainer Seifert
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Segeln blindes gif
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