The Global Challenge 2004/05
Portsmouth-Kap Hoorn-Kapstadt-Portsmouth
03.10.2004 - 17.07.2005
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07.02.2005
Start zur dritten "Sprint"-Etappe von Wellington nach Sydney
Leg 3 - 07.02.2005

Nach einem fast sechswöchigen Aufenthalt sind die zwölf Yachten der Global Challenge 2004/05 Amateur Weltumsegelungsregatta in der Nacht von Samstag auf Sonntag deutscher Zeit n Wellington gestartet. Nach einem kurzen, spannenden und sehr engen Kurs im Hafen von Wellington ging es raus in die Cook-Straße die die neuseeländische Nordinsel von der Südinsel trennt. Dieses Gewässer ist für seine sehr unterschiedlichen lokalen Winde und Strömungen berüchtigt. Es gab viele spannende Positionswechsel im Stundenrhythmus. Inzwischen haben die Yachten die Tasmanische See erreicht.
Am Vorabend des Starts verabschiedete die Stadt und die Bürger Wellingtons die zwölf Yachten und 216 Crewmitglieder mit einem riesigen Feuerwerk. Der Aufenthalt war für alle Teilnehmer der schönste bisher, denn sie wurden von den Einheimischen wie Familienmitglieder aufgenommen. Die Tatsache, dass Queens Wharf, die Heimat der Yachten und Crews für fast sechs Wochen weniger als fünf Fußminuten von der Innenstadt wegliegt, hat natürlich geholfen.

Der Start verlief bei herrlichen Wetter mit einer leichten Brise von 10-12 Knoten, nachdem am Abend vorher, beim Feuerwerk, totale Windstille herrschte. Etwas ungewöhnlich für Wellington, das sich auch "windy city" nennt. Nach einem am Wind Kurs von der Startlinie in Richtung Hafen und einem vorm Wind Kurs unter Spinnaker in Richtung Cook-Straße wurden die Crews von Hunderten von Begleitbooten und vier Hubschraubern verabschiedet.

Die ersten 24 Stunden waren geprägt von vielen, fast stündlichen Positionswechseln. Der nur mäßige Wind erforderte viel Gefühl und Timing von den Taktikern. So wechselte Team Stelmar am Eingang der Cook-Straße von Spinnaker auf Focksegel etwa zehn Minuten zu spät und rutschte dadurch von Platz zwei auf Platz elf ab.

Inzwischen sind alle Yachten in der tasmanischen See auf der etwa sieben Tage dauernden Etappe nach Sydney. Ein großes, nur langsam wanderndes Hochdruckgebiet frustriert derzeit die Crews, denn sie kommen nicht recht voran. Der Ex-Marine Taucher Olof von Spirit of Sark mit dem deutschen Jürgen Dieris tauchte sogar unter die Yacht, um festzustellen, ob irgendetwas ihre Fahrt so sehr verlangsamt. Allerdings ohne Erfolg. Der "Fehler" muss daher an Deck liegen und die Segel müssen besser getrimmt werden. Ein alter Regattaspruch sagt ja auch, "Regatten werden in Flauten gewonnen und verloren".

Da nach einem Punktesystem gesegelt wird, zählt diese kurze Etappe genau so viel, wie die vorherige Südpazifik von Buenos Aires und die nächste Etappe durch den indischen Ozean nach Kapstadt. Eine gute Positionierung ist zwingend notwendig. Die zwölf baugleichen 72 Fuß Stahlyachten werden am kommenden Sonntag oder frühen Montag in Sydney, direkt vor dem Sydney Opernhaus erwartet.

Gute Chancen rechnen sich die beiden australischen Skipper Andy Forbes von BG Spirit und Matt Riddel von Samsung mit ihren Ortskenntnissen aus. Aber auch alle anderen Teams haben gute Chancen, denn eines der schwersten Hürden ist es, gut und schnell durch das große Hochdruckgebiet zu kommen. Mit einem Podiumsplatz für diese Etappe rechnen auf jeden Fall die drei deutschen Teilnehmer Birgit Obermüller an Bord Me To You (Platz acht in der Gesamtwertung), Holger Bindel an Bord BP Explorer (Platz eins in der Gesamtwertung) und Jürgen Dieris an Bord Spirit of Sark (Platz vier in der Gesamtwertung).

Positionen am Tag 2, Montag (07.02.2005 um 19:44 GMT)
Pos. Yacht sm bis Ziel Abstand zur Führung
1 Sony VAIO 956 0
2 Barclays Adventurer 957 1
3 BG Spirit 958 2
4 BP Explorer (Holger Bindel) 960 4
5 SAIC La Jolla 960 4
6 Samsung 961 5
7 Team Save the Children 962 6
8 Me To You (Birgit Obermüller) 962 6
9 Imagine IT. Done. 962 6
10 Team Stelmar 962 6
11 Spirit of Sark (Jürgen Dieris) 963 7
12 Pindar 976 20

Text: Rainer Seifert
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Segeln blindes gif
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