Velux 5 Oceans - Alone-Round the World Yacht Race
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05.05.2007
DER ABSOLUTE PIONIER BEENDET DIE ABSOLUTE SOLO HERAUSFORDERUNG

* Segel-Legende Sir Robin Knox-Johnston beendet das VELUX 5 OCEANS
* Bilbao erlebt die Rückkehr eines wahren Seglerhelden
* Bemerkenswerte Leistung eines bemerkenswerten Mannes

Bilbao erlebte einen historischen Moment im Sport als hunderte von Menschen den Pionier des Einhandsegelns, Sir Robin Knox-Johnston, am Freitag im Ziel der VELUX 5 OCEANS Weltregatta willkommen hießen. Fast 40 Jahre nachdem Knox-Johnston als erster Mensch überhaupt alleine und nonstop um die Welt gesegelt war (im 1968-69 Sunday Times Golden Globe Race), machte der 68-jährige abermals Geschichte indem er nun als ältester Segler eine zweite Einhand-Weltumsegelung vollendete.

Wo andere aufgeben mussten, hat Knox-Johnston gegen alle Widrigkeiten durchgehalten. Nur 165 Menschen sind bisher alleine um die Welt gesegelt. Sir Robin war bereits Mitglied in diesem außergewöhnlichen Zirkel und hat sich noch einmal bewährt. Der Pionier der Einhandsegelns hat eine Leidenschaft und einen Abenteuergeist begründet der noch immer Rennen wie das VELUX 5 OCEANS trägt. Dass er die Einhand-Weltumsegelung jetzt wiederholte ist so bemerkenswert wie Neil Armstrong, der zum Mond zurück kehrte, oder Edmund Hilary, der ebenfalls nach 40 Jahren noch einmal den Mount Everest bestiegen hat.

In der Marina von Gexto wurde er von seinem Bruder, Freunden, Fans, Sponsoren und seiner Landcrew begrüßt. "Ich bin sehr glücklich wieder in Bilbao zu sein", sagte er. "Es war ein fantastischer Empfang. Leute auf dem Wasser, im Hafen, überall. Bilbao war schon seit dem Start einfach gut! Für diese letzte Etappe haben wir das Boot endlich in den Griff bekommen und ich hatte nur sehr wenige Probleme. Am Anfang entschied ich mich dafür, 30 Stunden zu opfern um nach Norden zu segeln. Ich glaubte nicht an die südlichre Route die Unai nahm. Aber jetzt hat er besseren Wind als ich ihn hatte, mit einem netten Westwind der ihn nach Hause pustet. Ich möchte ihm sagen: Unai, du bist mein bester Freund wenn du an Land bist. Aber Gott weiß wie ich dich hasse wenn du auf See bist!"

"Mein großes Thema in diesem Velux 5 Oceans war die Technologie. Ich hätte das Rennen lieber so gesegelt, wie es 1969 war. Das Problem ist einfach dass wir jetzt ganz und gar von Wetterprogrammen abhängig sind und zu Beginn dieses Projektes hatte ich einfach nicht genug Zeit, das alles zu lernen. Ich wünschte es würde dafür ein ganz normales und einfaches Handbuch geben. Trotzdem war es jetzt einfacher als vor 30 Jahren. Es ist immer einfacher, wenn man weiß, dass es gehen kann. Das wussten wir vor 40 Jahren noch nicht. Nichts wird jemals an diese erste Reise heran reichen."

"Dies war meine letzte Weltumsegelung, ich werde es nicht mehr tun, was traurig ist. Aber in vier Jahren werde ich zu alt dafür sein. Das Velux 5 Oceans war so schon frustrierend und ich glaube dass ich in vier Jahren erst recht nicht konkurrenzfähig wäre und dann nur noch frustriert wäre. Es ist ein unglaublich hartes Rennen. Zuerst muss man einmal herum segeln, aber man muss es eben auch schnell schaffen."
Fotos: onEdition











SAGA INSURANCE überquerte die Ziellinie um 11:22 Ortszeit (09:22 GMT). Die dritte Etappe ab Norfolk, Virginia (USA) segelte die Open 60 in 16 Tagen, 17 Stunden und 2 Minuten. Sir Robin kam dreieinhalb Tage hinter dem Sieger Bernard Stamm an und belegte damit den dritten Platz auf dieser Etappe. In der Gesamtwertung könnte ihm der dritte Platz noch von dem baskischen Skipper Unai Basurko streitg gemacht werden. Der Segler aus Bilbao liegt einige Seemeilen hinter Knox-Johnston aber hat insgesamt einen Zeitvorsprung von 42 Stunden. Sir Robin hat das Rennen in 159 Tagen, 12 Stunden und 42 Minuten geschafft, 153 Tage weniger als damals im Sunday Times Golden Globe.

Sir Robin Knox-Johnstons Geschichte im VELUX 5 OCEANS war eine Geschichte der Leidenschaft, des Durchhaltens und der Anteilnahme von Menschen in aller Welt. Bereits berühmt für seine Pioniertat von 1969, hat er mit seiner zweiten Solo-Weltumsegelung abermals Abenteurer in aller Welt inspiriert. Dabei segelte er eine Open 60 einer älteren Generation und übernahm das Schiff erst wenige Monate vor dem Start. Damit war er gegenüber den führenden Profis wie Mike Golding, Alex Thomson und Bernard Stamm von vornherein im Nachteil.

Unvorbereitet und unerfahren in der Open 60 Klasse segelte er dennoch in Bilbao los, direkt in einen Hurrikanartigen Sturm hinein. Fast hatte er es geschafft diesen Sturm abzuwettern als SAGA INSURANCE auf die Seite geworfen wurde, wobei die Mastschiene beschädigt wurde so dass er für die Reparatur einen Zwischenstopp einlegen musste. Danach ging er wieder ins Rennen und lernte langsam, wie er diee beste Geschwindigkeit aus seinem Schiff herausholen konnte. Als Alex Thomson und Mike Golding mit beschädigten Schiffen aufgeben mussten, hielt Sir Robin sein Boot in einem Stück beisammen und kam als dritter in Fremantle (West Australien) an.

Technologie war für ihn vom ersten Tag an ein Problem. Immerhin ist er einst nur mit einem Sextanten und einem UKW-Radio um die Welt gesegelt. Die moderne Technologie ist dagegen ständig ausgefallen. Durch die entlegensten Teile des Südmeeres segelte er ohne jede Wetterinformation von außen und kopnnte dennoch mit seinen jüngeren Konkurrenten mithalten. Bei seiner epischen ersten Reise war sein Autopilot aus ein paar Eisenstangen gebastelt, dazu trank er das Wasser, das er bei Regen in einem Eimer unter dem Lümmelbeschlag sammelte. Die Erfahrungen im VELUX 5 OCEANS waren komplett anders, aber das änderte nichts an seiner guten Leistung auf See.

Rod Carr, Vorsitzender der Royal Yachting Association:
"Meine herzlichsten Glückwünsche gehen an Sir Robin Knox Johnston zu seiner Leistung im Velux Five Oceans. Sein Durchhaltevermögen und seine Willenskraft sind uns allen eine Inspiration, egal in welchem alter wir sind."

David Adams, Regatta Direktor:
"Als Sir Robin verkündete dass er am Velux 5 Oceans teilnehmen und mit 67 Jahren noch einmal um die Welt segeln würde, dachte jeder, er sei schlicht verrückt. Allerings habe ich nie an seinen Fähigkeiten gezweifelt und dass er heute hier ist zeigt wie stark er mental, körperlich und emotional ist. Er ist eben ein echter Seemann obwohl es nicht einfach ist, dieses Rennen überhaupt zu beenden. Seine Leistung wird sehr lange im Gedächtnis bleiben und es allen jenen, die nach ihm kommen, nicht leichter machen."

Bernard Stamm, Sieger:
"Robin gehört zu vielen Generationen von Seglern. Er segelte und beendete die allerersten Ozeanrennen, danach stellte er eine Reihe von Rekorden auf und jetzt segelte er wieder über die Ozeane, in einem vollkommen anderen Boot. Das ist eine Leistung. Ich selber habe fast zehn Jahre lang in dieser Art von Booten gesegelt und musste meine Art zu segeln nicht umstellen. Ich habe nicht sein Wissen."

- ENDE -
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