08.03.2007
HSH Nordbank blue race - Noch 100 Tage bis zum ersten Start!
Am 16. Juni gehen die ersten Yachten in Newport (USA) an den Start zum HSH
Nordbank blue race nach Hamburg. Eine Woche später folgen die schnelleren
Schiffe in einer zweiten Gruppe. Die Vorbereitungen auf Seiten der Segler,
aber auch der Organisatoren laufen seit langem. Jetzt geht es in die heiße
Phase und die Vorfreude steigt.
Hamburg, 8. März 2007 – „Es sind nur noch 100 Tage bis zum ersten Start und
die Spannung steigt – wir sind momentan dabei, gleichzeitig das Race Village
in Hamburg und die Farewell-Party in den USA vorzubereiten“, sagt Torben
Knappe (28) vom Organisationsteam des HSH Nordbank blue race. Gunter
Persiehl, Kommodore des ausrichtenden Norddeutschen Regatta Vereins (NRV,
Hamburg), freut sich vor allem auf den Start in Newport: „Das war 2003 ein
sehr emotionaler Moment, da blieb kein Auge trocken“, gesteht „Piese“, wie
er unter Freunden heißt. „Ich bin sehr guter Dinge, und glaube, dass wir
eine spannende Regatta vor uns haben. Es sind diesmal viele schnelle, sehr
sportliche Yachten dabei, wobei wir auch die Schiffe der Cruiser Kategorie
herzlich willkommen heißen“. Dazu hat Persiehl extra einen „Commodores Cup“
gestiftet. Dieser Preis ist für die beste Yacht deren Konstruktionsdatum
mehr als 10 Jahre zurück liegt. Als Vorsitzender des Steering Komitees hat
Persiehl das Geschehen der Regatta voll im Blick. Ob er selber mitsegeln
will über den Nordatlantik? „Nein, ich segel lieber olympische Kurzstrecken
und überlasse den Jüngeren hier gerne den Vortritt“, so der 68-Jährige.
Ganz frisch hat die Crew der „Maiden“ gemeldet, die unter der Regie von
Skipper Hilmer Goedeking ins Rennen gehen will und sich jetzt mit vollem
Elan an die Vorbereitungen macht. Vier Männer aus drei Nationen, die sich
mit dem Nordatlantikrennen einen Lebenstraum verwirklichen. „Ich bin das
Kapstadt Rio Race bereits auf der Maiden mitgesegelt, aber den Nordatlantik
kenne ich noch nicht. Jetzt versuche ich das einmal selbst zu stemmen“, so
der Frankfurter Goedeking. “Wir brauchen allerdings noch Crew und sind auf
der Suche nach weiteren Mitseglern“, meint der 48-jährige Architekt. Über
die Crewbörse unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kann Kontakt zur „Maiden“
aufgenommen werden.
Die fast 18 Meter lange Yacht hat eine bewegte Vergangenheit, denn die
Britin Tracy Edwards ging auf dem 58-Fuß-Racer erstmals mit einer reinen
Frauencrew ins Whitbread Round the World Race - das war im Jahr 1989. Und
auch 2003 war die „Maiden“ bereits beim Nordatlantikrennen dabei, allerdings
mit gänzlich anderer Crew.
Auch Tobias König und seine 16-köpfige Crew bereiten sich intensiv auf der
„Grey Goose“, einer Swan 82, auf das HSH Nordbank blue race vor. Sie haben
gerade zwei Trainingswochenenden auf dem Wasser in Southampton (England)
absolviert. Ende April wird die „Grey Goose“ nach Hamburg überführt und mit
vielen anderen Teilnehmern durch die Firma Sevenstar per Frachter nach
Newport transportiert. "Die Trainings liefen super, das Team ist bereits
sehr gut aufeinander eingespielt und wir alle freuen uns riesig auf die
große Herausforderung", so Tobias König.
Derzeit sind 22 Yachten für das HSH Nordbank blue race gemeldet. „Aber wir
wissen von einigen Teams mit sehr spannenden Schiffen, die sich bereits in
voller Vorbereitung befinden, bisher nur noch nicht gemeldet haben. Viele
Segler melden mittlerweile immer später und erschweren damit die
Organisation großer Segelveranstaltungen“, meint Gunter Persiehl.
Schon länger angemeldet hat sich die zehnköpfige Crew der „Luv“. „Für alle
Teilnehmer ist die Regatta eine große Herausforderung und ein großes
Abenteuer“, sagt Heiko Tornow (61), Skipper und Eigner der Yacht vom Typ
X-482. Sein jünger Bruder Kai-Oliver (43) ergänzt: „Wir kommen jetzt in die
heiße Phase und es gibt noch jede Menge zu tun“. Für den Transport per
Frachter über den Atlantik wird die 14,50 Meter lange Yacht komplett
segelfertig ausgerüstet. „Nur Eier und Frischfleisch kaufen wir in den USA
dazu“. Nudeln und Gulasch sollen unterwegs jedenfalls auf den Tisch. „Wenn
es nur Gefriergetrocknetes gibt, wird die Stimmung schlecht“, so der
jüngere Tornow. Die beiden Brüder segeln zum ersten Mal über den Atlantik,
doch zwei ihrer Mitsegler haben bereits bei der Nordatlantikregatta 2003
Erfahrung gesammelt. Bevor die „Luv“ Anfang Mai nach Newport verschifft
wird, segelt die zehnköpfige Crew mit neuer Segelgarderobe noch einige
Trainingsschläge auf der Nordsee.
Je näher die Segelsaison rückt und damit der Start zum HSH Nordbank blue
race, umso mehr steigt auch die Spannung bei Familie Böhnert. Heinke Böhnert
ist gleich mehrfach mit der Regatta verbunden. Ihr Mann Friedrich segelt als
Wachführer auf der „Luv“ das erste Mal über den Atlantik. „Es ist ein gutes
Schiff und eine erfahrene Crew – ich sehe das positiv“, sagt die Hamburger
Künstlerin. Der 15-jährige Sohn Arno hat mitgeholfen die „Outsider“ für die
Regatta vorzubereiten und Heinke Böhnert(46) selber will das
Organisationsteam als freiwillige Helferin unterstützen, wenn die Yachten in
Hamburg einlaufen.
Die Crews in Cuxhaven direkt nach dem Zieleinlauf in Empfang zu nehmen,
überlässt sie den „Liaison Officers“. Diese ehrenamtlichen Helfer stehen den
Crews nach der Atlantiküberquerung zur Seite und organisieren in Cuxhaven
und später in Hamburg alles was nötig ist - von der Wäsche der Crewkleidung
bis hin zum Ersatzventil für den Generator. „Wir wollen den Seglern einen
großartigen Empfang bereiten, wenn sie nach 3600 Seemeilen in der Elbe
ankommen“, so Torben Knappe.
Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird in
Zusammenarbeit mit dem New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH
Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg startet am 16.
Juni 2007 in Newport (USA). Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen
lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg. Das Rennen ist
für alle Einrumpf-Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter)
offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der
Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.
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