31.10.2011
Boris Herrmann und Giovanni Soldini jagen Streckenrekorde auf dem Atlantik
Deutschlands Hochseesegler Nummer eins, Boris Herrmann (30), wird im
Winter/Frühjahr 2012 als Navigator des italienischen Skippers Giovanni
Soldini auf der gut 21 Meter langen Rennyacht „Maserati“ drei
Streckenrekorde auf dem atlantischen Ozean angreifen. Höhepunkt wird die
wohl berühmteste Passage von New York nach Lizard Point in England, die für
den April geplant ist. Das Projekt mit dem besten Extremsegler Italiens, der
durch seine Rettung der Französin Isabelle Autissier während seiner
siegreichen Etappe auf der Weltregatta Around Alone 1999 berühmt wurde,
dient dem geborenen Oldenburger Herrmann auch als Vorbereitung auf die
Teilnahme an der Vendeé Globe, der Einhand-Regatta non-stop um Welt (Start:
November 2012). Herrmann hatte im April diesen Jahres als erster Deutscher
beim Barcelona World Race non-stop um die Welt zu zweit mit Ryan Breymeier
Platz fünf belegt.
Den aktuellen Rekord von New York nach Lizard hält die doppelt so große
britische „Mari Cha IV“, die für die 2.925 Seemeilen (5.400 km) weniger als
sechs Tage und 18 Stunden brauchte. Das bedeutete eine
Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 18 Knoten (33 km/h). Auch den
24-Stunden-Weltrekord von knapp 600 Seemeilen haben Soldini und Herrmann im
Visier, der für die Rekorde die geeigneten Wetterfenster herausfinden soll.
Andreas Kling
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