08.04.2013
Volvo Ocean Race 2014-15 – das längste aller Zeiten
Alicante. Das zwölfte Volvo Ocean Race, das im Herbst 2014 startet und nach
neun Monaten im Sommer 2015 zu Ende geht, wird die längste Ausgabe in der
dann 42-jährigen Geschichte. Die neue Strecke vom spanischen Alicante einmal
rund um den Globus bis nach Göteborg in Schweden ist fast 40.000 Seemeilen
lang und wird die Hochseeseglerinnen und -segler aufs Äußerste fordern. Mit
der französischen Hafenstadt Lorient, dem letzten von insgesamt acht
Etappenstopps, wurde am Montagmittag (9. April) der komplette Regattaverlauf
bekannt gegeben.
Die Weltregatta startet am 4. Oktober 2014 mit einer Kurzwettfahrt im Hafen
von Alicante. Ebenfalls ein Hafenrennen wird das Spektakel am 27. Juni in
Göteborg, der schwedischen Heimat von Volvo, fast ein dreiviertel Jahr
später beenden. Der Kurs einmal um die Welt wird voraussichtlich exakt
39.895 Seemeilen lang, das sind 73.886 Kilometer. Er sieht die Segler in
ihren brandneuen Einheitsklassenbooten Volvo Ocean 65 auf einer Extraetappe
im Südpolarmeer von Recife/Brasilien nach Abu Dhabi in den Vereinigten
Arabischen Emiraten.
Regattaboss Knut Frostad sagte: „Wir haben eine Route, von der wir sicher
sind, dass sie jeden ernsthaften Hochseesegler anzieht, voll von
super-schnellen, herausfordernden Bedingungen. Die Southern-Ocean-Etappe von
Recife nach Abu Dhabi ist die größte Änderung bisher im Rennen und könnte
dazu beitragen, dass es das härteste in unserer 40-jährigen Geschichte
wird.“
Zum Auftakt werden die Teams ihre neu konstruierten Boote vom Regattasitz in
Alicante/Spanien über 3.421 Seemeilen an die Nordostecke Brasiliens nach
Recife segeln. Von dort geht auf die längste Etappe bisher überhaupt, bei
der die Mannschaften auf dem Weg nach Abu Dhabi über 9.707 Seemeilen das
erste Mal ins Südpolarmeer eintauchen. Dritter Etappenhafen wird Sanya in
China, 4.670 Seemeilen entfernt.
Wie im vorigen Rennen segeln die Yachten von Sanya ins neuseeländische
Auckland (5.264 Seemeilen). Von der City of Sails führt der Kurs nach
Itajaí/Brasilien (6.776 Seemeilen), bevor es nach Norden mit Ziel Newport in
den US-Bundesstaat Rhode Island geht (5.010 Seemeilen). Danach überqueren
die Crews den Atlantik nach Lissabon/Portugal (2.800 Seemeilen) und stoppen
nach 647 Seemeilen ein letztes Mal in Lorient. Der finale Sprint ins Ziel
nach Göteborg soll rund um die britischen Inseln führen und ist 1.600
Seemeilen lang.
Als letzten Hafen gab die Regattaleitung Lorient bekannt. Die Stadt in der
Bretagne an der westfranzösischen Küste war bereits 2012 Gastgeber des Volvo
Ocean Race und bot den Fans ein unglaubliches Spektakel. Denn hier lief das
französische Team Groupama von Skipper Franck Cammas nicht nur als
Etappensiegerin in den Heimathafen ein, sondern sicherte sich auch vorzeitig
den Gesamtsieg. „Lorient ist Frankreichs Segelhauptstadt, und das Interesse
im vorigen Rennen war schlicht phänomenal“, so Frostad, „es wird eine große
Freude werden, in diesen atemberaubenden Teil der Welt zurück zu kommen, wo
das Publikum so fachkundig im Segelsport ist und das gesamte Setup so
perfekt zum Volvo Ocean Race passt. Lorient wird wirklich ein Highlight auf
der Route.“
Frostad beschrieb die Route als „eine immense Herausforderung“ für die
Segler. Die Etappe von Recife nach Abu Dhabi werde eine der
interessantesten, die jemals in dieser Regatta gesegelt wurden. „Die Teams
werden dabei zweimal den Äquator überqueren, beginnend mit den leichten
Winden in Recife runter in den Southern Ocean und zurück hoch nach Abu
Dhabi. Danach folgt eine unglaublich herausfordernde Sektion des Rennens auf
dem Weg rund Kap Hoorn vor dem längst überfälligen Besuch in Newport und ein
Trip zurück über den Atlantik zu einem phantastischen, europäischen
Drei-Stopp-Finish.“
Frostad abschließend: „Von brandneuen Häfen wie Recife über inzwischen
bekannte Stopps wie Abu Dhabi, Sanya, Itajaí, Lissabon und Lorient bis zu
klassischen Segelstädten wie Auckland und Newport bietet diese Route genau
den richtigen Mix aus Alt und Neu. Dazu der Start in Alicante und ein
Mittsommernachtszieleinlauf in Göteborg – ich bedauere nur, dass ich diese
Strecke nicht selbst segele.“
ENDE
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