8.Vendee Globe 2016/17

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05.August 2015
Andrea Mura – Seine IMOCA60 ist auf dem Weg nach Lorient
Von Andreas Ryll (www.bordreporter.com)

Da der Hochseesegler Andrea Mura seine Vorwürfe gegen die Regionalregierung der Insel Sardinen geäußert hatte, sie würden oder könnten ihn nicht mehr mit der bereits zugesagten Finanzierung bei den Vorbereitungen auf seine Teilnahme bei der kommenden Vendée Globe 2016/2017 unterstützen und müssten so ihre Zusammenarbeit als Sponsor zurückziehen, kam es am 09.07.15 zu einer Pressemitteilungen seitens des Dezernats für Tourismus, Handwerk und Handel. (siehe mein Post vom 10.07.15)

Foto: Martina Orsini
Im Wortlaut hieß es: “Wir arbeiten mit dem Skipper Andrea Mura daran, um eine adäquate Unterstützung der touristischen Aktivitäten in Sardinien in Verbindung mit dem Segeln zu gewährleisten, und das im Rahmen des Projektes Insel des Windes. Das Engagement des Dezernats steht nicht in Frage. Das Interesse der regionalen Regierung ist nicht gemindert, aber nach dem Rückzug von Luna Rossa (Anmerkung: Die Nicht-Teilnahme des italienischen Bootes beim kommenden America's Cup) mussten alle geplanten Kommunikationsaktivitäten in Verbindung mit dem Segelsport neu programmiert werden.”

Der Appell von Andrea Mura hatte Früchte getragen. Es kam zu einem Treffen zwischen ihm, seinem Team und dem Dezernenten Francesco Morandi, aber leider kam dabei nichts Konkretes heraus. Die bürokratischen Mühlen mahlen halt langsam. Zu langsam für Andrea Mura, denn er hat seine neue IMOCA60 mit den Namen "Vento di Sardegna" (Wind aus Sardinien) bereits fertig gestellt. Gestern Nacht verlief das neue Boot die italienische Werft Persico Marine, nach über 40.000 Arbeitsstunden und zahlreichen Monaten Planung, in Richtung der bretonischen Hafenstadt Lorient , wo auf die IMOCA60, der Stapellauf und zahlreiche Tests und Prüfungen warten.

In der Bretagne wird „Il Mostro“ („Das Monster“), wie es erst kürzlich von seinen Fans getauft wurde, zu Wasser gelassen und das soll am 13. oder 14. August 2015 erfolgen, was auch zur Prüfung und Zertifizierung des Rumpfes dient. In erster Linie sollen die Sicherheitsbedingungen des neuen Bootes getestet werden, was wesentlich für das Überleben des Skippers, auch in lebensgefährlichen Situationen, ist.

Die IMOCA wird dann mit dem Mast versehen, ein Riese von 30 Metern, der in einer etwas weiter hinteren Position, gemäß des Standards, platziert wird, was aber dem Konzept entspricht. Außerdem werden die Segel eingerichtet, die für diesen Anlass von Andrea Mura selbst in seiner eigenen Segelmacherei in Cagliari produziert wurden.

„Wir würden dann gerne unser Team-Basislager in La Trinité-sur-Mer aufschlagen“ sagte Andrea Mura. Aber angesichts der Schwierigkeiten, die durch die bisher fehlende Bestätigung der Unterstützung seitens der Regionalregierung Sardiniens entstanden sind, steht die endgültige Entscheidung aber immer noch nicht fest. Weiter erklärte Mura: „Es schien, als wolle man eine Lösung finden. Aber nach anfänglichen Gesprächen sind wir jetzt wieder am Anfangspunkt. Ohne die Unterstützung der Region Sardinien ist das gesamte Projekt selbstverständlich gefährdet. In der kommende Woche haben wir ein weiteres Treffen, in der Hoffnung, dass nach den Worten, jetzt Taten folgen. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Das erste Rennen meines Vierjahresplans wird Ende Oktober die Transat Jacques Vabre sein, die in Le Havre startet".

Diese Boote, die Open 60, sind in erster Linie konstruiert, um Einhandregatten wie die Vendée Globe zu gewinnen. Und mit diesen neuen Booten beginnt ein neues Zeitalter in der Königsklasse der Einhandsegler, der IMOCA. Es wäre Andrea Mura zu wünschen, wenn er als bisher einziger italienischer Herausforderer in der kommende Ausgabe der Vendéè Globe dabei sein könnte. Das Vierjahresprogramm von Andrea Mura sieht, neben der Teilnahme an der Vendée, auch den Start in der nächsten Route du Rhum, dem Rolex Fastnet und dem Barcelona World Race vor. Wie mir Andrea Mura und sein Team zu verstehen gab, stehen die Türen der Zusammenarbeit auch noch für weitere Sponsoren offen. Alle Moto: Martina Orsini
Link: http://www.bordreporter.com/andrea-mura-seine-imoca60-ist-auf-dem-weg-nach-lorient/
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