ORC Weltmeisterschaft, Kiel 2014

1. bis 9. August 2014
www.orcworlds2014.com

Übersicht
01.08.2014
ORC worlds vom 1. bis 9. August 2014 in Kiel
Weltmeisterschaft der Seesegler in den Startlöchern

Am heutigen Freitag hatten im Olympiahafen von Schilksee noch die Shore-Crews und die Vermesser das Sagen, morgen werden auch noch letzte administrative Arbeiten anstehen, aber am Sonntag drängt sich dann schon der Segelsport in den Vordergrund, wenn um 14 Uhr die Flotte zu einem Practice Race auf die Bahn geht. Am Sonntagabend wird die ORC-WM mit einem Rekordfeld von 165 Crews aus 19 Nationen feierlich durch SH-Staatssekretär Bernd Küpperbusch im 1800 Quadratmeter großen Festzelt eröffnet, am Montag um 11 Uhr fallen für die Flotten in drei Gruppen dann die ersten Startschüsse.

Gesegelt wird bis einschließlich Sonnabend in Kurzwettfahrten am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend sowie in zwei Langstrecken (Dienstag und Donnerstag), bevor am Sonnabend drei Mannschaften die Siegertrophäen entgegen nehmen dürfen. Organisationsleiter H.-Eckhard von der Mosel strahlte am heutigen Freitag Ruhe und Gelassenheit aus. Anmeldung, Vermessung und der Aufbau für das Rahmenprogramm liefen Hand in Hand. Die Hafenmeister und die Teams kooperierten, das Wetter bereitete mit Sonne und Wärme selbst den italienischen Teams ein Gefühl von Heimat, das sie in den vergangenen Tagen bei herbstlichem Wetter südlich der Alpen vermisst hatten. „Es läuft bisher wirklich alles rund. Wir haben ein super besetztes Feld mit diversen Welt- und Europameistern der vergangenen Jahre. Die Kontrollvermessungen werden schnell abgewickelt mit 45 Minuten pro Boot. Bei Auffälligkeiten an den Segeln steht uns die Vaasahalle zur Verfügung. Lediglich die Windprognose für Montag bereitet uns etwas Sorge“, sagte von der Mosel mit Blick auf die Flautenvorhersage für den ersten Regattatag.

Ganz entspannt ist der Seebahn-Chef des ausrichtenden Kieler YC daher auch erst dann, wenn die Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann, Eckart Reinke und Fabian Bach die Flotten am Montag auf die drei Bahnen geschickt haben.
Insgesamt 108 Ehrenamtler sind im Einsatz, um für die Segler zu sorgen, dazu kommen professionelle Kräfte von ORC, Vermarkter Point of Sailing und dem KYC. Mit Hilfe der Regattavereinigung Seesegeln wurde in den vergangenen Wochen noch das finanzielle Budget aufgestockt, um tatsächlich drei Regattabahnen betreiben zu können. „Dazu haben wir auch drei Auswertungsteams und drei eigene Systeme, so dass wir hoffen, sehr schnell die Ergebnisse für alle Gruppen bereitstellen zu können“, so von der Mosel. Der Ablauf in Kiel wird von Funktionärsseite sehr genau beobachtet. Denn vertreten in Kiel sind nicht nur Pablo Masseroni (Argentinien), Vorsitzender des Event Committee des Weltseglerverbandes ISAF, sondern auch Vertreter aus Pärnu/Estland und Barcelona/Spanien, die die Europameisterschaften und Weltmeisterschaften des kommenden Jahres präsentieren wollen. Außerdem will sich Kopenhagen schon vorab für die WM 2016 in Szene setzen. „Wir werden also auf Funktionärsebene stark wahrgenommen“, sagte von der Mosel, der gemeinsam mit Dr. Wolfgang Schäfer, dem Vorsitzenden des Seesegel-Ausschuss im DSV und dem Vizepräsident des ORC (Offshore Racing Congress), dafür gesorgt hat, dass die WM nach Deutschland gekommen ist.
Für das Geschehen auf der Bahn ist der Organisationsleiter insbesondere gespannt, wie sich in der Klasse der schnellen Yachten die deutsche „Platoon“, eine Carkeek 47, gegen die fünf Fuß größere TP52 „Enfant Terrible“ aus Italien schlagen wird. Für die Sehleute ergeben sich mit einem eigenen Boot die besten Blicke auf die Rennen am Rande der Bahnen im Dreieck zwischen Bülker und Kieler Leuchtturm sowie dem Stollergrund. Und jeweils am Nachmittag ab 16 Uhr dürfte im Hafenbecken Nord des Olympiazentrum eine Einlaufparade der rassigen Yachten zu sehen sein, die mit bis zu 15 Spezialisten an Bord in den kommenden Tagen auf Höchstleistung getrimmt werden.

Die "Platoon" von Harm Müller-Spreer konnte zur Kieler Woche bereits die Deutsche Meisterschaft in der Klasse ORC I für sich entscheiden
Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de

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