ORC Weltmeisterschaft, Kiel 2014

1. bis 9. August 2014
www.orcworlds2014.com
Übersicht

05.07.2014
Vom America's Cup nach Kiel:
Nossiter begeistert von der Kieler Woche und ORC WM

Die Spielwiese beim Segeln ist für Anthony Nossiter zwar aktuell nicht die der ORC-Yachten, doch bei seinem Kurzbesuch in Kiel warf der dreimalige Olympia-Teilnehmer im Finn doch einen respektvollen Blick auf die große Flotte der Yachten im Olympiahafen von Schilksee. „Das ist echter Yachtsport. Ich mag das sehr“, sagte der 41-Jährige, der inzwischen beim America's-Cup-Team Artemis angekommen und dort für Sicherheitsfragen zuständig ist.

Seine aktuelle Aufgabe bei dem schwedischen Team war für den Australier auch der Grund, um nach Deutschland zu reisen. Denn bei Axel Schuen, Direktor der Deutschen Schlauchboot (DSB), informierte er sich über die Leistungsfähigkeiten, die moderne Schlauchboote bieten. Die deutschen Hersteller von Rettungsinseln und Schlauchbooten mit Festrümpfen sind die innovativen Spezialisten für diesen Bereich mit einem weltweit hervorragenden Ruf. „Unsere Aufgabe beim America's Cup ist es, den Sport sicherer zu machen. Und dazu zählt nicht nur, die Katamarane stabiler zu bauen, sondern auch Sicherheitsboote zur Verfügung zu haben, die den Kats auch tatsächlich folgen können“, sagt Nossiter. Die Anforderungen an die RIBs könnten schwieriger kaum sein. Bis zu 60 Knoten sollen die Schlauchboote fahren können, dabei aber auch stabil im Wasser liegen und immer noch sehr flexibel zu manövrieren sein. „Aus dem vergangenen Cup wissen wir, wie wichtig es ist, im Notfall sehr schnell einen Taucher vor Ort zu haben. Die Crew auf dem AC62 wird zwar mit Sicherheitsausrüstung und auch Beatmungsgeräten ausgestattet sein, doch spätestens drei Minuten nach einer Havarie muss das Safety-Team beim Kat sein“, sagt Nossiter.

Die Sicherheitsauflagen des AC führen dazu, dass die Segelcrews in einem Trainingscamp in den USA unter anderem einen Sprung aus zehn Meter Höhe und den Umgang mit den Beatmungsgeräten üben müssen. Ruhig bleiben im Notfall gehört ebenfalls dazu, um gegebenenfalls unter Wasser nicht zu viel Sauerstoff zu verbrauchen.

Zu den Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit zählt aber eben auch die richtige Wahl der Support-Boote. Auf der Kieler Förde testete Nossiter gemeinsam mit seinem Kollegen Maxime Albrecht ein Acht-Meter-Boot der DSB. „Man muss mit den Geschwindigkeiten, die diese Boote fahren können, respektvoll umgehen, darf aber keine Angst haben. Der entscheidende Punkt ist auch hier die Sicherheit, aber wir müssen eben auch schnell vor Ort sein“, sagt Albrecht. Für den späteren Einsatz im AC sind Boote mit elf Metern Länge im Visier der Safety-Teams.

Die DSB testet inzwischen auch schon Foils für die Schlauchboote. Die Aspekte des Tiefgangs, der stabilen Lage und der Manövrierfähigkeit sind für diese „fliegenden“ RIBs aber noch im Detail zu verfeinern.

In Schilksee konnte Nossiter aber nicht nur einen Blick in die Zukunft der RIBs werfen, sondern auch in Erinnerungen schwelgen. Denn 2002 ist er mit dem Volvo Ocean Race hier eingelaufen, hat den großartigen Empfang der Hunderttausenden von Zuschauern genossen. Etliche Male war er mit dem Finn bei der Kieler Woche am Start – zuletzt kurz vor seiner dritten olympischen Teilnahme in 2008. „Die Kieler Woche ist wirklich eine der größten und besten Segelereignisse der Welt“, sagt Nossiter, der er es wissen muss. Denn Segeln liegt der Familie im Blut. Schon sein Urgroßvater segelte um die Welt, Anthony selbst gewann auch schon den Segelklassiker Sydney-Hobart, segelte zum AC beim Louis Vuitton Cup. Der Australier kennt im wahrsten Sinne des Wortes die Welt des Segelsports und fühlte sich in Kiel bei der ORC-WM gleich wieder wohl: „Eine tolle Atmosphäre. Klasse Segeln und nach der Rückkehr an Land eine Stimmung wie in Australien mit Bier und Bratwurst.“

Darauf müssen die WM-Teilnehmer allerdings am heutigen Dienstag (5. August) länger warten; denn die 151 Yachten aus 19 Nationen gingen um 10 Uhr auf die erste Langstrecke und werden erst am späten Abend im Ziel erwartet. Morgen stehen wieder Kurzwettfahrten auf dem Programm.

Berühmter Besuch am Rande der Rekord ORC WM in Kiel: Anthony Nossiter vom schwedischen America's-Cup-Team Artemis (rechts). Axel Schuen (Survitec Group) zeigte dem Australier die ORC-Flotte. Fotos: OKpress

Anthony Nossiter startete 2000, 2004 und 2008 im Finn bei den Olympischen Spielen. Jetzt besuche der 41-jährige Australier Kiel zur ORC WM. Das Foto zeigt ihn vor dem Redaktionsmobil der Segler-Zeitung im Nordhafen.

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