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ORC Weltmeisterschaft, Kiel 2014
1. bis 9. August 2014
www.orcworlds2014.com
Übersicht

06.08.2014
ORC WM in voller Fahrt:
"Sportsfreund" in Medaillennähe
Auf Schatten folgt Sonnenschein. Nach dem schwierigen Langstrecken-Rennen der ORC-Weltmeisterschaft vor Kiel am Dienstag erlebten die 151 Crews am Mittwoch einen perfekten Tag. In allen drei Wertungsgruppen gelangen drei Kurzrennen bei karibischen Verhältnissen mit Sonnenschein und einer frischen Seebrise, so dass die WM wieder voll auf Kurs liegt. Mit dem morgigen Langstrecken-Rennen entscheidet sich in den beiden Teilnehmer starken Gruppen B und C auch der Cut für die Goldgruppe, die dann am Freitag und Sonnabend in den Up-and-Down-Wettfahrten die Weltmeister entscheiden. Derzeit hat die besten Chancen auf eine WM-Goldmedaille die „Santa“, eine Landmark 43von Claus Landmark (Norwegen), die in Gruppe A vier Siege und einen zweiten Platz in der Liste hat.
Am Morgen mussten die Segler noch einige Befürchtungen um ihre Segelambitionen haben, denn die Ostsee lag zum geplanten Start um 11 Uhr flach und spiegelnd da. Doch am späten Vormittag setzte ein leichtes Kräuseln auf dem Wasser ein. Die Seebrise kündigte sich an und die Wettfahrtleiter Eckart Reinke (Gruppe A), Stefan Kunstmann (Gruppe B) und Fabian Bach (Gruppe C) schickten ihre Flotten auf das Wasser. Mit rund zwei Stunden Verspätung ging es dann bei guten neun Knoten Wind erstmals auf den Kurs, und rund zwei Stunden später hatten die Wettfahrtleiter trotz einiger Frühstart-Rückrufe die Flotten bereits zum zweiten Mal auf den Kurs entlassen. Der schnelle Takt konnte auch am späten Nachmittag noch fortgesetzt werden, und so sorgte das dritte Kurzrennen für einen perfekten Tag und einen gelungenen Einstieg in den geselligen Abend mit der „Tutima All-in-White-Sailors-Party“ mit Live-Musik.
Das Warten auf den Start war besonders für die norwegische „Santa“ wertvoll. Die 43-Fuß-Yacht setzte ihre beeindruckende Serie fort und landete die Siege drei und vier. Damit wird es schwer für die anderen Crew, das Spitzenteam noch vom Topplatz zu verdrängen. Denn im Verfolgerfeld wurden die Ergebnisse weiter durchgemischt, so dass sich Landmark bereits ein dickes Punktepolster angelegt hat. Mit jeweils guten Einzelplatzierungen für die „Silva Neo“ (Dennis Gehrlein, Flensburg) und der „Immac One4All“ (Kai Mares, Kiel) gelangen in der großen Klasse zwei deutschen Crews Achtungserfolge. „Die ersten Tage waren für uns etwas schwierig, da wir bei den leichten Winden nicht richtig ins Gleiten kamen. Heute war es dagegen richtig gut mit perfekten Bedingungen. Wir haben das Boot inzwischen viel besser im Griff als zur Kieler Woche, fahren einen guten Speed. Jetzt wollen wir mal sehen, wie weit wir noch vorn rein kommen“, sagte Gehrlein, der als Achter in dieser Gruppe zweitbestes deutsches Schiff hinter der „Immac One4All“ (Platz 5) ist.
Eine ähnliche Angriffs-Marschroute hat die norwegische „Wolfpack“ von Thomas Nilsson, die zuvor zu den Favoriten gezählt wurde und nun aus der Lauerstellung von Platz 14 heraus angreifen muss. „Das Podium ist inzwischen schwer zu erreichen, aber in die Top-Fünf wollen wir gern noch“, sagte Nilsson. „Heute hatten wir gute Rennen. Es war perfekt von der Wettfahrtleitung, dass sie drei Rennen gefahren ist. Damit sind wir wieder im Zeitplan.“ Dass sein Landsmann Claus Landmark eine solch gute Performance zeigt, überrascht Nilsson nicht: „Wir wissen ja, dass Claus ein guter Segler ist. Aber das hier ist wirklich fantastisch für ihn.“
In der Gruppe B setzte die estländische „Forte“ ihre Reihe guter Platzierungen fort und steht mit konstanten Ergebnissen an der Spitze. Die Hamburger „H.E.A.T.“, die am ersten Tag mit einem Tagessieg überraschte, musste dagegen Federn lassen und fiel auf Gesamtplatz 29 zurück. „Wir haben das Boot erst im Winter gekauft und viel dran gearbeitet. Aber an das Vermessungssegeln müssen wir uns erst noch gewöhnen, denn wir kommen alle von der J/24 und damit aus der Einheitsklasse. Unser erstes Ziel ist es, Spaß zu haben“, sagte Max Bischof aus der „H.E.A.T“-Crew, die gesammelt zwischen 20 und 30 Jahren alt ist. Beste deutsche Crew in der Gruppe B ist die „Veolia“ (Torsten Bastiansen, Flensburg) auf Platz zehn.
Viel Spaß auf See in der Gruppe C hatte die „halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Amrum), die 2013 den deutschen Meistertitel gewonnen hat. Das erste Rennen des Tages musste sie zwar pausieren, da sie noch eine Frühstart-Disqualifikation des Abbruch-Rennens von Montag mit sich schleppte, dann lief es aber mit den Rängen fünf und vier sehr gut. „Erst haben wir uns ausgeruht und dann vieles richtig gemacht. Wir waren schnell unterwegs, haben gute taktische Entscheidungen getroffen. Und der Wind war toll. Das schnurrte nur so“, schwärmte Trimmer Sven Krause, der mit dem Team auf Platz 23 vorrückte.
In der Klasse der kleinen Boote bestehen die größten Chancen auf eine deutsche Top-Platzierung. Die „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) spielt mit konstant vorderen Platzierungen weiter im Feld der Podiumsanwärter mit, liegt auf Platz vier. Führend ist die italienische „Low Noise“. Und auch die kleine Dehler 29 „Cala Ventinove“ von Uwe Wenzel (Bremen) bleibt nach ihrem Langstrecken-Sieg weiter in der Spur. „Eine Platzierung unter den ersten Zehn war unser Ziel, und dafür sind wir als Neunte gut auf Kurs“, sagte Wenzel. „Wir haben uns beim NRW-Cup in Schwung gebracht und das Boot zu dieser Saison noch mal ein bisschen modifiziert.“
Ergebnisse, Fotos und Berichte zur WM unter www.orcworlds.com
Die beste deutsche Yacht in der Klasse B kommt aus Hongkong. Christopher Opielok (NRV) startet mit seiner Corby 38 "Rockall IV" unter dem Nationenzeichen HKG und liegt nach fünf Wettfahrten auf Rang fünf. Foto: www.segel-bilder.de
Die ORC WM holt auf. Am Mittwoch konnten alle drei Klassen drei Wettfahrten segeln. Das Foto zeigt die Klasse B beim Start. Foto: www.segel-bilder.de
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ORC-WM-News
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