ORC Weltmeisterschaft, Kiel 2014

1. bis 9. August 2014
www.orcworlds2014.com
Übersicht

08.08.2014
Segeln, duschen, feiern: Die ORC WM fordert den ganzen Segler

Bei der Weltmeisterschaft der ORC-Yachten vor Kiel steht der Sport natürlich im Vordergrund – vor allem für die Teams, die an der Spitze um den Titel streiten. Aber auch das Gesellige kommt in der Woche nicht zu kurz. Nach der „Tutima-All-in-White-Night“ am Mittwoch, hieß es für die 151 Crews am frühen Donnerstag wieder fit zu sein, um in die Langstrecke zu gehen.

Der Wind hielt bei der zweiten Langstrecke der WM auch lange durch, nur in der Abendflaute entschieden sich die Wettfahrtleitungen dann, den ursprünglich auf 60 Seemeilen angesetzten Kurs etwas zu verkürzen. Diesmal kamen die hoch gewetteten Teams gut ins Ziel. So siegten bei den großen Yachten in der Gruppe A die TP52 mit der norwegischen „Wolfpack“ vor der italienischen „Enfant Terrible“. Die Italiener von Alberto Rossi kletterten damit auf Rang zwei und scheinen damit ihre Erfolgsserie der vergangenen Jahre fortsetzen zu können. Vorn bleibt aber die „Santa“ von Claus Landmark aus Norwegen.

Bei den Gruppen B und C entschied die Langstrecke über den Cut für die Goldflotte. Elf deutsche Crews können demnach noch in beiden verbleibenden Tagen in den Kampf um den Titel in der Gruppe B eingreifen. An der Spitze bleiben aber die Estländer mit der „Forte“ vor der „Reval Cafe“. Unter Hongkong-Flagge segelt auf Platz drei die „Rockall IV“, die allerdings vom gebürtigen Hamburger Christopher Opielok mit seinen Freunden gesegelt wird.

15 deutsche Teams sind in der Goldflotte der Gruppe C dabei, wenn es in drei verbleibenden Up-and-Downs um den Titel geht. Den kürzesten Weg zum Podium hätte die „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) als Siebte. Ganz vorn regiert aber einmal mehr die italienische „Low Noise“, die gerade erst vor Valencia die Europameisterschaft gewonnen hat.

Bilder, Meldungen und Ergebnisse zur WM unter ww.orcworlds.com

Soziale Events stärken den Zusammenhalt bei der WM
Für die 151 Crews der Weltmeisterschaften der ORC-Yachten vor Kiel gibt es einen straffen Zeitplan. Skippers-Meeting am morgen um kurz nach acht Uhr, dann auf das Wasser und auf höchstem sportlichen Niveau im Yachtsport die Wettfahrten dieser ORC Worlds segeln, dann meist spät zurück in den Hafen, zum nächsten Skippers-Meeting gehen, umziehen, duschen und feiern. Der Tag hat in diesen Tagen hat für die Segler wirklich 24 Stunden.

Dennoch eine Party gehört dazu, und so war es auch am Mittwoch nach drei Wettfahrten, einem Skippers-Meeting um 20 Uhr für alle 1.500 Segler aus 19 Nationen selbstverständlich, pünktlich um 21 Uhr frisch geduscht und ganz in weiß gekleidet auf der „Tutima-All-in-White-Night“ im Festzelt zu erscheinen. „Wir sind hier, um eine Weltmeisterschaft zu segeln, und da steht das sportlich auf dem Wasser natürlich im Vordergrund. Trotzdem so einen fantastischen Abend möchte natürlich keiner versäumen“, berichtet Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann, der an diesem Tag auf seiner Bahn Bravo seine Teilnehmer bis 19 Uhr segeln ließ. Und so sahen es die Teilnehmer offensichtlich auch und tanzten bis spät in die Nacht zur Musik der Band Soulfinger. Das Festzelt ist selbstverständlich jeden Abend geöffnet und versorgt die Segler mit Essen und natürlich einem Bier nach einem langen Segeltag.

Ob man die Rekordteilnehmer-Zahl dieser Weltmeisterschaft vor Kiel knacken kann, steht noch nicht fest, aber die Städte Pärnu in Estland und Barcelona stehen bereits in Startlöchern, dies zu tun. In Estland wird im nächsten Jahr die Europameisterschaft der ORC-Yachten ausgetragen und in Spanien die kommende Weltmeisterschaft. Beide Austragungsorte nutzten die Chance, bereits in Kiel bei den Seglern für ihre Meisterschaften zu werben und gaben dem Abend damit noch einen weiteren Programmpunkt.

Die "Tutima-All-in-White-Night" wollte keiner versäumen
Foto: www.segel-bilder.de
Martin Sobiella


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