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Regatta Europa 2014
Übersicht Regatta Europa
Autor: Andreas Ryll
5.5 Meter IC World Championship 2014
Der Schweizer Flavio Marazzi und "Ali Babà" sind Weltmeister
Porto Santo Stefano, 26. September 2014:
Bei schönem blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen, aber leider zu schwachen Winden wurde, am Abschlußtag der Weltmeisterschaften in der 5.5 Meter-Klasse, der Schweizer Flavio Marazzi und seine Crew, Jakob Gustafsson und Christoph Burger auf dem Boot "Ali Babà" nach insgesamt fünf Wettfahrten, zum neuen Weltmeister in der 5.5 Meter-Klasse gekrönt. Der zweite Platz ging an den Norweger Kristian Nergaard und seine Crew auf "Artemis XIV". Dritter wurde Gavin McKinney auf "John B" von den Bahamas. Flavio Marazzi und sein Team übernehmen den Titel vom Vorjahressieger, Markus Wieser aus Deutschland, der in diesem Jahr, auf dem siebten Rang landete.
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Für diese Weltmeisterschaften in der 5.5 Meter-Klasse, veranstaltet vom Yacht Club Santo Stefano (Italien) in Zusammenarbeit mit der italienischen Klassenvereinigung, hatten sich 37 Teams aus Finnland, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz und von den Bahamas eingetragen. Diese Weltmeisterschaften waren während der fünf Tage von einer ständig instabilen Wetterlage gekennzeichnet, was aber die Durchführung von fünf Wettfahrten nicht verhindern konnte. Am Abschlußtag war es trotzdem nicht möglich die sechste Wettfahrt zu beenden, welche laut dem Reglement, den Konkurrenten, die Möglichkeit gegeben hätte, ihr bis dato, schlechteste Ergebnis aus der zwischenzeitlichen Gesamtwertung zu streichen.
Die Wettfahrtleitung gab zwar wenige Minuten vor Ablauf des Zeitlimits, die sechste Wettfahrt bei anfangs guten Windverhältnissen frei, musste diese, aber bereits nach zwanzig Minuten, aufgrund einer unerwarteten Änderung der Windrichtung abbrechen. Auch wenn die Wetterbedingungen bei sommerlichen Temperaturen und ruhiger See, anfangs ideal schienen, waren alle Teams um 15.00 Uhr wieder im Hafen, ohne in der Lage gewesen zu sein, die letzte Wettfahrt dieser WM beenden können.
Marco Poma, Direktor des Yacht Club Santo Stefano, sagte zum Abschluß der Veranstaltung:
"Die vergangenen fünfzehn Tagen waren für uns alle sehr intensiv. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft der 5.5 Meter-Klasse, haben wir drei weitere, ebenso wichtige Regatten in der gleichen Bootsklasse ausgetragen. Die meisten der teilnehmenden Konkurrenten haben daher den gesamten Zeitraum hier vor Ort verbracht und alle Mitarbeiter des Yacht Clubs Santo Stefano, gemeinsam mit den Vertretern der lokalen Öffentlichen Einrichtungen und unseren Sponsoren, waren ungebrochen aktiv, um allen Teilnehmern, die möglichst beste Gastfreundschaft zu garantieren. Ich danke Allen, die uns unterstützt haben, wie die Wettfahrtleitung, die internationale Jury und die italienische Klassenvereinigung der 5.5 Meter-Klasse. Ich danke den 37 Teams, die uns mit ihrer Teilnahme an der Weltmeisterschaft beehrt haben. Wir haben von Ihnen, eine sehr positive Resonanz erhalten und das macht uns selbstverständlich sehr glücklich. Leider sind wir etwas unglücklich über die meteorologischen Bedingungen der vergangenen fünf Tage, aber leider haben wir über das Wetter noch keine Kontrolle" sagte er mit einem schmunzelnden Lächeln.
Autor: Andreas Ryll
Der ehemalige Präsident der Schweizer Klassenvereinigung, Hans Peter Schmid, der auf dem Boot "Pugin" startete, teilte seine Gedanken über diese Weltmeisterschaft: "Die Tatsache, dass an der Starlinie dieser Weltmeisterschaft, 37 Boote aus 7 Nationen vertreten waren, ist beeindruckend! Und das sogar Boote von den Bahamas, hier am Start in der Toskana waren, ist umso großartiger. Es ist das Erstemal, dass ich in Porto Santo Stefano bin und ich bin sehr zufrieden mit den Organisation und sehr erfreut über die Gastfreundschaft. Die Unterbringung war großartig und es gab soviel an Land zu erleben, was nicht nur mit Segeln zu tun hatte. Das Segeln war klasse, auch wenn sich die Wetterbedingungen, ständig von einen auf den anderen Tag, aufgrund der sehr unbeständigen Windverhältnisse veränderten."
Der Präsident der Internationalen 5.5 Meter Klassenvereinigung, Kaspar Stubenrauch, kommentierte die Zukunft dieser Klasse folgendermaßen: "Ich bin sehr glücklich darüber, Boote mit einem solch großen Altersunterschied in den Wettfahrten gesehen zu haben, wie man am Beispiel des Bootes "Sinewave" erkennen kann, das unter den vorderen Ränge dieser Weltmeisterschaft gelandet ist. Jedoch haben in dieser Konstruktionsklasse, Boote mit dem neuesten Design, die Oberhand, und das ist wohl der Grund, warum Bootseigner sich dem neuen Design anpassen, um einen grösseren Wettbewerbsvorteil erzielen zu können, wie im Fall der Boote aus Schweiz, "Ali Babà", "Shaolin" oder "Cinque Cinque"
Siegerehrung und Abschlußfeier fanden in der beeindruckende Fortezza Spagnola, einer Küstenfestung, erbaut zum Ende des 16. Jahrhunderts, in Porto Santo Stefano statt.
Endergebnisse
5.5 Meter IC World Championship
1 - Ali Baba - Flavio Marazzi, Jakob Gustafsson, Christoph Burger (Schweiz - Bootsnummer 224) (6-6-3-3-6 = 24 Punkte)
2 - Artemis XIV - Kristian Nergaard, Johan Barne, Trond Solli-Saether (Norwegen - Bootsnummer 57) (2-2-5-1-15 = 25 Punkte)
3- John B - Gavin McKinney, Lars Johannsen, Thomas Hallberg (Bahamas - Bootsnummer 19) (3-3-2-16-4 = 28 Punkte)
Die komplette Gesamtwertung ist auf der Website www.ycss.it verfügbar.
Die Videos der Veranstaltung können Sie auf dem Youtube Channel des Yacht Club Santo Stefano einsehen.
Autor: Andreas Ryll
Neben den ersten drei Platzierungen der Weltmeisterschaft in der 5.5 Meter-Klasse wurden folgende weitere Preise verliehen:
Roni Pieper Trophy (Vierter Rang in der Gesamtwertung):
"Clark Kent" mit Peter Fjeld (Norwegen)
DEB Cup (Gewinner der ersten Wettfahrt der WM):
"Mission Possible" mit Markus Wieser (Deutschland)
Peter Frazer Memorial Trophy (Gewinner der zweiten Wettfahrt der WM)
"Sinewave" mit Thomas Müller (Deutschland)
H.R. Symonette Trophy (Gewinner der fünften Wettfahrt der WM):
"Mission Possible" mit Markus Wieser (Deutschland)
Frank Tolhurst Perpetual Trophy (Bestes Boot in der Kategorie "Evolution"):
"Sinewave" mit Thomas Müller (Deutschland)
Quail Cup (Bestes Boot in der Kategorie "Classics"):
"Cybele II" mit Armando Daldini (Schweiz)
Die kommende Auflage der Weltmeisterschaften in der 5.5 Meter-Klasse wird im August 2015 in Nynäsham / Schweden ausgetragen.
Die Geburt der 5.5 Meter-Klasse ist eng mit der Geschichte der ISAF und dem Segelsport bei den Olympischen Spielen verbunden. Die Bootsklasse wurde 1949 in England ins Leben gerufen und war von 1952 bis 1968, eine Olympische Segelklasse. Gesegelt wird mit dreiköpfigen Crew. Die 5.5 Meter ist immer noch sehr beliebt in Italien und im Ausland. Die Online-Datenbank der 5.5 Meter IC Weltflotte schätzt, dass etwa 800 Boote auf der ganzen Welt gebaut wurden. Diese Bootsklasse ist in drei Kategorien aufgeteilt: Classic (Entwürfe vor 1970), Evolution und Modern (Entwürfe ab 1994).
Die Weltmeisterschaften 2014 in der 5.5 Meter-Klasse wurden vom Yacht Club Santo Stefano (Italien) veranstaltet. Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung übernahm die Verwaltung der Region Toskana, die Provinzverwaltung von Grosseto und die Gemeinde Monte Argentario. Aktive Unterstützung leistete die Tourismuszentrale Pro Loco von Porto Santo Stefano
Zu den Sponsoren dieser WM-Veranstaltung zählten Tenuta Agricola dell'Uccellina, NYL FTS , Argentarola Srl, Cantiere Navale dell'Argentario, die Handelskammer von Grosseto und die Baumschule Vivai Mediterranei. Das Konsortium LaMMA war für die detaillierten Wettervorhersagen auf der Wettfahrtbahn verantwortlich.
Beitrag von Andreas Ryll
Fotos von Pierpaolo Lanfrancotti
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