2014 International Star Class Eastern Hemisphere Championship

Brunnen, 10.-13.August 2014 - Übersicht
www.swiss-star-class.ch/em-brunnen-2014
Brunnen (Switzerland), 12-08-2014

Italiener Negri und Lambertenghi führen bei der 2014 Star Easterns

Auch der dritte Tag der 2014 International Star Class Eastern Hemisphere Chamionship erwies sich als äußerst wechselhaft. Der Dienstag begann am Morgen mit einer dreistündigen Startverschiebung. Am Nachmittag stabilisierte sich der Wind dann etwas, so dass die Segler den Kampf um die begehrte Silver Star Championship ab 15.20 Uhr mit der vierten Wettfahrt fortsetzen konnten.

Am Start schien zunächst eine Mehrheit der Starbootflotte das Ende der Startlinie mit dem Wettfahrtleitungsboot als vorteilhaft einzuschätzen. Schnell wurde aber klar, dass wohl doch die linke Seite des Kurses die bessere Wahl war. Emilios Papathanasiou und Antonios Tsotras (GRE 8434), die seit der Starboot WM 2014 als Spezialisten für Starts am Pin End gelten, versuchten ihr Glück auch heute dort, in der Hoffnung vom ersten Winddreher des Rennens zu profitieren.

Die Italiener Diego Negri und Sergio Lambertenghi (ITA 8491) hefteten sich an ihre Fersen und segelten nur wenige Meter hinter den Griechen. Laut GPS, mit dem jedes Boot ausgestattet ist, segelten die Italiener im Durchschnitt mit der selben Geschwindigkeit, etwa sechs Knoten, schienen auf dem ersten Bein teilweise sogar überlegen und waren fast immer das schnellste der führenden Boote. Den Fans am Ufer bot sich viel Spannung, als die Starboot-Flotte die erste Kreuz absolvierte und die führenden Teams sich gegenseitig unter Druck setzten. An der Spitze des Feldes mischten auch Tom Lofstedt und Fritjof Kleen (SWE 8446) sowie Philipp Rotermund und Nils Hollweg (GER 8298) mit.

An der ersten Luvtonne führten die Griechen Papathasiou und Tsotras mit komfortablem Vorsprung vor Lofstedt und Kleen sowie Negri und Lambertenghi. Danach folgten Martin Ingold und Peter Neth (SUI 7912) sowie Christoph Gautschi und Domink Schenk (SUI 8409). Die führenden Boote hatten sich zu diesem Zeitpunkt vom Feld deutlich abgesetzt.

Der erste Vorwindkurs erwies sich als anspruchsvoll, auch wenn der frische, stetige Wind jetzt keine Probleme bereitete und unter den ersten Fünf enge Kopf-an-Kopf-Rennen ermöglichte. Drei Boote befanden sich annähernd gleichauf an der Spitze: Lofstedt und Kleen auf der linken Seite, Negri und Lambertenghi in der Mitte und Papathansiou und Tsotras rechts. Es war nun unmöglich, die Anzahl der Führungswechsel noch zu zählen, insbesondere zwischen dem italienischen und schwedischen Boot. Auf der zweiten Hälfte des Vorwind-Beins erwies sich der Skipper aus Ligurien dann als der schnellere und schloß schnell mit dem zwischenzeitlich in Führung gegangenen Griechen auf. Einige wenige Augenblicke des Zögerns vor dem Lee-Gate, wo er sich wie die Griechen für die Backbord-Marke entschied, kostete dann aber gegenüber Lofstedt und Kleen wichtige Meter, die sich für die andere Seite entschieden hatten, um dem dichten Verkehr auszuweichen. Zu diesem Zeitpunkt begann sich die Distanz zwischen den führenden Booten und dem Feld komfortabel auszuweiten.

Die zweite Kreuz wirkte zunächst einfach, frei von Überraschungen und gestaltete sich fast wie eine Parade. Die Griechen Papathansiou und Tsotras verteidigten ihre klare Führung, vor den für Schweden startenden Lofstedt und Kleen. Die Schweizer Crew Gautschi/Schenk (SUI 8409) hatte sich zwischenzeitlich auf den dritten Platz vorgearbeitet, bevor Negri und Lambertenghi zum Ende des dritten Beins ihre vorübergehenden Schwierigkeiten überwunden hatten. Eine leichte Zunahme des Winds auf der rechten Seite brachten den beiden dann sogar einen leichten Vorteil. Die Italiener konnten kurz vor Erreichen der Layline einige Bootslängen gutmachen. Der beste Teil des Rennens sollte aber erst noch kommen: Der letzten Wende nach Erreichen der Layline folgten die engsten Szenen des Tages. Das zweite Passieren der Luvtonne erwies sich als entscheidender Moment. Papathanasiou und Tsotras lagen ganz knapp mit zwei Sekunden Vorsprung vor Negri und Lambertenghi. Genauso klein war der Abstand zwischen Gautschi/Schenk und Lofstedt/Kleen.

Das letzte Bein war dann bis ins Ziel hinein genauso spannend wie die ersten drei. Die Griechen gaben sich nie geschlagen und jagten Begri und Lambertenghi weiter. Zu keinem Zeitpunkt lagen sie auf diesem Schenkel weiter als zehn Meter zurück, mussten sich am Ende aber doch geschlagen geben. Dahinter konnten sich nach hartem Kampf Gautschi/Schenk schließlich von Lofstedt/Kleen und Rotermund/Hollweg absetzen.

Dank des erfolgreich absolvierten vierten Rennens kann der Titel der Star Eastern Hemisphere Championship nun in jedem Fall vergeben werden. Die führenden fünf Mannschaften sind nach Wettfahrt 4 laut vorläufigem Zwischenergebnis:

1. ITA 8491 Diego Negri & Sergio Lambertenghi. 6-1-1-1: 9 2. GRE 8434 Emilios Papathanasiou & Antonis Tsotras 3-5-3-2: 13 3. USA 8320 George Szabo & Serge Pulfer 2-2-7-15: 26 4. GER 8350 Hubert Merkelbach & Gerrit Bartel 7-7-12-7: 33 5. SWE 8446 Tom Lofstedt & Frithjof Kleen 9-14-16-4: 43

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Photo Copyright: © Marc Rouiller/Star Sailors League 2014


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